Die Laguiole-Biene im Wandeln der Zeit: Interview mit Dr. Schepe:
10.04.2021 1:01:26 Minuten 847 Aufrufe
Worum es geht
😍 Die Biene ist zweifellos das bekannteste Symbol eines Laguiole-Messers. Kaum ein anderes Detail prägt das Erscheinungsbild dieser traditionsreichen französischen Messer so sehr wie die kleine Figur auf dem Klingenrücken. Doch ist es tatsächlich eine Biene? Woher stammt sie, wie hat sie sich im Laufe der Jahrzehnte verändert und welche Bedeutung besitzt sie heute noch?
In diesem außergewöhnlichen und tiefgründigen Interview spricht Dr. Rüdiger Schepe über die faszinierende Geschichte der Laguiole-Biene und nimmt Sie mit auf eine spannende Reise durch ihre Entwicklung. Gemeinsam beleuchten wir historische Hintergründe, bekannte Legenden und die tatsächlichen Ursprünge dieses berühmten Zierelements, das Messerliebhaber auf der ganzen Welt begeistert.
Dabei erfahren Sie, worin sich geschweißte und geschmiedete Bienen unterscheiden, wie diese kunstvollen Verzierungen hergestellt werden und welche handwerklichen Herausforderungen hinter ihrer Fertigung stehen. Dr. Schepe erläutert anschaulich, wie sich Form, Gestaltung und Bedeutung der Biene im Laufe der Zeit gewandelt haben und weshalb sie heute weit mehr ist als nur ein dekoratives Detail.
Ein besonderes Highlight des Interviews sind zahlreiche historische und aktuelle Bildbeispiele, die die Entwicklung der Laguiole-Biene eindrucksvoll dokumentieren. Darüber hinaus werden außergewöhnliche Bienenformen, seltene Sonderanfertigungen und moderne Interpretationen vorgestellt, bei denen andere Figuren an die Stelle der klassischen Biene treten. Von kunstvollen Symbolen bis hin zu individuell gestalteten Motiven zeigt sich dabei die enorme Kreativität französischer Messerschmiede.
Zusätzlich werfen wir einen Blick auf das berühmte Museum von Honoré Durand in Laguiole und erfahren, welche Bedeutung die Bewahrung dieser Tradition für die Zukunft des Laguiole-Messers besitzt.
Dieses Interview ist ein Muss für alle Sammler, Messerliebhaber und Freunde französischer Handwerkskunst. Freuen Sie sich auf spannende Hintergrundinformationen, seltene Einblicke und faszinierende Geschichten rund um eines der bekanntesten Symbole der Messerwelt.
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Was wann im Video passiert
Was Mr. Laguiole im Video sagt
0:01 Hi, hier ist Mr. Laguiole. Heute mit dem Thema Die Biene im Wandel der Zeit. Als Gast habe ich heute Herrn Dr. Rüdiger Scheppe, der eine sehr große Sammlung an Laguiole-Messer hat, vor allem aber auch ein unglaubliches Wissen. Wir haben ja schon mal bereits ein Interview mit ihm gemacht. Hier oben könnt ihr die Videos entsprechend sehen und heute freuen wir uns über die Biene, die Entstellung der Biene, die Geschichte und die allem auch die Gegenwart zu reden. Hallo Herr Schepper. Ja hallo, sei gegrüßt und ich freue mich, dass ich heute mit Justine einen weiteren Film drehen kann und heute wird uns die Biene ein bisschen beschäftigen. Jetzt erst mal vielleicht noch ganz kurz zwei Sätze zu dir, für die Zuschauer, die neu sind, die dich noch nicht gesehen haben in dem ersten Video. Ja, ich bin Mathematiker und arbeite in einer Bank in Frankfurt und habe eine große Leidenschaft. Ich bin ein Sammler und da interessieren mich besonders die Taschenmesser und dort die französischen Taschenmesser. Ich beschäftige mich auch ein bisschen historisch mit diesen Taschenmessern und das ist heute die
1:22 Gelegenheit, um auch mal ein paar historische Dinge zu dem Thema Biene noch mal zusammenzutragen und das auch mit dem Justine zu diskutieren. Das hört sich jetzt mal sehr gut an. Dann können wir da schon mal anfangen und legen wir direkt los mit der spannenden Frage. Wie heißt eigentlich, ist das eine Biene oder eine Fliege? Was kannst du dazu sagen? Ja, eigentlich findet man sowohl den einen Begriff, wie auch den anderen Begriff. Es ist so, dass das eigentlich am Anfang eine Art Schließmechanismus gewesen ist, die so im 17., 18. Jahrhundert sehr gängig war. Dort hat man die Feder erfunden, die man dann zunächst oben auf den Messern drauf hatte und die man dann so im 18. Jahrhundert, frühes 19. Jahrhundert dann auch in den Griff eines Taschenmessers integriert hat. Und oben, da wo diese Biene sitzt, da war ursprünglich eine Verdickung und da hatte man ursprünglich so einen Öffnungsmechanismus mit so einem Ring draufgesetzt. Und wenn man jetzt das Messer zusammenklappen wollte, dann hat man oben an diesem Ring gezogen. Und nach der Integration jetzt, Anfang des 19.
