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Mokume-Damast
Griffmaterial

Mokume-Damast

Mokume-Gane bedeutet wörtlich "Holzmaserungs-Metall" - eine japanische Schmiedekunst, die farbige Metalle so miteinander verbindet, dass sie aussehen wie gewachsenes Holz. Über zweihundert Jahre lang war sie ausschließlich den Samuraischwertern vorbehalten.

Herkunft & Charakter

Die Technik entstand im 17. Jahrhundert in Japan. Als ihr Urheber gilt Denbei Shoami (1651 bis 1728), geboren als Suzuki Shigeyoshi in der Provinz Dewa. Mit siebzehn Jahren ging er nach Edo, dem heutigen Tokio, um bei einem Meister der Shoami-Schule zu lernen; den Handwerksnamen Denbei erhielt er im Jahr 1676. Er übertrug das Prinzip der Stahllamination, das die Schwertschmiede seit Jahrhunderten beherrschten, auf Buntmetalle - eine erhebliche Herausforderung, weil diese sich völlig anders verhalten als Stahl.

Kurz-Fakten auf einen Blick

- Japanische Metallkunst des 17. Jahrhunderts
- Erfinder: Denbei Shoami (1651-1728)
- Ursprünglicher Name: "Guri Bori"
- Bedeutet wörtlich "Holzmaserungs-Metall"
- Bis zur Meiji-Zeit ausschließlich für Schwertbeschläge verwendet
- Jedes Stück ist ein Einzelstück

Ein Name aus der Lackkunst

Seine Erfindung nannte Denbei Shoami zunächst gar nicht Mokume-Gane, sondern "Guri Bori". Der Name spielte auf Guri an, eine Form geschnitzter Lackarbeit mit abwechselnd roten und schwarzen Schichten, der die frühen Stücke ähnelten. Erst später setzte sich die Bezeichnung Mokume-Gane durch - entlehnt aus der Schwertschmiedekunst, wo man mit "Mokume" jenes Maserungsmuster im Stahl bezeichnete, das an das Auge eines Baumwuchses erinnert.

Zweihundert Jahre nur für Schwerter

Mokume-Gane war kein Schmuckmaterial, sondern Statussymbol. Über Generationen hinweg wurde es ausschließlich für die Beschläge der Samuraischwerter verwendet: für die Tsuba, den Handschutz, für die Fuchi, die Zwinge am Griff, und für die Kashira, den Knauf. Die kunstvollen Muster zeigten Rang und Wohlstand ihres Trägers.

Erst als in der Meiji-Zeit das Schwerttragen abgeschafft wurde und die gesamte Schwertindustrie zusammenbrach, mussten die Meister umdenken - und begannen, rein dekorative Objekte zu schaffen. Auf diesem Umweg hat die Kunst überlebt. Im Westen wurde sie überhaupt erst in den 1970er Jahren bekannt.

Aus der Tradition der Schwertschmiede

Mokume-Gane wurzelt damit in derselben Kunst, mit der einst die legendären Samuraischwerter gefertigt wurden. Es steht sinnbildlich für die Verbindung von Kraft und Schönheit, von Metall und Natur - für Geduld, Meisterschaft und die Wertschätzung des Handwerks.

Ein Laguiole mit Mokume-Gane trägt dieses Erbe in sich - ein Griff, dessen Muster sich kein zweites Mal genau so ergibt, weil es beim Umformen und Abtragen jedes Mal neu aus der Tiefe des Materials auftaucht.

Pflegehinweis

Mit weichem, trockenem Tuch reinigen. Gelegentlich vorsichtig polieren, um den Glanz der verschiedenen Metalle zu erhalten. Vor Feuchtigkeit schützen und niemals in die Spülmaschine geben.

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Justin Jernoiu - Mr. Laguiole
Über den Autor

Dieser Artikel wurde von Justin Jernoiu (Mr. Laguiole) erstellt. Seit 1995 beschäftigt er sich mit original französischen Laguiole-Messern und betreibt die weltweit größte Spezialisierung auf handgefertigte Laguiole-Messer.

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