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Thuya-Wurzelholz
Griffmaterial

Thuya-Wurzelholz

Entdecken Sie in unserem original-laguiole.de Shop Laguiole- und Thiers-Taschenmesser mit einem Griff aus Thuya-Wurzelholz - der seltenen, intensiv gemaserten Maserknolle des Sandarakbaums aus den Atlasgebirgen Marokkos. Rotbraun bis goldbraun schimmernd, dicht von Wirbeln und Augen durchzogen und von feinem, harzig-zitronigem Duft, gehört Thuya zu den kostbarsten Griffhölzern überhaupt.

Herkunft & Charakter

Thuya-Burls werden ausschließlich in den Atlasgebirgen Algeriens und Marokkos gefunden - nirgendwo sonst auf der Erde. Verarbeitet wird die unterirdische Maserknolle (Burl) des Baumes, deren wild verwirbelte Struktur die begehrten „Augen" und Maserfelder bildet. Das Holz ist relativ fest und dicht, mit hohem Gehalt an ätherischen Ölen, die ihm seinen charakteristischen aromatischen Duft in Richtung Zitrone verleihen. Die Farbe reicht von Goldbraun bis nahezu Schwarz.

Kurz-Fakten auf einen Blick

- Herkunft: Atlasgebirge Marokkos und Algeriens - weltweit einzigartig
- Material: Maserknolle (Burl) des Sandarakbaums (Tetraclinis articulata)
- Farbe: Goldbraun bis Rotbraun bis fast Schwarz, mit dichten „Augen"
- Besonderheit: intensiver, zitronig-harziger Duft durch ätherische Öle
- Geschichte: schon bei Griechen und Römern ein hochbegehrtes Luxusholz

Ein Luxusholz der Antike

Thuya blickt auf eine ehrwürdige Geschichte zurück: In der Antike zählte es zu den kostbarsten Hölzern überhaupt. Die Griechen nannten es thuya - ein Wort, das mit „Opfer" verbunden ist, denn aus dem Holz gewonnenes Öl diente als Weihrauch bei religiösen Zeremonien. Die Römer kannten es als „Citrusholz" (Citronholz), und mächtige Männer der Antike wetteiferten darum, einen Tisch aus Thuya-Maser zu besitzen. Bis heute wird das Holz im marokkanischen Essaouira in traditioneller Handwerkskunst verarbeitet - ein Material mit dem Duft und dem Glanz vergangener Kulturen.

Ein Laguiole mit Thuya-Griff ist ein Stück antiker Kostbarkeit - ein Holz, dessen Maserung und Duft schon Könige und Kaiser in ihren Bann zogen.

Der "Tischwahnsinn" der Römer

Wie sehr dieses Holz die Antike in seinen Bann zog, lässt sich an einer einzigen Möbelgattung ablesen: der mensa citrea, dem Zitrusholztisch. Gefertigt wurde er aus der Maserknolle genau jenes Sandarakbaums aus dem Atlasgebirge, und er galt als das teuerste Holz, das man kaufen konnte.

Die überlieferten Preise klingen unwirklich. Cicero soll einen Tisch aus diesem Holz besessen haben, der rund eine halbe Million Sesterzen wert war. Plinius berichtet von Tischen für über eine Million. Von Seneca heißt es, er habe gleich fünfhundert davon besessen.

Plinius fand für dieses Treiben ein Wort, das bis heute Bestand hat: mensarum insania - der Tischwahnsinn. Die Tischplatten ruhten meist auf Füßen aus Elfenbein. Erhalten geblieben ist kein einziger dieser Tische.

Der Grund für diese Preise war derselbe, aus dem Thuya heute so kostbar ist: Der Baum wächst außerordentlich langsam, und nur die verwirbelte Maserknolle liefert jene Augen und Wirbel, die das Holz so unverwechselbar machen.

Wer heute ein Laguiole mit Thuya-Griff in die Hand nimmt, hält damit dasselbe Material, um das im alten Rom Vermögen ausgegeben wurden - und riecht denselben zitronig-harzigen Duft, der schon Cicero betört hat.

Pflegehinweis

Feucht abwischen; bei Bedarf hauchdünn ölen, um Glanz und Maserung zu betonen. Wie alle handgefertigten Laguiole-Messer gehört auch dieses Modell niemals in die Spülmaschine.

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Justin Jernoiu - Mr. Laguiole
Über den Autor

Dieser Artikel wurde von Justin Jernoiu (Mr. Laguiole) erstellt. Seit 1995 beschäftigt er sich mit original französischen Laguiole-Messern und betreibt die weltweit größte Spezialisierung auf handgefertigte Laguiole-Messer.

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