2:57 Jahrhunderts... Aber kurz merken wir uns eben diese Sache mit dem Ring. Das ist sehr wichtig. Wir werden gleich noch mal Bilder von dem Museum von Durand zeigen. Und dann werden wir sehen, dass er hat das sehr alte, und dann werden wir gleich sehen, dass die an diesem Ring tatsächlich hängen. Ja, die hat er so angebracht und dass man sich gleich erinnert an dem, was du gerade gesagt hast. Ja. Ja, auf jeden Fall. Und das ist sehr interessant, weil man dann gelernt hat, Anfang des 19. Jahrhunderts, diese Feder so zu biegen und so zu integrieren in den Griff, dass man oben nicht mehr mit diesem Ring arbeiten musste und hat dann diesen Ring weggelassen. Und dann war das eine ganze Zeit, war das praktisch nur noch so eine Verdickung oben an dem Kopf von dem Taschenmesser. Und das erinnert so ein bisschen, und da gibt es eine andere, so einen anderen Ansatz, wie man das auch sich erklären kann. Es gab zu derselben Zeit ein Messertyp, den man bei der Landbevölkerung dort im Averand, im Kantal und im Lauser, wo die drei
4:09 Gebiete zusammenlaufen, im Zentralmassiv hatte. Das nennt man die Jambette. Und diese Jambette, die hatte so einen künstlichen Klappmechanismus, wo die Klinge mit zwei Stiften oben am Griff gehalten und auch arretiert werden konnte. Und die war oben so ein bisschen verdickt am Ende von der Klinge. Und dann hat man dieses Messer aufgeklappt und dieses Messer hatte dann diese Verdickung oben. Und das hatte man dann auch beim Übergang zur Feder, hat man diese Verdickung mit dem Ring dann auch so belassen. Ich glaube, dass das den Ursprung ausmacht, wo wir sozusagen unser Markenkennzeichen für die Laguils, diese Biene, am ehesten historisch verstehen können. Aus dieser reinen technischen Angelegenheit, die sich um diesen Schließmechanismus herumrankt.
5:10 Und ob man das jetzt... Weiß nicht so, dass man dieses Werkteil oder dieses Bauteil Fliege nennt, so von, die nennen das Musch, und dann aber das Aussehen eine Biene hat. Und da kommt, denke ich mal, diese Verwirrung. Wie heißt das eigentlich? Weil Musch übersetzt heißt tatsächlich Fliege, aber die Franzosen bezeichnen damit eher wirklich diesen Bauteil. Genau. Genau so ist das. Also wenn man heute mit einem Messermacher dort spricht, dann wird überwiegend der Begriff Musch wird verwendet. Und die Musch ist die Fliege. Und diese Fliege ist eigentlich der ursprüngliche Begriff, der auch das technische Bauteil selber bezeichnet.
