Aktualisiert am 09. April 2026 – Beschreibung erweitert

Entdecken Sie in unserem original-laguiole.de Shop exklusive Laguiole- und Thiers-Taschenmesser mit Holunder-Griff (Schwarzer Holunder, Sambucus nigra). Seit 1995 faszinieren uns außergewöhnliche natürliche Griffmaterialien – und kaum ein anderes Holz ist so reich an Mythen und Geschichte wie der Holunder. Dieses heimische Holz verbindet alte Volksmagie mit robuster Alltagstauglichkeit und verleiht jedem Messer eine ganz besondere, fast mystische Ausstrahlung.
Kurz-Fakten:
- Herkunft: Mitteleuropa, von Skandinavien bis Nordafrika
- Botanischer Name: Sambucus nigra (Schwarzer Holunder)
- Eigenschaften: hart, dicht, mittelschwer, gut spaltbar, feine Struktur
- Farbe: Hellgelb bis cremefarben, manchmal mit grauen oder dunklen Einschlüssen
- Dichte: ca. 680–720 kg/m³
- Besonderheit: Eines der mythologisch bedeutendsten Hölzer Europas
Der Holunder (Schwarzer Holunder) ist weit mehr als nur ein Strauch – er ist ein lebendiger Teil der mitteleuropäischen Kultur und Mythologie. In alten germanischen und slawischen Überlieferungen galt er als heiliger Baum, in dem die Schutzgöttin Holda (Frau Holle) wohnte. Deshalb war es ein strenges Tabu, einen Holunderbaum ohne Erlaubnis zu fällen oder zu beschädigen – man fürchtete, dies würde Unglück bringen.
Im Mittelalter pflanzte man Holunder bewusst direkt neben Häuser und Ställe. Man glaubte, der Strauch wehre böse Geister, Hexen und Dämonen ab und schütze vor Blitzschlag. Bevor man einen Ast abschnitt, bat man traditionell um Erlaubnis – aus Respekt vor den guten Geistern, die im Holunder wohnten.
Das Holz des Holunders ist relativ dicht, hart und mittelschwer. Es lässt sich gut spalten und drechseln, eignet sich hervorragend für Schnitz- und Drechslerarbeiten. Die Farbe reicht von hellem Gelb bis Cremefarben, oft mit feiner, unauffälliger Maserung und einer breiten Markröhre. Poliert entwickelt es eine angenehm glatte, warme Oberfläche, die sich gut in der Hand anfühlt.
Faszinierende Fakten und traditionelle Nutzung:
- Die Holunderbeeren enthalten Sambunigrin, ein cyanogenes Glykosid, das roh giftig ist und Blausäure freisetzen kann. Durch Kochen wird der Stoff jedoch vollständig zerstört – daher darf man Holundersaft oder -wein nie aus rohen Beeren herstellen.
- Früher wurde aus den Beeren bei Knappheit von Trauben ein kräftiger, dunkelroter Holunderwein gekeltert – ein beliebter Ersatz-Rotwein, der mancherorts noch heute als Hausmittel gegen Erkältungen gilt.
- Die weißen Holunderblüten duften betörend süß und schmecken hervorragend. In Teig getaucht und ausgebacken ergeben sie die traditionelle Leckerei Holunderküchlein.
- Die Blätter riechen für uns eher harmlos, für Insekten jedoch unangenehm. Früher wurden sie zerrieben als natürliches Mückenschutzmittel verwendet oder im Stall aufgehängt, um Fliegen zu vertreiben.
- Der Schwarze Holunder ist ein wichtiger ökologischer Player: Er zieht etwa 62 Vogelarten an, die sich von seinen Beeren ernähren und so zur Verbreitung der Pflanze beitragen.
- In der Pflanzenmagie und Volksheilkunde gilt Holunder bis heute als „Tor zur Anderswelt“. Er wird für Rituale des Schutzes, der Reinigung und der Ahnenverbindung verwendet – besonders zur Sommersonnenwende.
Ein Laguiole mit Holunder-Griff ist weit mehr als ein Messer. Es trägt die alte Magie und den Schutzgeist der Holda in der Tasche. Das helle, warme Holz verbindet jahrtausendealte europäische Tradition mit moderner Handwerkskunst – ein mystischer, kraftvoller und zugleich unaufdringlicher Begleiter für den Alltag.
Erleben Sie die magische Aura und natürliche Schönheit von Holunder in Form eines handgefertigten Laguiole Messers – ein Stück lebendiger europäischer Mythologie in Ihrer Hand.
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