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Drei Laguiole-Sommelier im Vergleich: Mammutbackenzahn, Messing und Wacholder
Laguiole-Wissen

Wie unterscheiden sich die
Laguiole-Sommelier?

Die einzige artgerechte Art, eine Weinflasche zu öffnen

Ein Laguiole-Sommelier ist das Werkzeug, das einer guten Flasche angemessen ist. Wer einmal erlebt hat, wie ruhig sich eine Spirale in einen Korken dreht und wie leicht sich ein Korken über den Hebel lösen lässt, greift danach ungern wieder zu etwas anderem.

Bleibt die Frage, die uns fast täglich erreicht: Worin unterscheiden sich die Sommelier der einzelnen Schmieden eigentlich? Die Antwort ist überraschender, als viele denken.

Die Silhouette verrät die Schmiede

Bei den Laguiole-Taschenmessern ähneln sich die Silhouetten außerordentlich stark. Legt man mehrere Messer verschiedener Schmieden nebeneinander und betrachtet sie von der Seite, fällt selbst Kennern die Zuordnung schwer. Die Grundform ist über Generationen gewachsen und alle halten sich daran.

Bei den Sommelier ist es genau umgekehrt. Hier hat jede Schmiede ihre eigene Handschrift fest in die Silhouette eingebrannt. Laguiole en Aubrac arbeitet mit einer sehr geschwungenen Form, Laguiole Honore Durand setzt eher auf einen geraderen Handgriff, und Claude Dozorme bringt die Biene seitlich an, während die anderen sie oben in der Verlängerung des Ressorts sitzen lassen. Ein kurzer Blick genügt, und die Herkunft steht fest.

Im folgenden Video liegen vier Sommelier von drei Schmieden nebeneinander, und die Unterschiede werden sofort sichtbar.

Vier Laguiole-Sommelier von drei Schmieden im direkten Vergleich

Die Technik ist bei allen dieselbe

So verschieden die Formen sind, so einig sind sich die Schmieden in der Funktion. Spirale, Kapselklinge und Hebel arbeiten überall nach demselben Prinzip, und jeder Sommelier wird auf dieselbe Weise benutzt. Wer einen beherrscht, beherrscht alle.

Eine Ausnahme ist bemerkenswert: Beim Thiers-Sommelier von Claude Dozorme sitzt ein doppelter Hebel. Er wird in zwei Stufen angesetzt, wodurch sich der Korken spürbar leichter und gleichmäßiger aus der Flasche führen lässt. Gerade bei langen Korken edler Flaschen ist das ein echter Vorteil.

Zwei Laguiole- und ein Thiers-Sommelier mit Doppelhebel, Griffe aus Mammut
Drei edle Laguiole- und Thiers-Sommelier von Claude Dozorme

Wie man eine Weinflasche richtig öffnet

Die Kapselklinge trennt die Folie sauber unterhalb des Flaschenrands. Dann wird die Spirale mittig angesetzt und langsam eingedreht, bis der Korken sicher gefasst ist. Der Hebel kommt an den Flaschenrand, der Zeigefinger hält ihn dort fest, und mit ruhigem Zug löst sich der Korken. Kein Ruck, kein Kraftakt, kein Geräusch außer dem einen, auf das alle warten.

In den beiden Videos zeigt Mr. Laguiole den Ablauf an mehreren Flaschen und an verschiedenen Modellen, damit Sie sehen, wie unterschiedlich sich die Sommelier dabei anfühlen.

Fünf Sommelier von Laguiole en Aubrac und wie man damit öffnet
Eine Weinflasche öffnen, dazu zwei Sommelier-Neuheiten

Haptik ist Geschmackssache, und zwar im Wortsinn

Fragt man unsere Kunden, gehen die Meinungen auseinander. Die einen entscheiden nach der Form und nehmen das Modell, das ihnen ins Auge fällt. Andere haben gleich mehrere zu Hause, können die Handhabung genau einschätzen und beschreiben, warum ihnen einer besser liegt als der andere. Auch dabei ist man sich nicht einig.

Ich habe sie alle ausprobiert. Einige gefallen mir optisch besser, andere fühlen sich in meiner Hand deutlich angenehmer an, und beides fällt selten auf dasselbe Modell. Die Haptik ist bei Sommelier so persönlich wie bei kaum einem anderen Werkzeug. Jeder hat seinen eigenen Charme, und genau deshalb lohnt es sich, mehrere anzusehen, bevor Sie sich entscheiden.