5:59 Und dann zu Beginn des 19. Jahrhunderts, da gibt es so aus den mündlichen Überlieferungen von den Messermachern, gibt es so die Beobachtung, dass dort um 1910 ungefähr in dem Dorf Laguiole in Verbindung mit diesen Laguols und auch in der Messerfamilie selber, die noch andere Messertypen, also ein Laguiole-Droid, ein Isangou und was weiß ich, was es da alles noch gibt. Da hatten wir schon mal im ersten Video ein bisschen drüber gesprochen.
6:42 Eine etwas veränderte Form gefunden wird. Ursprünglich waren diese Verdickungen am Ende, die wurden von den Messermachern ein bisschen gefeilt. Und dann hat man dort so eine Rautenform vielleicht gehabt, so eine Dreiecksform. Oder man hat eben halt auch so am Anfang so Blumenmotive auch gehabt. Und das findet man so ab 1870 ungefähr bis 1890. Und dann setzt so 1900, 1908, 1909 findet man so den Hinweis, dass dort Jules Calmel, der Enkel von dem Calmel, der aus dieser Familie, dem die Erfindung dieses Laguiole-Typs als Messertyp zugeschrieben wird, diese Biene mit ins Spiel gebracht hat.
7:33 So eine Veränderung war das am Anfang, wie diese occitanische Lilie, die hat so eine besondere Form, ein bisschen verändert worden ist. Und die wurde vorher so als so ein florales Blumenmuster aufgetragen. Und er hat so ein paar Punkte da reingemacht. Die Punkte, die hat er so ein bisschen verstanden als, das ist jetzt nicht mehr die Blume, sondern das ist praktisch die normale Fortsetzung, so wie wir das im Jugendstil sozusagen finden. Die Verbindung zu der Natur. Und diese Biene ist natürlich noch viel weiter gehend, als diese reine Blume zu betrachten.
8:10 Und das war auch vielleicht so ein bisschen eine Form von Werbung, die er da mitgemacht hat. Parallel finden wir auch so seine ersten Kataloge. Er hatte eine zweite Katalogauflage gemacht von Seinberg Jols, die er da schon sehr fleißig auch verkauft hat, überregional. Das war 1907. Und dann gibt es noch eine andere Geschichte dazu. Diese andere Geschichte, die Stadt Thiers, da gab es vorher schon mal im 19. Jahrhundert, vielleicht so 1880, von dem ein oder anderen Messermacher Kontakte nach Thiers.
8:47 Und dort hat man einen Vorgängermessertyp von den Lagiols, wie wir sie heute kennen. Und dann, so das Laguiole Druid, hat man dort auch sich anfertigen lassen, weil man mit der Nachfrage in Laguiole selber in den Dorfschmieden nicht mehr so nachgekommen ist. Und dann hat man in Thiers, wo über 600 Jahre Fachwissen zur Messerfabrikation auch besteht, hat man sich dieser Anfragen angenommen. Und dann hat man auch im Laufe der Zeit gelernt, selber so Lagiols mit eigenem Design dann aufzulegen.
9:24 Und da wird um 1910 parallel fast zu dem Jules Carmel, gibt es eine andere Geschichte, die ist nicht so bekannt, dass Nicolas Procombet, das ist ein Ausnahmemessermacher, der sehr kunstvolle Lagiols dort hergestellt hat, in einem Firmenauftrag gebeten wird von einem der Hersteller dort vor Ort in Thiers, eine Form für die Biene zu finden, die sich im Fabrikationsrahmen, in der Produktion mit mechanischen Hilfsmitteln viel leichter sozusagen herstellen lässt. Und er hat da so eine Form gefunden, die auch als Biene, als Abbeyé bezeichnet wird.
10:08 Und das ist wenig... Da bedeutet auch ein schönes Messer dazu, oder? Ja, genau. Dazu zeige ich mal ein Messer, wie so die Anfangsbienen jetzt mal ausgesehen haben. Jetzt nicht erschrecken.
10:41 Ja, das ist immer ganz einfach. Man erkennt aber schon, dass die Biene sehr einfach war, ohne große Details. Leider ist die Qualität nicht so gut, aufgrund der Auflösung der Kamera. Aber man sieht schon deutlich, dass da also keinerlei Details zu sehen sind. Es ist mehr so ein Dreieck praktisch. Ja, genau. Und diese Formen, die gab es auch da. Und diese ersten von Crocombat, diese Formen, die haben auch diese Dreiecksformen. Die sind vielleicht noch ein bisschen kunstvoller gestaltet.
