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Eiche

Eichenholz ist der Inbegriff von Kraft und Beständigkeit - ein Baum, der über tausend Jahre alt werden kann, liegt hier in Ihrer Hand.

Herkunft & Charakter

Die Eiche zählt zu den robustesten und langlebigsten Hölzern Europas. Ihr Holz ist hart, dauerhaft und von Natur aus widerstandsfähig gegen Feuchtigkeit, weshalb es seit jeher für Möbel, Fässer und sogar den Schiffbau verwendet wird. Charakteristisch sind die markante Maserung mit ihren deutlichen Poren und die warmen, honig- bis nussbraunen Farbtöne, die dem Griff eine natürliche Wärme geben.

Kurz-Fakten auf einen Blick

- Sehr hart, dauerhaft und feuchtigkeitsresistent
- Markante Maserung mit deutlicher Porenzeichnung
- Warme, honig- bis nussbraune Töne
- Traditionsreiches Nutzholz über Jahrhunderte
- Jede Griffschale ein Unikat

König des Waldes

Kaum ein Baum ist so tief in unserer Kultur verwurzelt wie die Eiche. In der germanischen Mythologie war sie dem Donnergott Thor geweiht und galt als Schutzbaum. Bis heute steht sie als Symbol für Stärke, Weisheit, Wahrheit und Ewigkeit - nicht umsonst nennt man sie den "König des Waldes". Einzelne Eichen werden über tausend Jahre alt und sind damit ein lebendiges Sinnbild für Beständigkeit.

Ein Laguiole mit Eichenholzgriff trägt genau diese Kraft in sich - bodenständig, ehrlich und gemacht, um Generationen zu begleiten.

Ein Baum, der tausend Arten beherbergt

Keine heimische Baumart trägt so viel Leben wie die Eiche. In und an einer einzigen Eiche leben über tausend Insektenarten - so viele wie an kaum einem anderen Baum Mitteleuropas. Zum Vergleich: An der Hainbuche zählt man rund 30, an der Hasel etwa 70 Arten.

Eine Eiche ist damit kein einzelner Baum, sondern ein ganzer Lebensraum, ein Hochhaus voller Bewohner. Wer sie fällt, nimmt einer erstaunlichen Zahl von Lebewesen die Wohnung - ein Grund, warum alte Eichen heute besonders geschützt werden.

Die Tinte, mit der Europa schrieb

Die Eiche hat noch auf ganz andere Weise Geschichte geschrieben - im Wortsinn. Legt eine Gallwespe ihre Eier in ein Eichenblatt, bildet der Baum als Abwehrreaktion eine kugelige Wucherung: den Gallapfel. Er enthält 55 bis 65 Prozent Gerbstoffe und Gallussäure.

Kocht man ihn aus und versetzt den Sud mit Eisensalzen, entsteht eine tiefdunkle, dauerhafte Flüssigkeit: die Eisengallustinte. Mit ihr wurden im Mittelalter Urkunden, Handschriften und Codices geschrieben - der größte Teil des schriftlichen Erbes Europas ist in Eichentinte verfasst. Bis heute werden damit Staatsverträge unterzeichnet, weil die Tinte praktisch nicht zu tilgen ist.

Übrigens ist es dieselbe Reaktion aus Gerbsäure und Eisen, die auch die Mooreiche über Jahrtausende tiefschwarz färbt.

Pflegehinweis

Mit leicht feuchtem Tuch reinigen und gut abtrocknen. Gelegentlich mit etwas Holzöl pflegen, damit das Holz nicht austrocknet. Wie alle Laguiole-Messer niemals in die Spülmaschine geben.

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Justin Jernoiu - Mr. Laguiole
Über den Autor

Dieser Artikel wurde von Justin Jernoiu (Mr. Laguiole) erstellt. Seit 1995 beschäftigt er sich mit original französischen Laguiole-Messern und betreibt die weltweit größte Spezialisierung auf handgefertigte Laguiole-Messer.

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