
Messer schon immer eine Faszination auf mich ausgeübt
Ich habe auch oft bildliche Vorstellungen und Lösungen vor meinem inneren Auge.
Charmaine K.
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Ein Roman, eine Rose und ein Messer
Es gibt Wege, auf denen Menschen zu Laguiole kommen. Der klassische ist: Man sieht eines, man will es, man kauft es. Der zweite: Ein Freund, ein Vater, ein Großvater legt einem eines in die Hand.
Und dann gibt es Charmaines Weg. Und der ist der schönste, den ich je gehört habe.
Eine Romanheldin befreit sich mit einem Laguiole. Die Rose statt der Biene. Charmaine liest das, stutzt – und fragt sich: Gibt es das wirklich? Oder hat sich da jemand etwas ausgedacht?
Diese Frage ist der Anfang von allem. Nicht Kaufwunsch, nicht Sammlerdrang, sondern schlichte Neugier. Der Wunsch zu wissen, ob eine Sache echt ist. Und dann gibt sie diesen seltsamen Namen ins Netz ein – Laguiole – und landet bei mir.
Drei Tage auf meiner Seite, schauend, staunend, wundernd. Ich weiß nicht, ob ihr euch vorstellen könnt, was so ein Satz für jemanden bedeutet, der seit Jahren Texte schreibt, Bilder sortiert, Videos schneidet und nie sicher weiß, ob das jemand wirklich liest. Doch, jemand liest es. Und taucht ein.
Zum Namen.
Charmaine hat da etwas ausgesprochen, worüber ich selbst selten rede. Warum „Mister"? Weil ein Herr Haltung hat. Weil er etwas kann und etwas weiß, und weil er sich für eine Sache entschieden hat, statt überall ein bisschen mitzureden. Der Name war ein Versprechen an mich selbst: *Eine* Sache. Richtig. Dass jemand das von außen genau so liest – das trifft mich mehr, als ich zugeben möchte.
Der Weg vom Opinel zum Laguiole.
Mit 24 in Ungarn, ein mittelgroßes Opinel. Dann Jahre Stille. Dann die Billigmesser vom Baumarkt. Und dann irgendwann der Moment, in dem man merkt: Es geht nicht darum, *ein* Messer zu haben. Es geht darum, ein gutes zu haben. Eines, bei dem jemand nachgedacht hat. Eines, das ein Handwerker gemacht hat und keine Maschine allein.
Diesen Weg gehen fast alle von uns. Nur erzählt ihn kaum jemand so ehrlich.
Und die Liebe zum Schneiden selbst?
Ja. Genau das. Das Schneiden als Tat. Als saubere, klare, entschiedene Bewegung. Es gibt wenige Handlungen, die so unmittelbar sind. Eine gute Klinge macht daraus etwas fast Meditatives – und eine schlechte macht daraus Arbeit. Wer den Unterschied einmal gespürt hat, geht nicht mehr zurück.
Zeichnen, Brennen, Dichten – und dann Messer. Das passt zusammen. Es geht immer um dasselbe: Material, Hand, Aufmerksamkeit, Ergebnis. Dass du mitgestalten willst, freut mich sehr. Melde dich, wenn eine dieser inneren Vorstellungen konkret wird.
Danke, Charmaine. Für diese Geschichte, für die drei Tage und dafür, dass du der Rose nachgegangen bist.
Mr. Laguiole 🐝
Mitreden können angemeldete Kunden.