11:13 Da hat er vielleicht nochmal einen Rahmen drum gemacht, um dieses Dreieck. Und so sahen aber auch ein bisschen verändert, auch durchaus in Laguiole, in den Dörfern drumherum, sahen auch die ersten Bienen so aus. Und man findet sie als Retro-Designs natürlich auch heute wieder, weil sie sind nicht so ganz aufwendig herzustellen. Und da ist es sozusagen auch so, dass man bei diesen Messern, gerade wenn man jetzt so Nachbildungen halt macht, das war jetzt eine Nachbildung gewesen, die ein Messer von 1890 nachmacht.
11:54 Und das hat ein ganz junger Messermacher, der dort in der Ausbildung ist, hat das als ein Prüfungsstück in seiner Zwischenprüfung zur Messermacherausbildung hergestellt. Und ja, hat auch eine gute Note bekommen dafür. Ja, und dann gibt es noch so eine Geschichte. Das ist eine Legende, ist das. Wir wollen natürlich diese Dinge auch, die wirst du auch finden, wenn du dich ein bisschen damit beschäftigst, mit der Frage, wie die Biene, wo sie herkommt. Und diese Legende gibt es auch schon recht lange.
12:30 Die fängt auch in der Zeit ungefähr an. Und da gibt es Napoleon III. Damals war Frankreich noch ein Kaiserreich. Und als dieses Laguiole erfunden wurde, das war zur Zeit Napoleons III., in der Regenzzeit.
12:50 Und ihm wird nachgesagt, dass er, weil er sich so über, er war also auch ein sehr freudiger Mäzen, der halt auch die Handwerkskünste gefördert hat. Und da hat er sozusagen auch so lokale Handwerkswettbewerbe ausgelobt. Die sind in vielen Orten, sind die halt da auch zu dieser Zeit, 1830, 40, 50 herum, sind die dazu berufen worden, um eben einfach den handwerklichen Wettbewerb vor Ort und die Produktion, die Innovation in diesen Bereichen zu steigern. Und ein Teil seines Wappens macht genau diese Biene auch aus.
13:34 Und es gibt diese Legende, dass man dieses Wappentier dazu genutzt hat, um sozusagen diese große Ehre, weil jetzt halt auch die ersten Kutellerien dort, wie Kalmel oder Paget, dort auch sehr viele Preise gewonnen haben, und dass sie ihm das als Wahrzeichen auf jedes Messer sozusagen drauf handwerklich hinterlegt haben. Aber dafür gibt es natürlich keine richtigen Beweise. Und auch das, was man jetzt weiß, dass der Jules Kalmel das erfunden hat, auch das ist nur eine Mund-zu-Mund tradierte Weitergabe jetzt sozusagen.
14:19 Das Schöne letztlich bei der Naguils, da ist ja eine Welt voller Legenden, Geschichten, und der eine oder andere versucht immer wieder mal, bestimmte Legenden zu zerstören. Finde ich immer sehr schade, weil das macht unter anderem auch diesen Charme von diesem Messer, diese ganz tollen Legenden. Und man verbindet zum Beispiel auch die Biene mit der Zeit von Napoleon, aber ich glaube, da steckt nicht viel dahinter. Nee, wenn man ganz einfach historisch guckt, wo diese Biene erfunden worden ist, da gab es Napoleon III. gab es schon nicht mehr, schon lange nicht mehr.
14:52 Und dann ist man sehr schnell natürlich da als Historiker, wenn man jetzt diese Sache historisch betrachtet, und entdeckt da drin eher den Legendenteil wieder. Aber nichtsdestotrotz, ich finde diese Geschichten auch immer sehr amüsant, Sie haben ja auch einen gewissen Reiz, der ja auch neben dem Opinel, das Laguils, als eines der großen handwerklichen und künstlerischen Errungenschaften Frankreichs in diesem Segment von Besteck, Kutillerie, ja ausmacht und auch weltbekannt gemacht hat. Und das ist auch eine der wenigen, die sich wirklich auch weltweit durchgesetzt hat.