Die wahre Vielfalt liegt in Griff und Biene

Was die Laguiole-Sommelier so besonders macht, ist die enorme Bandbreite der Gestaltung. Die Biene reicht von der schlichten Standardausführung bis zur filigran von Hand ausgearbeiteten Biene, die selbst ein kleines Kunstwerk ist. Beim Griff beginnt es beim bewährten Olivenholz und endet bei Materialien, die es nur in kleiner Zahl gibt: Mammutstoßzahn, Mammutbackenzahn, Büffelhorn, Wacholder oder Türkis. Optisch wie preislich liegen zwischen dem einfachsten und dem außergewöhnlichsten Sommelier Welten.

Drei Beispiele aus unserem Sortiment, die zeigen, wie weit dieser Bogen reicht: der Sommelier von Claude Dozorme, Edition SOMAM 01 mit Mammutgriff, der Sommelier von Laguiole en Aubrac, Edition SOMAM 06 in brillant mit Mammut-Elfenbein und der Honore Durand mit Korkenzieher und Griff aus Warzenschwein.

Ein Laguiole-Sommelier mit Türkisstein
Meer-Laguiole: drei Sommelier in Büffelhorn, Wacholder und Kuhhorn

Acht Sommelier nebeneinander

Wer alle Unterschiede auf einmal sehen möchte, findet sie in unserem großen Vergleich. Vier Sommelier von Laguiole en Aubrac treffen dort auf vier von Claude Dozorme, darunter ein neuartiges Hebelsystem, und es werden gleich mehrere Flaschen damit geöffnet.

Großer Sommelier-Vergleich: vier Laguiole en Aubrac und vier Claude Dozorme

Ein Laguiole-Sommelier ist weit mehr als ein Flaschenöffner, so wie ein Mercedes mehr ist als ein Auto. Er ist ein Zeichen nach außen, dass man sich auskennt und dass eine gute Flasche eine besondere Behandlung verdient.

Genuss beginnt nämlich nicht erst dort, wo der Wein den Gaumen erreicht. Er beginnt viel früher: bei der Auswahl des Weins, beim Betrachten der Flasche, bei der Wahl der Gläser und beim Öffnen mit dem richtigen Werkzeug.

Einen echten Weinliebhaber erkennt man nicht daran, dass er am Glas schnuppert und die Farbe im Licht prüft. Man erkennt ihn daran, wie er seinen Sommelier hervorholt, ihn kurz betrachtet und diesen Anblick genießt. Wie er die Spirale langsam eindreht und dabei jede Windung spürt, wie fest der Kork sitzt. Wie er den Hebel an den Flaschenrand legt, ihn mit dem Zeigefinger hält und den Korken ruhig herauszieht. Und wie sich in dem Moment, in dem der Korken die Flasche verlässt, ein Lächeln auf sein Gesicht legt, das man nicht spielen kann.

Jetzt ist der Wein befreit, jetzt kann er atmen und seinen Duft entfalten. Jetzt erst sind Körper und Geist bereit, ihn aufzunehmen, zu verstehen und zu genießen. Alles andere ist Durst löschen.

Welcher Sommelier passt zu Ihnen?

Wenn Sie viel und routiniert öffnen, spielt der Hebel die größte Rolle, und der Doppelhebel von Claude Dozorme nimmt Ihnen spürbar Arbeit ab. Wenn der Sommelier auf dem gedeckten Tisch liegen soll, entscheidet der Griff, denn er veredelt die Tafel, noch bevor die erste Flasche geöffnet ist. Und wenn Sie verschenken möchten, ist die Silhouette der Schlüssel, denn an ihr erkennt der Beschenkte auf den ersten Blick, dass hier jemand mit Bedacht ausgewählt hat.

Alle Modelle finden Sie in unserer Kategorie Sommelier und Kellnermesser sowie unter Laguiole-Korkenzieher. Woher das Sommeliermesser überhaupt stammt und welche Schmieden es groß gemacht haben, erzählen wir in Die Geschichte des Laguiole Sommelier- und Kellnermessers. Und wenn Sie sich zuerst für eine Schmiede entscheiden möchten, hilft Ihnen Welche Laguiole-Schmiede ist die beste? weiter.

Alle Videos auf dieser Seite sind eigene Aufnahmen. Wir zeigen darin die Messer, die wir selbst in der Hand hatten, mit allen Stärken und allen Eigenheiten.

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