Lindenholz
Entdecken Sie in unserem original-laguiole.de Shop Laguiole- und Thiers-Taschenmesser mit einem Griff aus Lindenholz. Hell, warm und fein gemasert, ist die Linde nicht nur ein wunderbares Schnitzholz, sondern auch einer der bedeutungsvollsten Bäume der europäischen Kulturgeschichte - der Baum der Gemeinschaft, der Liebe und der Wahrheit.
Herkunft & Charakter
Die Linde ist über ganz Europa verbreitet und wurde als Dorfmittelpunkt über Jahrhunderte gepflegt. Ihr Holz ist hell, gleichmäßig und weich - seit der Spätgotik das bevorzugte Material der Bildschnitzer für Altäre und Heiligenfiguren. Weil es sich so leicht und sauber bearbeiten lässt, wird es bis heute für feinste Schnitzkunst und Spielzeug verwendet. Aus dem weichen Bast der Linde fertigte man in Mitteleuropa früher Seile, Matten und Kleidung.
Kurz-Fakten auf einen Blick
- Herkunft: heimische Wälder und Dorfplätze Europas
- Farbe: hell, cremig-warm mit feiner, gleichmäßiger Maserung
- Eigenschaften: weich, leicht und sauber zu bearbeiten, das klassische Schnitzholz
- Besonderheit: seit Jahrhunderten das Holz der Bildschnitzer
- Symbolik: Baum der Gemeinschaft, der Liebe, der Wahrheit und des Friedens
Der heilige Baum der Gemeinschaft
Kaum ein Baum ist in Mitteleuropa so verehrt wie die Linde. Bei den Germanen war sie der Liebesgöttin Freya geweiht und stand für weibliche, mütterliche Kraft. Als Dorflinde war sie das Herz der Gemeinschaft: Unter ihr wurde gefeiert, getanzt und geheiratet. Als Gerichtslinde tagte unter ihr das Gericht - man glaubte, unter der Linde könne keine Lüge bestehen, denn sie sei mit Weisheit und Wahrheit verbunden. Bis heute gilt sie als Sinnbild für Frieden, Fruchtbarkeit, Güte und Heimat.
Ein Laguiole mit Lindengriff trägt diese warmherzige Symbolik in sich - ein Baum, der seit jeher für Wahrheit, Zusammenhalt und Herzlichkeit steht.
Das Holz der großen Bildschnitzer
Wenn Sie in einer süddeutschen Kirche vor einem spätgotischen Flügelaltar stehen, blicken Sie mit hoher Wahrscheinlichkeit auf Lindenholz. Die spezifisch deutsche Kunstform der Bildschnitzerei war vor allem im Süden verbreitet - und zwar genau deshalb, weil dort die Linde als besonders geeignetes Material zur Verfügung stand.
Tilman Riemenschneider, der neben Veit Stoß als bedeutendster deutscher Bildhauer der Spätgotik gilt, arbeitete in seiner Würzburger Werkstatt bevorzugt mit Lindenholz und Sandstein. Von dort aus wurde ganz Franken mit Figuren und Altären versorgt.
Ein Detail aus der Werkstattpraxis ist bis heute der Grund, warum wir diese Werke überhaupt noch sehen können: Die Figuren wurden häufig ausgehöhlt. Das nahm dem Holz die Spannung und verhinderte Risse - deshalb haben viele dieser Altäre ein halbes Jahrtausend überstanden.
Dass ein so weiches, gleichmäßiges Holz für Messergriffe taugt, mag überraschen. Doch genau seine feine, ruhige Struktur macht den Reiz aus: Ein Lindengriff ist auffallend leicht, warm und schmeichelt der Hand.
Pflegehinweis
Gelegentlich mit einem Tropfen Pflegeöl einreiben. Wie alle handgefertigten Laguiole-Messer gehört auch dieses Modell niemals in die Spülmaschine.
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UNIKAT: Taschenmesser Laguiole en Aubrac, Edition MARLIN 07, Lindenholz, brosse, Plein
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AUSVERKAUFT: Taschenmesser Le Fidele, Edition EMMAS SEELE 09, Edition RIVIERE, brosse, Kunstharz + Lindenholz
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Taschenmesser Laguiole Goyon-Chazeau, Edition GARCIA 04, Lindenholz, Damast, double platines, Plein
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