15:33 In Frankreich gibt es eine ganze Menge regionale Messer, die sich auch in Europa ein bisschen ausgebreitet haben, aber keines hat sich wirklich weltweit so, ja so einen tollen Namen bekommen, wurde so berühmt wie Laguils. Das ist schon sehr interessant. Und letztlich haben alle Geschichten irgendein Stückchen, irgendein Kern von Wahrheit da drin.
15:57 In diesem Zusammenhang möchte ich aber auch sagen, dass die Schmiede Laguils von Auré d'Oron, also wenn jemand den Ort Laguils besucht, da kann ich wirklich nur empfehlen, die Schmiede Laguils Honoré Durand zu besuchen. Der hat auch ein Museum. Und ich zeige jetzt auch ein paar Bilder davon. Das ist der Inhaber, beziehungsweise einer der beiden. Es gibt da zwei Brüder, die das übernommen haben von dem Vater. Die Honoré Durand gehört zu einer der ersten Schmieden, die dort in Laguils überhaupt sich sesshaft gemacht haben.
16:32 Vorstellargiol. Und der hat dort, also speziell Christoph, hat dort ein Museum, ich kann euch nochmal Bilder zeigen, gemacht mit alten Laguils. Da kann man wunderbar sehen, diese Ringe, von denen wir eben gerade gesprochen haben, er hat die da dann aufgehängt. Und da kann man wirklich sehen, dass da eben halt keine Diene gewesen ist. Und ja, in seinem Geschäft hat eine ganze Menge unterschiedliche Messer, die man da sehen kann. Er macht auch eine Führung. Also ich kann wirklich empfehlen, kurz dort anzuhalten, und sich dieses Museum anzuschauen.
17:11 Ja, da würde ich dann auch nochmal gerne ein weiteres Messer nochmal vorstellen. Auch das ist so 1910 ist das entstanden. Das zeigt, wie künstlerisch, wie explosiv die Stimmung sozusagen dort mit diesem innovativen Gedanken halt auch gewesen ist. und wie schnell man sozusagen halt aus diesem Alltagsgegenstand auch da schon die Idee entwickelt hat, dass man eine Biene sozusagen auch dort künstlerisch weiterentwickelt. Und da hat man jetzt hier eine Nachbildung von einem der kleineren Kotellerien, die jetzt im Osten von Lac Yol sind, in einem kleinen Nebendorf, eine Kotellerie Puh.
18:12 Und da hat ein bekannter Messermacher hat sich die Zeit genommen und hat hier einfach eine Biene auch entwickelt, nachempfunden, so wie 1910 ein Vergleichsstück auch aussieht. Und man sieht auch da schon, wie kunstvoll die Menschen, für die, die also da auch schon seinerzeit das entdeckt haben, etwas mehr an Aufwand auch betrieben haben. Auch das war damals schon sehr teuer. Und ein solches Messer ist auch bis heute ein ganz markantes Beispiel gewesen dafür, wie auch da in der alten Zeit schon diese Wertschätzung gegenüber den Handwerksberufen und diese Innovation miteinander verbunden worden ist.
19:04 Mit einer sehr kunstvoll gestalteten Biene auch schon etwas feiner ausgefeilt, mit einem Oberflächendekor. Sehr interessant jetzt auch zu erfahren, dass die Biene oder die Lac Yol Taschenmesser an sich in Frankreich viel, viel mehr sind als einfach nur Taschenmesser. Ich finde es auch schade, dass hier sich in Deutschland die Messermädi in Soligen nicht eine solche schöne Tradition aufgebaut haben, aber ich kenne da nicht so viele schöne Geschichten und dieser Wert in der Bevölkerung, dass es hat, wie dort die Freikrechler Jol.
19:44 Ja, das ist vielleicht auch ein bisschen der Tatsache geschuldet, dass in Frankreich, aber auch, sage ich mal so, von staatlicher Seite aus durch all die ganze Zeit, ob das jetzt Napoleon der Dritte gewesen ist oder ob man jetzt in die Republikphasen dann reingeht in Frankreich, dort ist man immer sehr aufmerksam gewesen und hat eben mehr diese Verbindung auch von förderungswürdigen Handwerkskünsten und einer Schaffung von einer Art Zeitkonservierung in Form von Museen und auch von dem Pflegen, von den Techniken dieser Handwerkskünste aufmerksamer verfolgt.
