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Rebstockholz
Griffmaterial

Rebstockholz

Entdecken Sie in unserem original-laguiole.de Shop Laguiole- und Thiers-Taschenmesser mit einem Griff aus Rebstockholz - dem verholzten Trieb der Weinrebe, einer der ältesten Kulturpflanzen der Menschheit. Geschwungen, teils verdreht gewachsen, mit einer ganz eigenen Maserung und warmen dunkelbraunen Tönen, trägt jeder dieser Griffe die Geschichte des Weins in sich.

Herkunft & Charakter

Der Rebstock ist die kultivierte Wuchsform der Weinrebe und begleitet die Menschheit seit Jahrtausenden. Seine verholzten Ranken wachsen nie gerade, sondern in charaktervollen Windungen - das ergibt eine verästelte, verdrehte Maserung, die rustikal und elegant zugleich wirkt. Rebholz ist dicht und lässt sich hervorragend drechseln und polieren; gehobelte Flächen werden erstklassig glatt. Die Bearbeitung erfordert Kraft und Erfahrung - jeder Griff ist ein kleines Kunststück.

Kurz-Fakten auf einen Blick

- Herkunft: der Weinberg - verholzter Trieb der Weinrebe (Vitis vinifera)
- Farbe: warme dunkelbraune Töne mit lebendiger, verdrehter Maserung
- Eigenschaften: dicht, hervorragend polierbar, jeder Griff ein Unikat
- Besonderheit: gewachsene Windungen - kein Stück gleicht dem anderen
- Symbolik: Zeichen für Lebenskraft, Freundschaft und Zusammenhalt

Das Holz des Weins

Kaum eine Pflanze ist kulturell so aufgeladen wie die Weinrebe. In vielen Kulturen gilt sie als Symbol für Zähigkeit, Vitalität und Lebenskraft - und weil ihre Ranken eng miteinander verbunden nur gemeinsam stark sind, auch für Freundschaft und Zusammenhalt. Im Christentum steht der Wein als Sinnbild für das Leben selbst; „Brot und Wein" und der Rebstock gehören zu den ältesten Bildern des Glaubens. Ein Griff aus Rebholz verbindet das Messer mit dieser jahrtausendealten Tradition von Genuss, Geselligkeit und Bodenständigkeit.

Ein Laguiole mit Rebstockgriff ist ein Stück Weinberg in der Hand - warm, gewachsen und voller Geschichten von Sonne, Erde und Geselligkeit.

Als eine Laus fast den europäischen Wein auslöschte

Jeder Rebstock, der heute in Europa steht, trägt eine dramatische Geschichte in sich. Anfang der 1860er Jahre gelangte mit importierten amerikanischen Reben ein winziges Insekt nach Europa: die Reblaus (Dactylosphaera vitifoliae). Sie befällt die Wurzeln, zerstört deren Leitgewebe, und die Rebe verdurstet buchstäblich am eigenen Stock.

Ab etwa 1865 wütete sie in Frankreich, ab 1874 in Deutschland. Bis 1900 hatte sie rund drei Viertel der europäischen Rebflächen vernichtet - allein in Frankreich 2,5 Millionen Hektar. Es war die größte Katastrophe, die der Weinbau je erlebt hat.

Die Rettung kam von dort, wo das Unheil herkam

Alle Bekämpfungsversuche scheiterten. Die Lösung lag am Ende in einer Ironie: Ausgerechnet die amerikanischen Reben, die den Schädling eingeschleppt hatten, waren gegen ihn weitgehend widerstandsfähig.

Man begann deshalb zu pfropfen - europäische Edelreben wurden auf amerikanische Wurzelunterlagen gesetzt. Oben die vertraute Rebsorte, unten die resistente Wurzel. Dieses Verfahren rettete den europäischen Weinbau, und es ist bis heute Standard: Nahezu jede Rebe in Europa steht auf amerikanischen Wurzeln.

Ein Griff aus Rebholz stammt damit von einer Pflanze, die es ohne eine der größten Rettungsaktionen der Agrargeschichte gar nicht mehr gäbe - Zähigkeit ist bei diesem Material also nicht nur Symbolik, sondern gelebte Geschichte.

Pflegehinweis

Gelegentlich mit einem Tropfen Pflegeöl einreiben, damit die Maserung lebendig bleibt. Wie alle handgefertigten Laguiole-Messer gehört auch dieses Modell niemals in die Spülmaschine.

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Einige unserer Bewertungen bei Trustpilot:

Justin Jernoiu - Mr. Laguiole
Über den Autor

Dieser Artikel wurde von Justin Jernoiu (Mr. Laguiole) erstellt. Seit 1995 beschäftigt er sich mit original französischen Laguiole-Messern und betreibt die weltweit größte Spezialisierung auf handgefertigte Laguiole-Messer.

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