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Welches Laguiole schenkt man zum 18., zur Rente, zur Firmenfeier?
Kaufberatung

Welches Laguiole schenkt man zum 18., zur Rente, zur Firmenfeier?

von ★ Mr. Laguiole · 27.10.2026 · Kaufberatung
Die kurze Antwort: Zum 18. ein Messer zwischen 100 und 250 Euro, zur Rente eines zwischen 300 und 500, zur Firmenfeier ebenfalls 300 bis 500 - dort legen die Kollegen zusammen. Der Unterschied liegt nicht am Anlass, sondern daran, wo der Beschenkte in seinem Leben steht.

Denn ein Laguiole ist kein Geschenk, das man nach Betrag aussucht. Es ist eines, das jemanden entweder packt oder nicht. Und wie wahrscheinlich das ist, hängt stark davon ab, wie alt er ist.

Zum 18. Geburtstag: 100 bis 250 Euro

Hier geht es ums Kennenlernen. Der Beschenkte steigt gerade erst in die Welt der Laguiole ein - oder auch nicht. Beides ist möglich, und beides ist in Ordnung.

Genau deshalb raten wir in dieser Spanne. Ein Messer für 100 bis 250 Euro ist ein richtiges Laguiole: handgefertigt in Frankreich, mit allem, was dazugehört. Es ist kein Spielzeug und keine Verlegenheitslösung. Aber es ist auch keine Verpflichtung.

Ein zu teures Erstgeschenk setzt unter Druck. Wer mit achtzehn ein Messer für achthundert Euro bekommt, traut sich nicht, es zu benutzen. Es wandert in die Schublade, und dort hat noch kein Laguiole jemanden für sich gewonnen. Ein Messer, das man bedenkenlos einstecken und beim Picknick auf den Tisch legen kann, schafft das eher.

Und wenn der Funke überspringt, kommt das teure Stück ohnehin - nur dann als eigene Entscheidung. Das ist der schönere Weg.

Zur Auswahl: Laguiole-Messer von 100 bis 250 Euro.

Was ein junger Besitzer wissen sollte

Legen Sie einen Hinweis dazu, wo das Messer mitgeführt werden darf. Ein klassisches Laguiole wird mit zwei Händen geöffnet und fällt damit nicht unter das Verbot für Einhandmesser - seit Oktober 2024 gibt es aber Orte, an denen gar kein Messer getragen werden darf, etwa öffentliche Veranstaltungen und der Fernverkehr. Alles dazu steht auf Laguiole mitführen: was erlaubt ist.

Das ist kein Spielverderber, im Gegenteil: Wer von Anfang an weiß, wie man mit so einem Messer umgeht, trägt es mit mehr Selbstverständlichkeit.

Zur Rente: 300 bis 500 Euro

Hier liegt der Fall anders herum - und darin steckt der eigentliche Gedanke dieses Beitrags.

Wer in den Ruhestand geht, sucht sich etwas. Ein Hobby, eine Beschäftigung, eine Leidenschaft. Zeit ist plötzlich da, und sie will gefüllt werden. Für wenige Dinge ist dieser Moment so günstig wie für ein gutes Messer.

Dazu kommt etwas, das sich nicht beschleunigen lässt: Mit 65 weiß man Handarbeit anders zu schätzen als mit 18. Wer ein Berufsleben lang gesehen hat, was Arbeit ist, erkennt den Unterschied zwischen gestanzt und geschmiedet, ohne dass man ihn erklären muss. Er sieht die Stunden, die in einem guillochierten Rücken stecken. Er versteht, warum ein Messer aus einer kleinen Werkstatt im Aubrac mehr kostet als eines aus einer Maschine.

Deshalb darf es hier mehr sein. In der Spanne zwischen 300 und 500 Euro beginnt das, was man unterwegs zeigt: eine geschmiedete Biene statt einer geklebten, Double Platines, ausgesuchte Griffmaterialien, eine Verarbeitung, die auch einem genauen Blick standhält.

Ein solches Messer entfacht die Leidenschaft, statt sie nur zu bedienen. Das ist der Unterschied zum Einstiegsgeschenk - und der Grund, warum sich das Geld hier an einer anderen Stelle lohnt.

Zur Auswahl: Laguiole-Messer von 300 bis 500 Euro.

Zur Firmenfeier: 300 bis 500 Euro, von mehreren getragen

Ein Geschenk an den Chef hat eine Aufgabe, die ein Geburtstagsgeschenk nicht hat: Es soll Wertschätzung zeigen, und zwar sichtbar. Dafür eignet sich ein Laguiole außergewöhnlich gut - besser als fast alles, was sonst auf solchen Feiern überreicht wird.

