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Kunstharz
Griffmaterial

Kunstharz

Kunstharz eröffnet grenzenlose Farbwelten: leuchtend, transluzent und in jeder denkbaren Musterung.

Herkunft & Charakter

Moderne Giessharze lassen sich einfärben, in Schichten aufbauen und mit Einschlüssen versehen. So entstehen Griffe von tiefem Blau bis Feuerrot, marmoriert, transluzent oder kristallklar. Das Material ist wasserfest, UV-stabil, formstabil und bruchfest - und lässt sich auf einen tiefen Glanz polieren. Kaum ein anderes Griffmaterial erlaubt eine derart individuelle Gestaltung.

Kurz-Fakten auf einen Blick

- Modernes Giessharz, frei gestaltbar
- Unbegrenzte Farb- und Mustervielfalt
- Wasserfest und UV-stabil
- Formstabil und bruchfest
- Perfekt polierbar

Freiheit für die Fantasie

Kunstharz steht für kreative Freiheit: Wo Naturmaterialien ihre feste Zeichnung mitbringen, ist hier fast alles möglich. Genau darin liegt sein Reiz - jeder Griff kann einzigartig und ganz nach Wunsch gestaltet werden.

Ein Laguiole mit Kunstharzgriff ist damit so individuell wie sein Besitzer - farbstark, modern und unverwechselbar.

Der Stoff, der ein ganzes Zeitalter begann

Kunstharz klingt nach etwas Beliebigem - dabei steht am Anfang dieser Stoffgruppe eine der folgenreichsten Erfindungen der Neuzeit. Der belgische Chemiker Leo Hendrik Baekeland entdeckte 1905 bei Versuchen mit Phenol und Formaldehyd, dass sich diese beiden Stoffe zu langen Molekülketten verbinden. 1907 stellte er daraus Bakelit her - den ersten vollsynthetischen Kunststoff der Welt.

Zuvor hatte man Kunststoffe stets aus Naturstoffen abgeleitet, etwa Celluloid aus Zellulose. Bakelit war das erste Material, das der Mensch vollständig selbst zusammensetzte. Baekeland gilt seither als "Vater der Kunststoffindustrie".

Die Folgen waren gewaltig: Erstmals ließen sich Alltagsgegenstände in nahezu unbegrenzter Formenvielfalt günstig in Serie fertigen - Telefone, Radios, Dosen, Schalter. Das 20. Jahrhundert sah anders aus als das 19., und dieses Harz hatte daran erheblichen Anteil.

Warum Harz für Messergriffe so viel kann

Moderne Gießharze sind die Enkel dieser Entdeckung - nur weit vielseitiger. Sie lassen sich einfärben, schichten, mit Einschlüssen versehen und aushärten zu einem Werkstoff, der weder quillt noch schwindet, kein Wasser aufnimmt und unter UV-Licht stabil bleibt.

Das ist der eigentliche Unterschied zu Naturmaterialien: Holz arbeitet, Horn reagiert auf Feuchtigkeit, Knochen nimmt Wasser auf. Ein Harzgriff tut nichts davon. Er bleibt exakt so, wie er den Betrieb verlassen hat - und erlaubt dabei Farben und Muster, die in der Natur schlicht nicht vorkommen.

Pflegehinweis

Pflegeleicht: feucht abwischen, fertig. Wie alle handgefertigten Laguiole-Messer gehört auch dieses Modell niemals in die Spülmaschine.

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Einige unserer Bewertungen bei Trustpilot:

Justin Jernoiu - Mr. Laguiole
Über den Autor

Dieser Artikel wurde von Justin Jernoiu (Mr. Laguiole) erstellt. Seit 2004 beschäftigt er sich mit original französischen Laguiole-Messern und betreibt die weltweit größte Spezialisierung auf handgefertigte Laguiole-Messer.

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