
Reparatur und Service
Erst einmal: Was Sie selbst beheben können
Die meisten Messer, die uns erreichen, sind nicht kaputt - sie sind ungepflegt. Drei Dinge lohnen den Versuch, bevor Sie etwas einschicken:
Das Messer geht schwer. Fast immer sitzt Staub oder Feuchtigkeit im Gelenk. Ausblasen, trocknen, ein Tropfen säurefreies Öl, zwanzig- bis dreißigmal öffnen und schließen. In vielen Fällen ist es danach wie neu.
Die Klinge schneidet nicht mehr. Ein feiner Stein oder ein Lederriemen genügt. Wichtiger als das Werkzeug ist der gleichbleibende Winkel.
Der Griff sieht stumpf aus. Das ist kein Schaden, sondern eine Bitte um Balsam. Alles dazu steht auf Laguiole-Messer richtig pflegen.
Was sich reparieren lässt
Bleibt es dabei, hilft die Werkstatt. Diese Arbeiten sind üblich und werden in Frankreich sauber ausgeführt:
Nachschleifen der Klinge. Wenn zu Hause einmal etwas schiefgegangen ist - ein schiefer Winkel, eine Scharte -, bekommt die Schmiede die Geometrie zurück. Das kann niemand so gut wie das Haus, das die Klinge gemacht hat.
Spiel im Gelenk. Wackelt die geöffnete Klinge seitlich, lässt sich die Achsniete oft nachsetzen.
Ressort ohne Spannung. Schließt das Messer kraftlos oder steht die Klinge nicht mehr sicher, ist das eine Sache für die Werkstatt.
Lose oder gerissene Griffschale. Je nach Material und Bauart lässt sich eine Schale neu setzen oder ersetzen. Bei gewachsenen Materialien wie Horn wird die neue Schale nie exakt wie die alte aussehen - das ist keine schlechte Arbeit, sondern die Natur des Materials.
Verzogene oder gelöste Backen. Ebenfalls eine Sache für die Schmiede, nicht für die Zange.
Was sich nicht reparieren lässt
Es gehört zur Ehrlichkeit, auch das zu sagen:
Eine gebrochene Klinge wird nicht geflickt. Sie kann getauscht werden, sofern das Modell noch gebaut wird - aus einem alten Messer wird dadurch allerdings ein halb neues.
Tiefe Risse im Holz durch Austrocknen oder Spülmaschine lassen sich nicht schließen. Hier hilft nur eine neue Schale.
Rostnarben sitzen im Material. Oberflächlicher Flugrost geht weg, eine Narbe bleibt.
Und ein Messer aus unbekannter Fertigung hat keine Werkstatt, an die es zurückkehren könnte. Das ist der stillste Nachteil billiger Ware: Es gibt niemanden, der dafür einsteht. Warum das so ist, steht auf Laguiole vom Discounter.
So läuft es ab
Erstens: schreiben Sie uns, bevor Sie etwas schicken. Am besten mit zwei, drei Fotos - vom ganzen Messer, von der Stelle und von der Schmiedemarke. Oft sehen wir daran schon, ob es ein Fall für die Werkstatt ist oder für einen Tropfen Öl.
Zweitens: Wir klären mit der Schmiede. Wir stehen mit nahezu allen Häusern in Verbindung und fragen dort nach, was sich machen lässt. Diesen Weg gehen wir für Sie - direkt an eine französische Werkstatt zu schreiben, führt selten weiter.
Drittens: Sie entscheiden. Erst wenn Sie wissen, was gemacht wird, geht das Messer auf die Reise.
Zur Dauer: Ein Messer, das nach Frankreich und zurück muss, ist mehrere Wochen unterwegs. Werkstätten arbeiten in der Reihenfolge des Eingangs, und eine gute Reparatur wartet manchmal auf das richtige Material.
Ist das Messer noch jung und der Mangel von Anfang an da gewesen, ist es ohnehin ein Fall für die Gewährleistung - dann gilt, was in unseren Rechtstexten steht, und nicht diese Seite.
Was Sie nicht tun sollten
Nicht zerlegen. Ein Laguiole ist vernietet, nicht verschraubt. Wer es auseinandernimmt, macht es endgültig kaputt.
Keine Zange, keine Gewalt. Wenn ein Messer sich nicht öffnen lässt, ist die Lösung nie mehr Kraft.
Kein Kriechöl aus der Sprühdose. Es löst im ersten Moment etwas und zieht danach ins Holz oder Horn, verharzt und hinterlässt Ränder, die bleiben.
Und nichts selbst kleben. Klebstoff an einer losen Griffschale macht die spätere Reparatur schwerer oder unmöglich - die Werkstatt muss ihn erst wieder herausbekommen.
Wenn Sie unsicher sind: lieber eine Mail zu viel als ein Versuch zu viel. Schreiben Sie uns, wir sehen es uns an.
Unser Shop entstand aus der Leidenschaft zu diesen wunderschönen Laguiole-Messern. Wir stehen im engen, freundschaftlichen Kontakt mit nahezu allen bekannten Schmieden und arbeiten gemeinsam an der Erhaltung dieser Tradition.
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