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Interview mit Chevalier Laguiole, Taschenmesser handmade in France

09.08.2023 26:46 Minuten 701 Aufrufe Chevalier Laguiole

Worum es geht

💜 Laguiole-Taschenmesser handmade in France designt in Germany by Original-Laguiole.de - was für eine fantastische Fügung. In diesem Interview geführt von Mrs. Laguiole erfahrt ihr wie alles begann, welche Editionen ganz besonders interessant waren, was demnächst ansteht und viel mehr. Ein wunderbares Interview aufgenommen im Freien in der Burgruine von Casares in Andalusien / Spanien. Viel Spaß! Messer von Chevalier Laguiole:

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Was wann im Video passiert

  1. 00:00 Begrüßung
  2. 01:43 Idee zu Chevalier Laguiole
  3. 06:12 die letzten 20 Jahre
  4. 09:19 Welche Schmieden stellen für Chevalier Laguiole her?
  5. 10:50 geschützter Name
  6. 12:39 Besondere Editionen von Chevalier Laguiole
  7. 18:45 Welche Editionen sind noch geplant?
  8. 22:02 Schlusswort

Was Mr. Laguiole im Video sagt

0:24 Hi, hier ist Mr. Laguiole und Frauke Janoyo, alias Mrs. Laguiole. Heute geht es um die Schmiede oder um den Markennamen Chevalier Laguiole und wir machen ein Interview und erfahren ein bisschen mehr über Chevalier Laguiole. Wir sind hier in Spanien, südlich von Malaga, zwischen Malaga und Gibraltar und zwar ziemlich weit oben in dem kleinen Dorf Casares und hier ist eine schöne Festung. Ich werde nachher auch noch ein paar Bilder zeigen, wie es hier aussieht. Gerade fliegen hier ganz tolle Adler um uns herum.

1:01 Das ist richtig, richtig schön und ja, da kommen wir später nochmal darauf zurück. Am Ende des Interviews zeige ich dann ein paar Bilder hier von dieser Festung, dass man im Hintergrund auch ein bisschen sieht. Meine Frau wird dann das Interview durch mitmachen und die Fragen entsprechend stellen und ich werde dann die Auskunft über Chevalier Laguiole ausgeben. Ja, das Problem ist natürlich, dass Justin normalerweise diese Interviews führt mit den Schmieden bzw. den Inhabern der Schmieden. Aber er kann sich ja schlecht selbst interviewen, deswegen bin ich jetzt heute mit vor der Kamera, was ich normalerweise nicht mache.

1:41 Ich bin ja mehr so im Hintergrund tätig bzw. helfende Hand. Ja, wie gesagt, aber heute mag ich nicht dann mal. Entsprechend ist die Aufregung groß. Wir sind ja gespannt, wie das jetzt hier so klappt. Gerade auch mit dem Ton, das ist hier sehr windig. Gleich werden natürlich die Haare meiner Frau immer wieder sicherlich durch die Gegend liegen oder das Haus sehen, aber wir machen das hier trotzdem weiter. So, kommen wir jetzt mal vielleicht zu der ersten Frage. Ja, machen wir vielleicht kurz den Übergang.

2:11 Wir sind ja hier in diesem alten Dörfchen Casares, kleines weißes Dorf, wunderschön. Alt, wie gesagt, wir stehen hier gerade vor einer Ruine von einem Castillo und der Name Chevalier hört sich ja auch sehr alt an. Hört sich so an, also in übersetzt heißt es Ritter auf Französisch und hört sich wie gesagt alt an, als ob es schon eine Schmiede aus dem 15. 16. Jahrhundert ist. Wie ist denn überhaupt auf diese Idee gekommen mit der Namensgebung? Das ist natürlich sehr interessant. Ja, also das ist ja so, dass ich schon immer gerne eigene Marken haben wollte.

2:48 Es ging schon relativ früh los. 1994, da habe ich ja sogar ein Produkt patentiert mit dem Namen Hydroplas. Da wollte ich schon unbedingt meine eigene Marke, mein Produkt haben. Das war ein Wasserdichter Schutz für Gips und Verband. Das haben wir auch in Deutschland vertrieben, aber das lief nicht so gut. Auf jeden Fall, da begann bei mir so die Idee, eine eigene Marke zu haben.

