
Os (Rinderknochen)
Rinderknochen - traditionell schlicht "Os" genannt - ist eines der ältesten Griffmaterialien der Menschheit: schlicht, ehrlich und von warmer, elfenbeinfarbener Schönheit.
Herkunft & Charakter
Verwendet wird der harte, dichte Knochen vom Rind - heute das gebräuchlichste und nachhaltigste Knochenmaterial überhaupt, da es als Nebenprodukt anfällt. Vor der Verarbeitung wird der Knochen gekocht, getrocknet und entfettet, danach gesägt, geschliffen und auf Hochglanz poliert. Richtig verarbeitet ist er ausgesprochen widerstandsfähig und formstabil. Seine warmweisse bis elfenbeinfarbene Oberfläche trägt eine feine, natürliche Zeichnung, die jede Griffschale einzigartig macht.
Kurz-Fakten auf einen Blick
- Harter, dichter Rinderknochen
- Seit der Antike als Griffmaterial genutzt
- Warmweisse bis elfenbeinfarbene Optik
- Auf Hochglanz polierbar
- Jede Schale mit eigener Zeichnung
Ein Werkstoff seit Urzeiten
Kaum ein Material begleitet den Menschen so lange wie der Knochen. Seit Jahrtausenden schätzt man ihn wegen seiner Haltbarkeit und Schönheit - er verbindet Mensch, Tier und Handwerk auf ursprüngliche Weise. Ein Griff aus Rinderknochen steht damit für Bodenständigkeit, Tradition und die Wertschätzung des ganzen Tieres.
So wird jedes Laguiole mit Knochengriff zu einem ehrlichen, warmen Begleiter, der mit den Jahren nur schöner wird.
Ein Verbundwerkstoff der Natur
Knochen wirkt schlicht, ist aber einer der raffiniertesten Werkstoffe, die die Natur hervorgebracht hat. Er besteht aus zwei Bestandteilen, die für sich genommen ungeeignet wären: einem mineralischen Anteil, der ihn hart und steif macht, und Kollagenfasern, die zäh und elastisch sind und verhindern, dass er wie Kreide zersplittert.
Erst die Kombination beider ergibt das, was Ingenieure heute einen Verbundwerkstoff nennen - dasselbe Prinzip, nach dem auch Carbon oder Micarta funktionieren. Die Natur hat es einige Millionen Jahre früher entdeckt. Deshalb ist ein gut gearbeiteter Knochengriff so erstaunlich standfest: Er ist hart genug, um Hochglanz anzunehmen, und zäh genug, um Stöße wegzustecken.
Das Handwerk der Beinarbeiter
Knochen war über Jahrhunderte kein Abfall, sondern ein geschätzter Rohstoff mit eigenem Berufsstand. Die Beinarbeiter waren gemeinsam mit den Horn- und Kammmachern zünftig organisiert; ein Handbuch aus Weimar beschrieb 1841 ihr Gewerbe im Detail.
Sie fertigten daraus Kämme, Knöpfe, Griffe, Spielsteine und Werkzeuge - alles, wofür man später Kunststoff verwendete. Knochen war, wenn man so will, der Kunststoff der Vormoderne: verfügbar, formbar, langlebig und schön. Vor der Verarbeitung wird er ausgekocht, entfettet und getrocknet, dann gesägt, geschliffen und poliert.
Ein Griff aus Rinderknochen steht damit für etwas, das heute wieder aktuell ist: das ganze Tier zu nutzen und nichts wegzuwerfen, was noch Wert hat.
Pflegehinweis
Knochen nimmt Feuchtigkeit auf - daher trocken halten und nach Gebrauch gut abtrocknen. Gelegentlich mit etwas Pflegeöl behandeln. Wie alle Laguiole-Messer niemals in die Spülmaschine geben.
32 👍
-5% Wartebonus
Laguiole en Aubrac 6-teilig Steakmesser Set brillant Horn DIVERS
14 👍
-5% Wartebonus
Taschenmesser Laguiole Claude Dozorme, Bijou, Damast, Mammut-Knochen, chocolat, guillochierte Biene
64 👍
-5% Wartebonus
Taschenmesser Laguiole en Aubrac, DAMIER Le JOU 04, brillant, Knochen / Ebenholz, guillochierte Biene
76 👍
-5% Wartebonus
Taschenmesser Laguiole en Aubrac, brillant, Jakobusmuschel, Knochen, DREOS Griff, guillochierte Biene
17 👍
-5% Wartebonus
Taschenmesser Laguiole en Aubrac, double platines, brillant, Mammut-Knochen
84 👍
-5% Wartebonus
Taschenmesser Laguiole "Le Fidèle" CISELE, Knochen, guillochierte Biene, brosse
127 👍
-5% Wartebonus
Le Fidele Laguiole Taschenmesser Vendetta, Knochen, brosse
Einige unserer Bewertungen bei Trustpilot:
