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7 Jagdmesser Claude Dozorme, Edition MORLOS, Damastklinge

14.12.2025 38:18 Minuten 476 Aufrufe Claude Dozorme

Worum es geht

Die Geschichte der klappbaren Jagdmesser beginnt nicht in einem Jagdrevier, nicht in einer schmiedenden Werkstatt – sondern in der Antike.

Schon die Römer kannten einfache Klappmesser. Sie waren aus Bronze oder Eisen, klein, praktisch – aber noch weit entfernt von dem, was wir heute ein Jagdmesser nennen würden. Für die harte Jagdpraxis waren sie schlicht nicht robust genug.

Über viele Jahrhunderte blieb die Jagd fest in der Hand des Adels. Und damit setzte man auf große, feste Klingen: Saufänger, Jagddolche, Skinner. Klappmesser? Zu unsicher. Zu schwach. Noch nicht bereit für den Wald.

Erst im 17. und 18. Jahrhundert tauchen die ersten eleganten Klappmesser auf – Gentleman’s Knives, dekorativ, fein gearbeitet. Aber noch immer: keine echten Jagdwerkzeuge.

Mit besseren Stählen und kräftigen Rückfedern wurden Klappmesser endlich stabil genug, um im Jagdalltag zu bestehen. In Deutschland, Österreich und Frankreich entstanden nun die ersten echten Jagd-Slipjoints: robust, zweckmäßig, mit Hauptklinge, Aufbrechklinge oder kleiner Säge. Hirschhorn–Griffe wurden typisch, und die Messer wurden schnell zum treuen Begleiter von Förstern und Jägern.

Um 1880 beginnt dann die Ära der klassischen Jagdtaschenmesser. In Solingen entstehen Messer mit mehreren Werkzeugen – und in Frankreich entwickeln Schmiede klappbare Modelle im Laguiole-Stil, oft mit langen schlanken Klingen, Ahlen oder Sägen. Zum ersten Mal werden Klappmesser wirklich jagdtauglich.

Doch der größte Schritt in Richtung Moderne kommt im 20. Jahrhundert.

Mit neuen Verriegelungssystemen – dem Backlock, dem Liner Lock und später dem Frame Lock – werden Jagdklappmesser stark, sicher und zuverlässig. Marken wie Buck, Puma, Böker oder Case prägen ganze Generationen von Jägern. Und auch in Frankreich entstehen immer edlere Jagdmodelle im traditionellen Laguiole-Design.

Die eine ist traditionell – mit Hirschhorn, Holz und handgeschmiedeten Klingen. Die andere ist modern – mit Hochleistungsstählen, Titan und einhändigen Öffnungsmechanismen. Doch ganz gleich, welchen Stil man bevorzugt:

Das klappbare Jagdmesser ist mehr als ein Werkzeug. Es ist ein Stück Geschichte – eine Verbindung von Handwerk, Natur und Jagdtradition.

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Was wann im Video passiert

  1. 00:00 Begrüßung
  2. 03:26 DiaShow
  3. 06:26 Allgemeines
  4. 10:48 Jagdmesser MORLOS 30
  5. 14:38 Jagdmesser MORLOS 29
  6. 18:30 Jagdmesser MORLOS 28
  7. 21:11 Jagdmesser MORLOS 27
  8. 25:49 Jagdmesser MORLOS 31
  9. 29:06 Jagdmesser MORLOS 26a
  10. 30:58 Jagdmesser MORLOS 32

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Justin Jernoiu - Mr. Laguiole
Über den Autor

Dieser Artikel wurde von Justin Jernoiu (Mr. Laguiole) erstellt. Seit 2004 beschäftigt er sich mit original französischen Laguiole-Messern und betreibt die weltweit größte Spezialisierung auf handgefertigte Laguiole-Messer.

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