3:14 2004, da hatte ich ja mal so eine Geschichte gehört über einen Feuerritter. Ich weiß nicht mehr genau, ob eine Legende, eine Geschichte oder irgendwie einfach nur das Wort mal gehört hatte. Und das hat mich sehr fasziniert, dieser Name. Und das hat in mir immer wieder gearbeitet. Und vier Jahre später, da hatten wir überlegt, hey, lass uns mal eine eigene Marke auch für Laguiole machen, wo entsprechend andere Schmieden, echte französische Schmieden, dann für uns Messer herstellen, die wir wirklich selber entwickeln, nach unserer eigenen Vorstellung und Ideen.

3:51 Und die würden wir dann hier in Wuppertal entsprechend, nicht hier, wir sind gerade nicht in Wuppertal, in Spanien, aber im Büro, in Wuppertal, in Deutschland, würden wir entsprechend entwickeln und dann mit den Schmieden Kontakt aufnehmen und alles dann weiter erklären, sodass die nachher für uns praktisch die Schmieden, die Messer herstellen. Und 2008 haben wir damit angefangen. Es war sehr, sehr schwierig, damit zu beginnen. Und zwar deswegen, weil die Schmieden die Klingen oder diese Prägung auf die Klingen mit einem Stempel machen, der sehr teuer ist.

4:28 Und da haben die gesagt, ja, da müsst ihr mal so und so für 100 Messer abnehmen, was natürlich zu der Zeit noch nicht so ganz einfach war. Andere wollten nicht, andere haben gesagt, okay, wir machen Chevalier Laguiole auf die Klinge, aber wir machen auch nochmal unseren kleinen Stempelchen mit dem kleinen Logo von Laguiole, Le Brac, Norde d'Oron oder was auch immer, nochmal zusätzlich auf die Klinge. Und da habe ich gesagt, ja, Moment mal, da stehen aber auf die Klinge dann zwei Namen, also zwei Symbole, einmal Chevalier Laguiole und einmal dieses kleine Logo der Schmiede, macht keinen Sinn.

5:01 Auf jeden Fall haben wir nach langem Hin und Her erst eine einzige Schmiede gefunden, damals 2008, die für uns die Messer hergestellt hat. Und das war so ein bisschen der Beginn und das haben wir dann entsprechend auf den Markt gebracht unter dem Namen Chevalier Laguiole. Damals gab es ja nur, ich glaube, so zehn Messer, die wir erstmal angeboten haben. Und nochmal später, 2018, als ich mein Buch eröffnet habe oder gedruckt habe, geschrieben habe, da kam mir die Idee nochmal mit dem Feuerritter.

5:36 Und da habe ich entsprechend eine neue Legende, eine Geschichte daraus gemacht, selbst erfunden, wenn man so will. Die kann man auf der Seite emotion-laguiole.de sehen oder auch in dem YouTube-Video, ich habe es entsprechend vorgelesen. Und da ging es darum, dass dieser Chevalier Laguiole, was der Feuerritter hatte, eben von ehemals Tötungsobjekt für den letzten Drachen war, umgewandelt wurde, praktisch als ein Zeichen der Liebe. Und das ist, finde ich, eine sehr, sehr schöne Geschichte, die ich dann mit dem Feuerritter geschrieben habe.

6:14 Und 2019 haben wir dann auch tatsächlich innerhalb von Chevalier Laguiole die Edition Fire Knight herausgebracht, wo wir die Klinge mit einem schönen Feuerritter verziert haben, praktisch als Gedanken oder als Symbol für die Entstehung von Chevalier Laguiole. Ja, jetzt hast du schon so viel erzählt. Ich weiß schon gar nicht mehr, was ich fragen wollte. Nein, wir haben ja jetzt dann nächstes Jahr, wenn ich richtig gerechnet habe, 20-jähriges Jubiläum sozusagen von Chevalier. Was können wir denn da noch Schönes erwarten oder was hast du geplant?

6:52 Was geht in deinem Kopf wieder hervor, was spukt wieder rum, was wieder veröffentlicht werden kann? Ja, vielleicht jetzt mal nochmal kurz, was gewesen ist in den letzten 20 Jahren. Wir haben eine sehr interessante Entwicklung. Bis ungefähr 2016, also 2008 haben wir die ersten Messer mit der ersten Schmiede gemacht, dann bis 2016 war das so ein bisschen, ja, es waren wir so ein bisschen vernachlässigt, wenn man so möchte. Da waren wir beschäftigt mit dem Aufbau der Marke Original Laguiole.de und da hatten wir nur noch eine weitere Schmiede gefunden, die für uns hergestellt hat, die Laguiole-Messe.

