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Laguiole Besteck und Tafelbesteck
Wissen

Das weltbekannte
Laguiole Besteck

12. Juli 2026 · Wissen

Welche Teilezahl brauchen Sie wirklich?

Ein gedeckter Tisch mit Laguiole Besteck ist mehr als ein Gedeck - er ist ein Bekenntnis zu Handwerk, Genuss und französischer Lebensart. Weltberühmt und längst zur Legende geworden sind zwar die Messer; dass sich daraus ein vollständiges Besteck entwickelt hat, war nur eine Frage der Zeit. Wie es dazu kam, steht weiter unten auf dieser Seite.

Heute bereichern nicht nur Bestecke, sondern auch Tranchiermesser, Buttermesser, Salatbesteck und Küchenmesser die Tafel. Alles, was Sie hier finden, wird in Frankreich von Hand gefertigt und trägt eine online prüfbare A.I.P.C.L.-Zertifikatsnummer.

Die Bezeichnungen im Handel sind verwirrend, weil dieselbe Zahl Unterschiedliches bedeuten kann. Bei uns ist sie immer die Summe aller Einzelteile:

4-teilig: zwei Messer und zwei Gabeln. Der Einstieg, und für zwei Personen, die vor allem Fleischgänge damit essen, oft schon genug.

12-teilig: sechs Messer und sechs Gabeln. Ein vollständiges Laguiole Besteck Set für sechs Gedecke im Hauptgang - die Größe, die am häufigsten gekauft wird.

24-teilig: sechs Messer, sechs Gabeln, sechs Esslöffel und sechs kleine Löffel oder Dessertgabeln. Ein durchgehendes Laguiole Besteckset für ein vollständiges Menü, ohne aus zwei Serien mischen zu müssen.

Ergänzt wird das in der Regel um Teile, die man einzeln kauft: Laguiole Salatbesteck für die Schüssel, Tranchierbesteck für den Braten, Butter- und Käsemesser. Wer klein anfangen und später ergänzen will, sollte die Serie und das Griffmaterial notieren - dann passt die Erweiterung Jahre später noch.

Besteck französisch: was ein Original von Serienware unterscheidet

Ein französisches Besteck aus einer echten Schmiede erkennen Sie an drei Dingen, und keines davon hat mit dem Preisschild zu tun.

Die Biene: Auch am Besteck ist sie meist angeschweißt und nicht geschmiedet - das ist bei einem Tafelmesser die übliche Machart und kein Mangel. Der Unterschied liegt in der Ausführung: Die Biene einer echten Schmiede ist plastisch gearbeitet und sauber eingesetzt, nicht ein flach aufgeprägtes Blechteil ohne Tiefe.

Die Übergänge: Backen, Platinen und Griffschalen sind plan verschliffen. Nichts steht über, keine Kleberreste, keine Spalten.

Die Herkunft: Eine namentlich genannte Werkstatt - Laguiole en Aubrac, Le Fidèle, Goyon-Chazeau, Honoré Durand, Claude Dozorme und die übrigen - steht für einen Betrieb, den man besuchen kann. Steht auf der Verpackung nur „Inox“ oder ein Fantasiename, ist es Serienfertigung, die sich lediglich am Vorbild orientiert.

Weil der Name Laguiole nie als Marke geschützt werden konnte, darf ihn jeder Hersteller verwenden. Das ist erlaubt und kein Betrug - es bedeutet nur, dass der Name allein nichts über die Machart aussagt.

Griffmaterialien und was sie im Alltag bedeuten

Olivenholz und Ebenholz sind die klassischen Varianten: dicht, schwer, mit einer Zeichnung, die bei jedem Griff anders ausfällt. Sie werden mit den Jahren dunkler, was die meisten Kunden als Gewinn empfinden.

Horn - blond oder schwarz - ist die traditionellste Wahl und optisch die lebendigste, weil lichtdurchlässig. Es reagiert am deutlichsten auf Trockenheit und Hitze und will entsprechend behandelt werden.

Edelstahlgriffe und die als „Divers“ zusammengestellten Sets sind die pragmatische Lösung für Haushalte, in denen Besteck täglich in Gebrauch ist: unempfindlich, gleichmäßig, und bei gemischten Sets bekommt jedes Gedeck ein anderes Griffmaterial.

Eine Regel gilt für alle Naturmaterialien: keine Spülmaschine. Hitze, Salz und Dauerfeuchte lassen Holz und Horn arbeiten, Griffschalen können reißen oder sich lösen, und das ist nicht reparabel. Von Hand abwaschen, sofort abtrocknen, ein- bis zweimal im Jahr ein Tropfen farbloses Öl auf das Holz.

