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Sammelleidenschaft: Laguiole Messer
Laguiole-Wissen

Sammelleidenschaft: Laguiole Messer

Wenn aus einem Messer eine Leidenschaft wird

Es beginnt fast immer gleich: Ein erstes Laguiole, vielleicht ein Geschenk, vielleicht ein Urlaubsfund. Dann das zweite - "nur noch eines". Und irgendwann ertappt man sich dabei, wie man abends durch Griffmaterialien stöbert und von Damastklingen träumt. Willkommen im Club der Laguiole-Sammler!

Warum diese Messer so süchtig machen, was das Sammeln so erfüllend macht und wie Ihre Sammlung wachsen kann - davon erzählt diese Seite.

Geschichte eines Kunden über der Beginn seiner Sammelleidenschaft zu den Laguiole-Taschenmessern

Er wird mir immer in Erinnerung bleiben, dieser Moment, als ich das erste Mal ein Laguiole Messer sah! Es war während der Rast einer Fahrradtour, die ich im Juni vor ein paar Jahren mit einem Freund unternahm. Wir hatten uns unter einen schattigen Baum mit schönster Aussicht gesetzt und packten unsere Verpflegung aus, die wir kurze Zeit vorher in einem kleinen Laden eines Dorfes, durch das wir kamen, erstanden hatten. Um Brot und Salami zu schneiden, nahm mein Freund aus seiner Hosentasche ein eingeklapptes Messer, drückte auf die Außenkante der Klinge, die sich dadurch öffnete. Ich war wie elektrisiert. Nie hatte ich ein solch schönes Messer gesehen. Es war schlank und leicht geschwungen, hatte auf dem Messerrücken Ziselierungen und einen schön gemaserten Holzgriff. Auf meine Frage erklärte mir mein Freund, es handele sich um ein original Laguiole Messer, das in Frankreich handgeschmiedet würde. Er gab es mir. Beim näheren Betrachten sah ich, daß sich zwischen Klinge und Griff auf dem Messerrücken eine kleine geschmiedete Biene befand. Ich erfuhr, diese Biene befindet sich auf jedem Laguiole Messer als besonderer Herkunftsbeweis. In die Holzgriffschalen eingelaßen war ein durch kleine Nieten geformtes Kreuz. Das wäre das Hirtenkreuz, erklärte er mir. Diese benutzen Laguiole Messer schon mehr als einhundert Jahre als unverzichtbare Begleiter auf ihren einsamen Wanderschaften.

Da sie dabei keine Gelegenheit hatten, eine Kirche aufzusuchen, beteten sie vor dem kleinen Kreuz des in den Boden oder einen Holzstamm gesteckten Messers. Das Holz des in meiner Hand liegenden Messergriffs wäre von einem Wacholderbaum und würde duften. Tatsächlich verströmte es einen leichten, angenehmen Duft von Wacholder. Als ich dann mit dem Messer in unglaublicher Leichtigkeit eine Scheibe vom Brot abschnitt, merkte ich wie außergewöhnlich scharf es war. Für mich stand fest, ein solches Messer muß ich auch besitzen! Heute bin ich stolzer Besitzer einer kleinen Sammlung dieser einzigartigen Messer. Jedes ist für sich ein Unikat. Ich besitze Messer mit Griffschalen verschiedenster Hölzer, mit Naturhorn, Mammut und Muschelschalen. Alle verwendeten Naturmaterialien der erworbenen Messer erfüllen die strengen Handelsauflagen der Weltartenschutzkonferenz CITES, was für jeden Käufer unabdingbar sein sollte.

Warum sammeln Menschen Laguiole Messer?


1. Zwischen Handwerk und Kunst
Ein echtes Laguiole Messer ist mehr als ein Werkzeug. Es ist ein Stück französischer Kulturgeschichte, entstanden im frühen 19. Jahrhundert in der Region Aubrac. Jede Klinge, jede Ziselierung, jede Biene ist von Hand gefertigt. Das macht jedes Messer einzigartig.

2. Ein Unikat in der Hand
Ob Griffschalen aus jahrhundertealtem Holz, schimmerndem Horn, fossilem Mammut oder Muschelschalen - kein Messer gleicht dem anderen. Sammler lieben dieses Gefühl, etwas wahrhaft Einmaliges in den Händen zu halten.

3. Emotion & Geschichte
Mit einem Laguiole trägt man nicht nur ein Messer, sondern ein Erbstück. Viele Sammler erzählen, dass ihre Messer zu täglichen Begleitern werden - und später als Andenken oder Familienschätze weitergegeben werden.

4. Wertsteigerung & Exklusivität
Ein Original aus Frankreich mit Herkunftszertifikat ist nicht nur schön, sondern auch wertstabil. Limitierte Editionen oder Modelle mit besonderen Materialien gelten als echte Raritäten, die im Wert steigen können.

Tipps für Sammler - Das sollten Sie wissen

• Echtheit prüfen: Achte auf Details - gravierte Feder, geschmiedete Biene, sauber eingefasste Nieten.
• Materialien vergleichen: Von Olivenholz über Horn bis Mammut - die Vielfalt macht das Sammeln so spannend.
• Pflege nicht vergessen: Ein Laguiole liebt Pflege. Regelmäßiges Polieren, gelegentliches Ölen der Feder und trockene Lagerung sind wichtig.
• Limitierte Editionen suchen: Viele Schmieden bieten Sondereditionen mit besonderen Gravuren oder seltenen Materialien.
• Zertifikate aufbewahren: Sie sind der Nachweis für Echtheit und Herkunft - wichtig für Sammler und bei Wertsteigerung.

Ihre Geschichte zählt!

Wie sind Sie zu Ihrer Leidenschaft gekommen? War es ein Geschenk, ein Urlaub in Frankreich, eine Begegnung wie bei mir auf der Fahrradtour? Erzählen Sie uns Ihre Geschichte!
Wir bei original-laguiole.de freuen uns, sie vielleicht schon bald in einem unserer Videos mit Mr. Laguiole vorzustellen.
Denn eines ist sicher: Ein Laguiole Messer ist nicht einfach ein Taschenmesser - es ist ein Erlebnis, ein Erbstück, ein Stück Ewigkeit in Ihrer Hand.

Unser Shop entstand aus der Leidenschaft zu diesen wunderschönen Laguiole-Messern, deren Tradition weit weitreichender ist, als viele vermuten.

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Justin Jernoiu - Mr. Laguiole
Über den Autor

Dieser Artikel wurde von Justin Jernoiu (Mr. Laguiole) erstellt. Seit 1995 beschäftigt er sich mit original französischen Laguiole-Messern und betreibt die weltweit größte Spezialisierung auf handgefertigte Laguiole-Messer.

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