7:34 Aber insgesamt haben wir vielleicht 20, 25 Messer im Sortiment gehabt von Chevalier Laguiole. 2017 war einer der schwierigsten Jahre in unserer Geschichte von Original Laguiole.de. Wir haben uns auch damals getrennt von dem Partner, mit dem wir damals begonnen haben, das Geschäft aufzubauen. Und dennoch ist dieses 2017 praktisch sozusagen so eine Art Startschuss für eine wahnsinnige Entwicklung von Original Laguiole.de und somit auch von Chevalier Laguiole. Ich wollte gerne daraus wirklich eine fantastische, tolle Marke aufbauen. Und mittlerweile stellen fast alle Schmieden, die wir kennen oder die wir sonst auch haben im Angebot, Messer für uns.

8:20 Wir haben wirklich sehr, sehr viel Arbeit gemacht und haben ganz unterschiedliche Editionen hergestellt und hier entwickelt. Und dann wirklich 2018, 19 und 20, da haben wir praktisch ist die Menge der Messer oder der Edition bei Chevalier Laguiole richtig explodiert. Wir haben ganz viele neue Messer gemacht. Wir haben mittlerweile, ich glaube, über 150 verschiedene Messer im Sortiment. Und insofern wird das 20-jährige Jubiläum nächstes Jahr ein Zeichen des Wachstums sein, ein Zeichen, dass wir wirklich was Fantastisches erreicht haben.

8:55 Das ist auch ein wahnsinniges Zeichen des Vertrauens natürlich von den Schmieden uns gegenüber, dass die natürlich bereit sind, für uns Messer herzustellen in unserem Namen, mit unserer Entwicklung. Und das weiß ich auch wirklich sehr zu schätzen, dass die Schmieden so etwas jetzt nach so vielen Jahren Arbeit natürlich bereit sind, das zu machen. Und da sind wir auch wirklich stolz, so etwas Tolles erreicht zu haben. Und insofern wird das 20-jährige Jubiläum etwas ganz Besonderes sein. Wir werden uns für euch auch etwas Besonderes einfallen lassen.

9:25 Ihr dürft ja gespannt sein. Ich denke, ihr habt ja gesehen, dass in den letzten zwei Jahren wahnsinnig viele, viele Ideen hatten. Und das wird weitergehen. Und nächstes Jahr geht es um das 20-jährige Jubiläum von Chevalier Laguiole. Und da wird noch viel, viel mehr kommen. Und man dürfte natürlich gespannt sein. Du hast eben erwähnt, dass etliche Schmieden bzw. Messermacher-Künstler für dich arbeiten bzw. deine Entwürfe verwirklichen. Wir haben insgesamt 13 Schmieden, mit denen wir zusammenarbeiten und sieben Messermacher-Künstler. Wie viele davon verwirklichen deine Träume?

10:02 Ja, also wir versuchen ein bisschen geheim zu halten, wenn man so will, welche Schmiede welche Messermacher macht. Aber ich kann es natürlich einfach mal aufzählen. Das heißt also für uns, für Chevalier Laguiole. Wir sind übrigens ein Quasi-Hersteller, weil wir so viele Messer für uns hergestellt werden. Wir nennen uns also, wir sind ja selber keine Hersteller, keine Schmiede. Aber wir tragen den Namen Quasi-Hersteller. Ein sehr interessanter Name. Also, für uns stellen hier Laguiole en Aubrac, Claude Dossom, Goyon-Chazeau, Le Fidele, demnächst, naja, demnächst ist natürlich schlecht gesagt, aber gut, Arbalete G. David.

10:45 Wen haben wir dann noch?

10:48 Ja, das sind ungefähr die Schmieden. Und wir arbeiten daran, dass noch mehr dazu kommt. Nächstes Jahr werden noch mehr kommen. Wir sind jetzt dabei, mit einer neuen Schmiede eben noch mehr neue Messer zu machen. Aber es kommt demnächst noch neue Schmieden dazu. Und möglicherweise als Bonbon beim 20-jährigen Nouvelléum vielleicht auch der eine oder andere Messermacherkünstler, der für uns, für Laguiole Chevalier, dann Messer machen wird. Das hört sich klasse an. Ich freue mich schon auf nächstes Jahr. Okay, aber apropos Chevalier.

11:19 Der Name ist so schön. Hast du denn eigentlich nicht Angst gehabt, dass der von falschen Leuten verwendet wird? Hast du das schützen lassen? Was hast du gemacht? Das ist natürlich sehr, sehr wichtig eigentlich, wenn man einen Namen hat, dass man es direkt schützt. Wir haben damals, wie ich ja schon sagte, 1995, 1994 den Namen Hydroplus für den damaligen Schutz für Gipsen und Verband, was wir entwickelt haben, Wasserdichter. Da haben wir geschützt den Namen. Da hatte ich schon Erfahrungen damit gehabt und weiß, wie wichtig das ist und auch wie kompliziert das ist und teuer.

11:56 Und aus dem Grund haben wir erst mal, als wir 2008 die ersten Messer gemacht haben, das nicht geschützt, wollte es mal gucken, wie lässt sich das auf den Markt bringen, wie verkauft sich das? Hat das überhaupt Sinn, das zu verkaufen oder stampen wir es vielleicht wieder ein? Und erst 2018, 2019, als es richtig losging und wir richtig viele Messer von Chevalier Laguiole in Auftrag gegeben haben und auch gemacht haben, da haben wir gesagt, okay, jetzt ist ja durchaus eine sehr erfolgreiche Marke und das lassen wir schützen.

12:27 Und dann haben wir tatsächlich den Namen Chevalier Laguiole schützen lassen. Insofern ist es dann seit einigen Jahren geschützt und brauchen keine Sorgen zu haben, dass andere das nachmachen oder kopieren.

12:42 Weil Laguiole als solches ja kein außergewöhnlicher Name ist, sondern Chevalier, wie meine Frau schon sagte, heißt ja eigentlich Rita auf Französisch. Insofern ist es nicht so ganz einfach, alleine zu schützen den Namen, aber in Verbindung mit Laguiole, also Chevalier Laguiole, war das natürlich kein Problem. Und heute ist die Marke entsprechend geschützt. Schön. Du hast eben erwähnt, dass es schon bereits ganz viele Editionen von Laguiole Chevalier gibt. Und hast du denn im Prinzip Lieblingseditionen oder wo dein Herz ganz besonders dran hängt?

13:16 Oder mit welcher Schmiede hast du vielleicht am liebsten zusammengearbeitet? Wobei das auch besser nicht, sonst kriegt man demnächst keine mehr gemacht. Okay, aber vielleicht kannst du dann von deinen Lieblingseditionen doch ein bisschen erzählen und was da so hinter steckt. Welche Geschichte vielleicht und was dich dazu angetrieben hat? Ja, das ist natürlich durchaus sehr interessant. Es ist ja so, dass ich, wie soll ich sagen, einfach nicht nur ein normaler Händler bin, sondern mir macht es einfach Spaß und Freude, Projekte umzusetzen, außergewöhnliche Ideen umzusetzen.

13:48 Und insofern haben wir ja nicht nur einfach die Chevalier Laguiole einfach so entwickelt und die Schmiede geschickt, sondern bei manchen steht wirklich eine außergewöhnliche Geschichte dahinter. Also grundsätzlich läuft es ja so, dass wir die Taschenmesser entwickeln, designen, überlegen, welche zusammengesetzte Setzung haben sollen, wie die Guilochage die Biene sein soll. Und dann schicken wir das zu der Schmiede, die sagen uns dann entsprechend, nein, Moment, so geht es nicht, wie du das gedacht hast. Da gibt es wieder Änderungen, die setzen wieder um und hin und her und hin und her, bis irgendwann natürlich ein machbares Produkt da ist und dann würde ich mir entsprechend das Produkt machen.

14:31 Das ist so die Vorgehensweise. Eine sehr interessante Edition ist die Griechischen Goethe. Das ist die erste Edition, die wir gemeinsam mit der Community, damals über Slack, heute haben wir unsere eigene Original Laguiole Community, auf unserer Seite OriginalLaguol.de, aber damals hatten wir das noch nicht. Und da haben wir die Edition Griechischer Goethe gemeinsam mit der Community entwickelt. Das war sehr, sehr spannend. Die Leute, die Kunden haben sich sehr eingesetzt, die haben Ideen gehabt, wie soll eine Biene aussehen mit dem Goethe X oder Y, welche Griffarten soll sein, wie soll die Guilochage aussehen.

15:08 Und all diese Gedanken, wir haben da ungefähr drei bis vier Monate darüber nachgedacht, gemeinsam mit unseren Kunden. Das war sehr, sehr schön, hat sehr viel Spaß gemacht und dann haben wir das entsprechende Schmiede weitergegeben, die für uns die Messer gemacht haben. Also das war sehr, sehr schön und sehr interessant ist natürlich auch. Ich habe die Messer dann mitgenommen, als die fertig waren, auf einem Kreuzfahrtschiff. Und da haben wir natürlich schon ein bisschen komisch geguckt, dass ich plötzlich da als Gast mit, ich weiß nicht, wie viele da waren, 15 Messer an Bord gegangen bin.

15:40 Da haben die noch schon ein bisschen komisch geguckt. Und dann habe ich die noch fotografiert. Und anschließend war sehr interessant, dass einer der Kunden das Messer Poseidon gekauft hat, der Gott der Meere. Das hatte ich ja gemacht auf dem Schiff oben, sodass man das Meer sehen konnte. Und er wollte gerade dieses Messer kaufen, weil es gerade auf dem Meer fotografiert wurde und auch mit auf dem Kreuzfahrtschiff war. Und somit eine direkte Verbindung natürlich mit dem Meer hatte.

16:09 Also es war sehr, sehr interessant. Eine weitere interessante Edition ist die AREC Edition. Und zwar, da haben wir uns überlegt, dass wir gerne Brillanten, Rubinen, Smaragde in eine Biene einbauen wollen. Und zwar von einem Schmied, von einem sehr bekannten oder sehr guten Juwelier in Wuppertal. Und da haben wir es so gemacht, war ein bisschen kompliziert. Die Schmiede hat die Biene und das Ressort nur gemacht, hat uns geschickt. Wir haben uns dem Juwelier geschickt. Der Juwelier hat darauf dann Gold, also die ist komplett aus Gold, die Biene.

16:45 Hat Gold drauf gemacht, hat dann die Smaragde und Rubinen eingebaut. Und dann uns geschickt. Wir haben uns wiederum der Schmiede zurückgeschickt. Und die hat natürlich das Messer daraus gemacht und nochmal uns dann zurückgeschickt. War also ganz schön viel Arbeit. Eine lange Reise des Messers. Genau. Aber die längste Reise hat die Edition, die ich auch für außergewöhnlich halte. Und zwar die AREC Ascan. Das ist eine Edition, die ich... Da habe ich nicht gewirkt. Das weiß ich noch. Das ist eine Edition, wo ich auch eine Geschichte geschrieben habe.

17:17 Die musste meine Frau mehrmals lesen, bis wir das entsprechend die Endversion hatten.

17:25 Ich habe die auch vorgelesen in dem Video. Und diese Edition ist besonders, weil darauf sind die Himmelszeit, die Himmelsrichtungen eingeblendet. Nord, Süd, Ost, West und so weiter. Und die Griffe sind auch entsprechend aus Hybridhölzer gemacht. Mit den Farben, die dazu passen sind. Und dieser Messer, nachdem die fertig waren, haben wir zu Bruno Geschichte. Und zwar nach Finnland. Und er hat die dann fotografiert unter den Nordlichtern. Und hat auch zu jedem Messer ein Foto mit dem Nordlicht entsprechend darauf gemacht.

18:03 Und alle Kunden, die diese Messer gekauft haben, haben ein Foto bekommen mit dem Nordlicht darauf. Sodass er dokumentiert hat, oder wir dokumentiert haben, dass dieses Messer tatsächlich unter dem Nordlichter waren. Es war auch da ein Abenteuer mit Bruno, diese Messer zu machen, bis zu fotografieren. Der musste mehrere Einläufe nehmen. Teilweise bis zu 200 Kilometer fahren, wo gerade eine Lücke in den Wolken war, damit er die Nordlichter sieht. Also war schon ziemlich abenteuerlich. Das natürlich bei Wind und Schnee und Wetter.

