Echtheitszertifikat bei jedem Messer
Persönliche Beratung Tel. +49-202-43046416
Über 2.500 Produkte - 16 Schmieden
Trustpilot: 4,8 / 5,0
Gravur auf einem Laguiole-Messer
Laguiole-Wissen

Gravur auf dem Laguiole

Wo sich gravieren lässt

Ein Laguiole hat vier Stellen, an denen ein Text stehen kann - und sie unterscheiden sich stärker, als es zunächst aussieht.

Die Klinge. Die größte Fläche und die sichtbarste. Eine Gravur steht hier für immer im Blickfeld, auch beim Benutzen. Wer das Messer wirklich verwenden will, sollte bedenken: Was auf der Klinge steht, ist beim Essen für alle am Tisch zu lesen.

Das Ressort, also der Rücken. Dezenter, nur sichtbar, wenn man das Messer in die Hand nimmt und dreht. Der Platz ist schmal, es passen wenige Zeichen - ein Name, ein Datum.

Die Backen an den Griffenden. Sehr klein, dafür besonders fein. Hier stehen meist Initialen.

Der Griff selbst. Möglich bei Horn, Holz und einigen anderen Materialien - und immer eine Frage des einzelnen Stücks. In eine stark gemaserte Wurzel lässt sich nicht so gravieren wie in glattes Horn, und bei Perlmutt oder Stein verbietet es sich von selbst.

Eine Edition Plein, bei der der Griff ohne Metallbacken durchläuft, bietet weniger Stellen als ein Messer mit Mitres. Was diese Begriffe bedeuten, steht im Laguiole-Einmaleins.

Die Verfahren

Lasergravur ist das heute übliche Verfahren auf Metall. Der Strahl verändert die Oberfläche, der Text wird gestochen scharf und bleibt dauerhaft. Auf polierten Klingen zeichnet er sich hell ab, auf satinierten etwas zurückhaltender.

Handgravur mit dem Stichel ist die alte Kunst - aufwendig, unverwechselbar und jedem Stück eigen. Sie ist etwas für besondere Anlässe und braucht Zeit.

Welches Verfahren bei Ihrem Wunsch in Frage kommt, hängt am Material und an der Stelle. Auf Horn und Holz verhält sich ein Laser anders als auf Stahl, und nicht jedes Material verträgt jede Methode.

Wie viel Text passt

Die ehrliche Antwort: weniger, als die meisten zunächst planen. Ein Messer ist kein Pokal.

Auf der Klinge eines Taschenmessers üblicher Größe stehen ein Name und ein Datum gut lesbar nebeneinander. Zwei Zeilen gehen, wenn die Schrift klein sein darf. Auf Ressort und Backen bleibt es bei wenigen Zeichen.

Unsere Erfahrung: Kurz wirkt besser. Ein Vorname und ein Jahr altern schöner als ein ganzer Satz - und sie machen das Messer nicht zum Werbeträger eines Anlasses, der zwanzig Jahre später vielleicht niemanden mehr interessiert.

Der Weg zu Ihrer Gravur

Gravuren entstehen bei uns im Rahmen einer Sonderanfertigung, gemeinsam mit der Schmiede, die das Messer gebaut hat. Das hat einen Grund: Wer eine Klinge graviert, greift in ein fertiges Stück Handwerk ein. Das soll derjenige tun, der weiß, wie dieses Messer gebaut ist.

Der Ablauf ist einfach: Sie schreiben uns, welches Messer Sie möchten und was darauf stehen soll. Wir klären mit der Schmiede, was an dieser Stelle und auf diesem Material möglich ist, und melden uns mit einem Vorschlag zurück. Erst wenn Sie den Text freigegeben haben, wird graviert.

Zur Zeit: Eine Gravur verlängert die Lieferung spürbar - rechnen Sie in Wochen, nicht in Tagen. Wer ein Geschenk zu einem festen Termin braucht, fragt besser früh.

Was eine Gravur mit sich bringt

Sie ist endgültig. Ein gravierter Text lässt sich nicht rückgängig machen. Beim Polieren würde die Klingengeometrie leiden, und das ist es nicht wert.

Sie betrifft die Rückgabe. Ein nach Ihren Angaben angefertigtes Stück ist von der Rückgabe ausgenommen. Was genau gilt, steht in unserer Widerrufsbelehrung - bitte lesen Sie den Punkt, bevor Sie bestellen.

Sie wirkt auf den Wert. Für Sie macht die Gravur das Messer einzigartig. Für einen späteren Käufer ist sie ein fremder Name. Wer ein Messer als Sammlerstück kauft, sollte das bedenken; wer es verschenkt, gerade nicht - dort ist genau das der Punkt.

Und noch ein alter Brauch, den viele Kunden erwähnen: Ein Messer verschenkt man, indem der Beschenkte eine Münze dafür gibt. So ist es ein Kauf und kein Geschenk - und die Freundschaft, sagt die Überlieferung, wird nicht zerschnitten.

Unser Shop entstand aus der Leidenschaft zu diesen wunderschönen Laguiole-Messern. Wir stehen im engen, freundschaftlichen Kontakt mit nahezu allen bekannten Schmieden und arbeiten gemeinsam an der Erhaltung dieser Tradition.

Zurück zum Laguiole-Wissen
Justin Jernoiu - Mr. Laguiole
Über den Autor

Dieser Artikel wurde von Justin Jernoiu (Mr. Laguiole) erstellt. Seit 2004 beschäftigt er sich mit original französischen Laguiole-Messern und betreibt die weltweit größte Spezialisierung auf handgefertigte Laguiole-Messer.

Mehr über Justin Jernoiu (Mr. Laguiole) ›