Als Geschenk zu einem runden Anlass

Kaum eine Kategorie wird so häufig verschenkt wie diese - zur Hochzeit, zum Einzug, zum großen Geburtstag. Drei Dinge helfen dabei: Wählen Sie eine Teilezahl, die zum Haushalt passt, statt der größten; notieren Sie Serie und Griffmaterial, damit später ergänzt werden kann; und legen Sie das Echtheitszertifikat dazu. Die Zertifikatsnummer ist online prüfbar und macht sichtbar, dass es kein Aktionsartikel mit Laguiole-Schriftzug ist.

Beratung, bevor Sie sich entscheiden

Wer ein Laguiole Besteck kaufen will, muss meist ohne es in der Hand gehalten zu haben entscheiden. Deshalb zeigt Mr. Laguiole in fast 2.000 Videos jedes Stück einzeln - Griffzeichnung, Proportion, Gewicht im Verhältnis zur Hand. Bei Fragen zum Forge de Laguiole Besteck oder zu einer Serie, die Sie ergänzen möchten, schreiben Sie uns oder nutzen den Live-Chat.

Laguiole-Besteck - Legende auf dem Tisch

Weltberühmt und längst zur Legende geworden - lange vor dem Besteck - sind die Messer von Laguiole. Sie werden im Südwesten Frankreichs im Aveyron seit dem 19. Jahrhundert gefertigt: anfangs als feststehendes Messer, das "Capuchadou", später als Klappmesser, für das der Schmied Pierre-Jean Calmels einen einzigartigen Klappmechanismus entwickelte, den noch heute jedes Laguiole-Messer trägt.

Es ist mehr als verständlich, dass sich die große Mehrzahl der begeisterten Laguiole-Freunde ein passendes Besteck wünschte. Inzwischen bereichern nicht nur Bestecke, sondern auch Tranchiermesser, Buttermesser, Salatbesteck und Küchenmesser die Tischkultur in unvergleichlicher Qualität.

Ein gedeckter Tisch mit Laguiole-Besteck ist mehr als ein Gedeck - er ist ein Bekenntnis zu Handwerk, Genuss und französischer Lebensart.

Die Geschichte des Bestecks

Bestecke aus Löffel, Gabel und Messer werden erst seit Ende des 17. Jahrhunderts verwendet. Bis dahin gab es zu den Mahlzeiten nur einen Löffel - ein Messer trug ohnehin jeder bei sich. Damit zerteilte man größere Stücke, spießte kleinere auf und führte sie zum Mund.

In vielen Kulturen wird die Nahrung bis heute mit den Fingern aufgenommen. Weltweit am meisten genutzt werden die Essstäbchen im asiatischen Raum. Anders als die im Westen üblichen Löffel hat der chinesische Löffel einen flachen Löffelboden.

Zu den außergewöhnlichsten Bestecken gehören zweifellos die handgeschmiedeten Bestecke der besten Schmieden von Laguiole.

Als die Gabel noch verpönt war

Schon die Römer kannten dreizinkige Gabeln, mit denen heiße Braten zum Schneiden fixiert wurden. Die Verbindung von Hitze und Gabel ließ die Menschen an die Hitze der Hölle und den Teufel denken - weshalb die katholische Kirche die Gabel als Essbesteck im Mittelalter ablehnte. Durchgesetzt hat sie sich zuerst in Italien, dort im 11. Jahrhundert von einer byzantinischen Prinzessin eingeführt. Bei uns wurde die Gabel erst Ende des 17. Jahrhunderts fester Teil des Essbestecks.

Häufige Fragen

FAQ zu Laguiole Besteck

Die Zahl ist immer die Summe aller Einzelteile. 12-teilig heißt sechs Messer und sechs Gabeln, also sechs Gedecke für den Hauptgang. 24-teilig ergänzt das um sechs Esslöffel und sechs kleine Löffel oder Dessertgabeln und deckt damit ein vollständiges Menü ab.

Bei Holz- und Horngriffen nicht. Hitze, Salz und Dauerfeuchte lassen die Naturmaterialien arbeiten, Griffschalen können reißen oder sich lösen, und das lässt sich nicht reparieren. Von Hand abwaschen, sofort abtrocknen, ein- bis zweimal jährlich ein Tropfen farbloses Öl auf das Holz.

Ja, wenn Sie Serie und Griffmaterial kennen. Notieren Sie beides beim Kauf, dann passt eine Ergänzung auch Jahre später. Einzelteile wie Salatbesteck, Tranchierbesteck oder Butter- und Käsemesser werden ohnehin separat gekauft und lassen sich jederzeit dazunehmen.

An plan verschliffenen Backen und Platinen ohne Spalten oder Kleberreste, an einer plastisch gearbeiteten Biene statt eines flach aufgeprägten Blechteils und an einer namentlich genannten Schmiede. Der Name Laguiole allein ist nicht geschützt und sagt nichts aus.

Unser Shop entstand aus der Leidenschaft zu diesen wunderschönen Laguiole-Messern, deren Tradition weit weitreichender ist, als viele vermuten.

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