18:39 Ich habe es in einem Video, wo ich die Messer vorgestellt habe, auch entsprechend Ausschnitte gezeigt, wie er das gemacht hat. Sehr, sehr spannend. Sehr interessant. Dann hat er uns die Messer zurückgeschickt. Und wir haben es natürlich nach dem Kauf dem Kunden geschickt. Gemeinsam mit einem Foto, das der Bruno gemacht hat. Also eine sehr abenteuerliche Edition. Sehr außergewöhnlich. Und da bin ich auch ganz froh drüber.

19:04 Wir schauen demnächst noch mehr solche außergewöhnliche Editionen auf euch zu. Seid gespannt. Ja, du hast jetzt schon so viel von deinen tollen Editionen erzählt. Ich weiß zum Beispiel, dass es Ikarix auch demnächst geben wird von Chevalier. Ich weiß, dass es es natürlich auch schon von Duvalier, Voisier und Caron gegeben hat. Außer diesem Ikarix von Chevalier. Was gibt es denn da sonst noch? Was können wir noch erwarten? Ja, die Idee von Ikarix, die ist sehr spannend, die erkläre ich immer wieder in den Videos.

19:34 Dass wir in die neuen Messer kommen. Das ist ein Konzept, das wir hier entwickelt haben. Und das werde ich jetzt noch mal erzählen, weil das ein sehr komplexes, schwieriges, nicht schwieriges, sondern außergewöhnliches Konzept ist. Und da haben schon einige Messer für uns gemacht. Und tatsächlich haben Duvalier, Caron und Voisier schon sehr schöne Messer gemacht. Aber wir wollen gerne die Familie erweitern. Und entsprechend werden wir auch von Chevalier Laguiolle solche Messer fertigen. Die sind, ich denke mal, in September fertig.

20:04 Und die Biene davon wird von Céline gemacht. Céline ist ja die Ehefrau von Jean-Michel Caron. Da werden wir auch sicherlich dürfen gespannt sein. Sie hat schon ein bisschen gesehen, wie ihr Mann die eine Biene gemacht hat von dem Messer von Jean-Michel Caron. Insofern, ich denke mal, sie wird was völlig anderes machen. Und da sind wir noch ein bisschen gespannt, wie das aussehen wird. Bestimmt toll. Und zwar einmal Mixed Emotions. Das sind Taschenmesser, die zwei verschiedene Materialien an der Seite haben.

20:52 Die so ein bisschen die Gefühle, die Emotionen widerspiegeln. Entweder glücklich und traurig und so weiter. Also da werden wir auch sprechen, wie die Messer vorstellen. Die entsprechenden Gefühle passend zu den Messern, zu den Farben erklären. Und das haben wir gemeinsam mit euch entwickelt. Und der Name ist ja auch von euch, stammt auch von euch. Und die zweite Edition, die haben wir ebenfalls mit euch gemeinsam entwickelt. Arthos. Das ist ein Messer, das in der Mitte einen Mittelstab hat.

21:24 Mit dem Chevalierkopf drauf. Und dann ebenfalls rechts und links unterschiedliche Farben von Griffmaterialien haben. Die so ein bisschen erinnern an dem Schild der Ritter. Und das ist gerade fertig. Wir haben das abgeschlossen mit euch zusammen in der Original Agil Community. Ihr könnt ja natürlich immer noch sehen in der Original Agil Community. Und der Archiv könnt ihr die Entwicklung der Messer auch nachvollziehen und lesen. Und die sind wir gerade mit einer Schmiede dabei. Das neue, die neu jetzt im Programm ist sozusagen nicht die Schmiede, sondern neu für Chevalier La Guille Messe entwickelt oder herstellt.

22:02 Und die werden wahrscheinlich jetzt mal so etwas wie Oktober dann fertig. Und ja, da bin ich aber gespannt, wie die Umsetzung da sein wird. Und das sind so die, die demnächst erstmal kommen. Und die Nächsten dann werden nächstes Jahr kommen, wenn wir das 20-jährige Jubiläum haben. Da sind wir noch dabei, was Außergewöhnliches zu kreieren. Und wie schade, ihr dürft ja richtig überrascht sein. Ja, ich denke, das sind wir alle. Ja, jetzt fragst du natürlich die Schmieden ganz am Schluss deines Interviews immer, wie sehen sie denn die Zusammenarbeit zwischen originalagil.de und zum Beispiel Obrak, Doublier und und und.

