
Rosenholz
Rosenholz verdankt seinen Namen einem kleinen Wunder - frisch geschnitten verströmt es einen zarten, an Rosen erinnernden Duft.
Herkunft & Charakter
Rosenholz gehört zu den edlen Palisanderhölzern der Gattung Dalbergia, die vor allem in Indien und Brasilien wachsen. Sein Kernholz ist von braunvioletter bis braunrötlicher Färbung und wird von dunkleren Streifen durchzogen. Das Holz ist sehr hart, zäh und dauerhaft, mit einer hohen Dichte von rund 830 bis 900 Kilogramm pro Kubikmeter. Diese Eigenschaften und seine warme, tiefe Optik machen es zu einem begehrten Griffmaterial.
Kurz-Fakten auf einen Blick
- Edles Palisanderholz der Gattung Dalbergia
- Sehr hart, zäh und dauerhaft
- Braunrote Färbung mit dunkler Maserung
- Feiner, rosenähnlicher Duft im Schnitt
- Edle, warme Optik
Heiliges Holz mit langer Tradition
Die Bezeichnung geht vermutlich auf den spanischen Ausdruck "palo santo" zurück, also "heiliges Holz". Seit Jahrhunderten wird Rosenholz für feinste Handwerkskunst und den Instrumentenbau verwendet und gilt als eines der edelsten Hölzer überhaupt. Es steht sinnbildlich für Wärme, Eleganz und Beständigkeit.
Ein Laguiole mit Rosenholzgriff ist damit ein Stück edle Handwerkstradition - schön anzusehen, angenehm in der Hand und mit einem Charakter, der mit den Jahren nur gewinnt.
Seit 2017 unter strengem Schutz
Rosenholz gehört zur Gattung Dalbergia - und für diese Gattung gilt seit dem 2. Januar 2017 eine der weitreichendsten Schutzregelungen, die es für Holz überhaupt gibt: Die gesamte Gattung ist im Washingtoner Artenschutzübereinkommen in Anhang II gelistet. Der besonders begehrte Rio-Palisander (Dalbergia nigra) steht sogar im strengeren Anhang I.
Der Grund ist die jahrzehntelange Übernutzung: Kaum ein Holz war weltweit so gefragt, und kaum eines wächst so langsam nach. Handel ist heute nicht verboten, aber an lückenlose Herkunftsnachweise gebunden.
Was das für einen Messergriff bedeutet, ist schnell gesagt: Er stammt aus dokumentierten Beständen, und die Mengen, die überhaupt noch verarbeitet werden, sind klein. Rosenholz ist damit endgültig das geworden, wofür es immer stand - ein Material für besondere Stücke, nicht für den Alltag.
Woher der Duft kommt
Der zarte Rosenduft, dem das Holz seinen Namen verdankt, stammt aus ätherischen Ölen im Kernholz. Am stärksten ist er unmittelbar nach dem Schnitt; mit den Jahren wird er leiser, verschwindet aber nie ganz. Reibt man einen alten Griff etwas warm, kommt er zurück.
Diese Öle sind zugleich der Grund für die außergewöhnliche Dauerhaftigkeit des Holzes: Sie schützen es von innen heraus gegen Pilze und Insekten. Schönheit und Haltbarkeit haben hier also dieselbe Ursache.
Pflegehinweis
Mit leicht feuchtem Tuch reinigen und trocknen. Gelegentlich mit etwas Holzöl pflegen, um Farbe und Glanz zu erhalten. Wie alle Laguiole-Messer niemals in die Spülmaschine geben.
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