Granit aus Mont-Blanc
Granit ist der Inbegriff von Dauerhaftigkeit - ein Tiefengestein, das über Jahrmillionen tief in der Erdkruste entstanden ist.
Herkunft & Charakter
Granit bildet sich, wenn magmatische Schmelzen tief im Inneren der Erde sehr langsam abkühlen und auskristallisieren. Durch diesen langsamen Prozess entstehen die sichtbaren Mineralkörner, die dem Stein seine typische, gleichmässig körnige Struktur geben. Mineralogisch besteht er vor allem aus Quarz, Feldspat und Glimmer. Mit einer Härte von 6 bis 7 auf der Mohs-Skala ist Granit ausgesprochen hart, dazu frost-, witterungs- und UV-beständig. Seine Farben reichen von Hellgrau und Beige über Rötlich bis zu nahezu Schwarz.
Kurz-Fakten auf einen Blick
- Magmatisches Tiefengestein
- Aus Quarz, Feldspat und Glimmer
- Härte 6 bis 7, sehr widerstandsfähig
- Frost-, witterungs- und UV-beständig
- Grosse Farbpalette, jedes Stück einmalig
Hart wie Granit
Seit Jahrtausenden wählt der Mensch Granit für Denkmäler, Fundamente und Bauwerke, die überdauern sollen. Nicht ohne Grund ist "hart wie Granit" bis heute eine Redensart für Standhaftigkeit und Verlässlichkeit. Der Stein steht sinnbildlich für Beständigkeit, Festigkeit und Unvergänglichkeit.
Ein Laguiole mit Granitgriff bringt genau diese Erdung in die Hand - kühl, schwer und von zeitloser Ruhe.
Granit vom Dach Europas
Der Granit dieser Edition stammt vom Mont-Blanc-Massiv - und das ist geologisch etwas Besonderes. Die Granitintrusionen des Mont Blanc und der benachbarten Aiguilles Rouges schoben sich vor rund 300 Millionen Jahren als glutflüssige Schmelze durch das noch ältere Gestein und erstarrten dort in der Tiefe. Vorherrschend ist Biotitgranit.
Diesem Granit verdankt der Mont Blanc sein unverwechselbares Gesicht: Die berühmten Aiguilles, jene kühnen Granitnadeln, die Generationen von Bergsteigern angezogen haben, sind nichts anderes als herauspräparierter Granit - das Weichere ringsum hat die Erosion längst abgetragen.
Ein Gestein mit Eigenheiten
Der Mont-Blanc-Granit hat zwei Besonderheiten, die Bergsteiger kennen. Er ist eisenhaltig, und die dadurch verursachten magnetischen Störungen können so stark sein, dass sich ein Kompass am Berg nicht zuverlässig zur Orientierung nutzen lässt. Und weil das Gestein Uran enthält, ist es zudem leicht radioaktiv - in einem Maß, das völlig unbedenklich ist, aber zeigt, welche Kräfte hier einst am Werk waren.
Ein Laguiole mit einem Griff aus diesem Stein trägt damit ein Stück des höchsten Berges der Alpen in der Hand: 300 Millionen Jahre alt, kühl, schwer und von einer Ruhe, die sich nur schwer beschreiben lässt.
Pflegehinweis
Mit leicht feuchtem Tuch reinigen und trocken reiben. Der Stein ist sehr unempfindlich, sollte aber vor harten Stössen geschützt werden. Wie alle Laguiole-Messer niemals in die Spülmaschine geben.
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