Der Grund ist einfach: Es ist kein Verbrauchsgegenstand. Eine Flasche ist in einem Abend leer, ein Gutschein in einer Woche eingelöst. Ein Messer liegt in zehn Jahren noch da, und jedes Mal, wenn es benutzt wird, ist die Mannschaft kurz im Raum.

Auch hier raten wir zu 300 bis 500 Euro. Nicht, weil es teuer sein muss, sondern weil in dieser Klasse die Handarbeit sichtbar wird - und genau das soll ein Ehrengeschenk ja transportieren.

Legen Sie zusammen. Das ist der praktische Teil und zugleich der schönste: Zehn Kollegen mit je fünfzig Euro kommen mühelos in diese Klasse, und das Geschenk kommt dann wirklich von allen. Schreiben Sie die Namen auf eine Karte dazu.

Wenn der Name darauf soll

Bei einem Ehrengeschenk ist die Gravur naheliegend - ein Name, ein Datum, vielleicht der Anlass. Das geht, und es geht gut: Wir gravieren mit dem Laser auf die Rückseite der Klinge, dauerhaft und gestochen scharf.

Drei Dinge sollten Sie dabei einplanen:

  • Die Zeit. Ist das Messer vorrätig, rechnen Sie mit zwei bis drei Wochen bis zur Lieferung - nur wenige Schmieden haben ein eigenes Gravurgerät. Muss das Messer erst gefertigt werden, kommt diese Zeit hinzu. Für einen festen Termin heißt das: früh fragen.
  • Die Kürze. Ein Messer ist kein Pokal. Ein Name und eine Jahreszahl altern schöner als ein ganzer Satz - und verwandeln das Messer nicht in den Werbeträger eines Anlasses, an den sich in zwanzig Jahren niemand mehr erinnert.
  • Die Endgültigkeit. Eine Gravur lässt sich nicht rückgängig machen, und ein nach Ihren Angaben angefertigtes Stück ist von der Rückgabe ausgenommen.

Alles dazu auf Gravur auf dem Laguiole.

Was bei allen drei Anlässen gleich bleibt

Der Brauch mit der Münze

In Frankreich gibt man dem Schenkenden für ein Messer eine kleine Münze zurück - ein Messer schneidet, und der Brauch will nicht, dass es die Freundschaft zerschneidet. Legen Sie einen Zettel dazu, auf dem das erklärt ist, und bitten Sie um Ihren Cent. Ausführlich steht der Brauch im Beitrag Welches Laguiole passt als Geschenk zur Hochzeit?

Das Echtheitszertifikat

Der Name Laguiole ist nicht geschützt. Jeder darf ihn verwenden, auch für ein Messer, das nie in Frankreich war - und gerade bei Geschenken landen viele bei solchen Angeboten. Woran Sie das Original erkennen, steht unter Laguiole: echt oder unecht.

Bei uns gehört zu jedem Messer ein A.I.P.C.L.-Echtheitszertifikat mit eigener Nummer. Bei einem Geschenk ist das mehr als ein Papier: Es macht beim Auspacken sichtbar, dass hier kein Mitbringsel überreicht wird, sondern ein Stück Handwerk mit Herkunft.

Wenn Sie den Geschmack nicht kennen

Dann schenken Sie die Wahl. Bei über 2.500 Messern ist das Aussuchen ein Teil des Geschenks - und bei Griffmaterialien, die von Stück zu Stück anders gezeichnet sind, trifft man den Geschmack eines anderen ohnehin selten auf Anhieb. Unsere Gutscheine kommen als PDF per E-Mail, meist noch am selben Arbeitstag.

Und wenn Sie unsicher sind

Schreiben Sie uns, bevor Sie bestellen. Sagen Sie uns, wen Sie beschenken, wie alt er ist und ob er mit Messern etwas anfangen kann - dann suchen wir gemeinsam. Diese Beratung ist der Grund, warum es uns gibt, und sie kostet nichts.

Mehr Anregungen stehen unter Laguiole verschenken, und wer selbst gerade anfängt, findet den Einstieg unter Tipps für Laguiole-Einsteiger.

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Justin Jernoiu - Mr. Laguiole
Über den Autor

Dieser Artikel wurde von Justin Jernoiu (Mr. Laguiole) erstellt. Seit 2004 beschäftigt er sich mit original französischen Laguiole-Messern und betreibt die weltweit größte Spezialisierung auf handgefertigte Laguiole-Messer.

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