22:39 Und wie sieht denn Mr. Lagil die Zusammenarbeit mit originalagil.de für die Zukunft? Ja, also ich arbeite sehr gut mit mir zusammen. Klar. Was dürfen wir denn noch erwarten? Ja, das ist natürlich sehr gut. Also ich kann jetzt auch hier die Zusammenarbeit mit originalagil.de loben. Als Entwickler von Chevalier Lagil. Nein, mal im Ernst, aber wir sind wirklich von allen Schmieden wahnsinnig gelobt worden in Interviews. Und da sind wir natürlich sehr, sehr froh, dass die Zusammenarbeit mit denen so gut geht.

23:14 Auch wenn manchmal, und das ist wirklich so, weil die viele überfordert sind, die Messer nicht so schnell kommen, wie wir es gerne hätten. Aber ja, das ist bei den Schmieden manchmal nicht so ganz einfach. Dennoch ist die Zusammenarbeit seit mittlerweile über 20 Jahre, 24 Jahre sehr, sehr erfolgreich mit den Schmieden. Und da sind wir auch sehr glücklich. Und Chevalier Lagil hat sich super integriert in diese Zusammenarbeit. Und wir konnten Chevalier Lagil deswegen so toll entwickeln und so groß machen mit so einer großen Anzahl von unterschiedlichen Messern, weil wir mit den Schmieden so gut zusammenarbeiten.

23:48 Das ist eine direkte Folge dieser hervorragenden Zusammenarbeit. Und wir werden das, wie schon sagte, dann weiter intensivieren. Wir werden dann weitere Messer ins Programm aufnehmen. Wir werden alle Editionen auch noch erweitern, neue Editionen hinzunehmen. Insofern wird es wirklich sicher eine Menge tun demnächst. Und ich bin auch froh, dass ihr natürlich diese Marke auch mögt, diese Marke auch kauft. Und alle Messer, die wir da wirklich herstellen lassen, sind 100% made in France. Und die Marke konnte nur so groß werden, weil ihr entsprechend die Treue gehalten habt, weil ihr diese Messer kauft.

24:25 An dieser Stelle auch nochmal an euch ein herzliches Dankeschön, so wie die Schmieden in Zusammenarbeit mit uns ja immer wieder gelobt haben, euch vielen, vielen Dank, dass ihr natürlich immer so verständnisvoll seid und so super nett. Also da muss ich sagen, immer wieder, auch wenn es Probleme gibt, wir sind ja auch Menschen, wir machen ja auch Fehler, ganz klar. Und ich muss sagen, dass die meisten von euch super reagieren, verständnisvoll, super nett. Und an dieser Stelle nochmal vielen, vielen Dank an allen, die bei OriginalLaguiole.de kaufen und auch dadurch automatisch direkt helfen, die Laguiole-Welt wirklich in Deutschland so groß zu machen.

25:06 Denn wir haben wahnsinnig viele Ideen und sind nicht nur ein reiner Laguiole-Händler, sondern wie ich schon sagte, wir stellen Laguiole-Messer hier gemeinsam mit euch, versuchen euch mit einzubinden in dieser tollen Laguiole-Welt. Und da bin ich auch ganz stolz darauf, dass ihr so toll mitmacht und auch wahnsinnig dankbar. Ja, auch von meiner Seite herzlichen Dank. Ich sehe das immer, wenn Justin wieder sprudelt vor Ideen und schon überlegt, wäre das was für euch, für die Kundschaft. Ich so, ja, auf jeden Fall.

25:37 Also das ist immer sehr schön zu sehen, was er da für Ideen hat. Und ich freue mich immer, dass ihr auch so viel Spaß daran habt an den Messern.

25:46 Danke auch für das Interview. Vielen Dank, dass du so die Fragen gestellt hast. Tschüss.

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Justin Jernoiu - Mr. Laguiole
Über den Autor

Dieser Artikel wurde von Justin Jernoiu (Mr. Laguiole) erstellt. Seit 2004 beschäftigt er sich mit original französischen Laguiole-Messern und betreibt die weltweit größte Spezialisierung auf handgefertigte Laguiole-Messer.

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