20:30 Und ein Wiederaufleben dieser ganzen Künste hat ja nun auch dazu geführt, wo man einerseits natürlich auch Sammler hatte, so wie den Vater von Honore Durand jetzt, den Firmengründer, der auch schon in seiner Zeit Laguils gesammelt hat, bis hin zu jemandem, der jetzt so wie der erste Chef von der Forsteller Joll auch dort Geldmittel losgeeist hat, organisiert hat und man dort ja sozusagen Equipment auch gekauft hat, dass man erste Firmengründungen auch wieder machen konnte, die uns heute diese ganze wunderbare Vielfalt von Laguils, die wir durch alle Firmen, eigentlich sind und die mit Kutellerie sich beschäftigen, auch wieder vorfindet und auch diese Pflege dieser Techniken halt auch.
21:26 Und das ist sicher anders als wie in einer Stadt Solingen, wo mir das eigentlich nur so von privater Förderseite bekannt ist und auch relativ spät erst einsetzt und nicht so durchgängig ist durch die alte Zeit. Da können wir uns sicherlich von Frankreich lokal immer wieder Impulse auch gerne holen, Ich hoffe noch, bevor die letzte Schmiede in Solingen pleite gegangen ist wegen der enormen Konkurrenz aus China. Aber kommen wir nochmal zurück auf die Bienen, das Thema heute. Bevor wir kurz zeigen, wo die Unterschiede zwischen der geklebten und der geschmiedeten Bienen sind, wir werden auch zeigen, wie die entsprechend hergestellt werden.
22:11 Bevor wir das zeigen, kannst du sagen, ganz am Anfang oder Anfang des 19. Jahrhunderts, wie wurden die gemacht? Wurden die geschmiedet oder geklebt? Oder ist das Kleben als sicher eine neuere Technik, um einfach günstigere Messer machen zu können? Ja, ich glaube, ganz am Anfang, und das werden auch alle Menschen bestätigen, so wie der Christoph, den wir gerade im Bild gesehen haben, von dir, Justine, am Anfang wurden diese Federn und diese Bienen wurden alle geschmiedet. Die wurden geschmiedet und zwar aus einem Stück heraus und man hatte am Anfang sozusagen, ob das nun in Thiers gewesen ist oder in Lackjoll mit dem Umland, hat man einen Amboss gehabt, einen großen Amboss, wie du ihn vielleicht dir vorstellen kannst, und dann hat man so einen kleineren Amboss gehabt, den hat man da draufgestellt.
23:07 Der wird als Tass, wird der bezeichnet.
23:10 Tass, der hatte an der Seite so Einprägungen und da war die Rohvorform von der gesamten Rückenfeder und oben dieser Biene war drin und dann hat der Messerschmied, wenn er das Werkstück auf Temperatur geschmiedet hatte, einfach mit wenigen Schlägen dann zum Schluss aus so einer dünnen Stange in diese Vorform rein gehämmert. Da kommen wir gleich da drauf, heute wird das ja mit Stempeln gemacht und mit Druckmaschinen natürlich, zeige ich gleich, wie das funktioniert. Aber das ist schon mal wichtig zu wissen, also die geklebten Bienen sind tatsächlich der Konkurrenz aus China sozusagen geschuldet, damit die Schmied überhaupt schweißlich mild halten können.
23:53 Das ist sicher heute der Fall. Wenn wir da ein bisschen zurückgehen, ist es historisch so, dass die Firma Besset in Thiers dieses Induktionsgeschweißte Anfertigen einer Biene erfunden hat, 1930 ungefähr. Seit dieser Zeit finden wir halt da auch, weil einfach dort in Thiers würden wir sagen, die industrielle Revolution, da ist die Post abgegangen zu der Zeit. Da haben die alles neu erfunden. Da waren die richtige Messermacher letztlich. Da waren die in ihrem Element und dann haben sie experimentiert mit neuen Materialien und auch mit neuen Fertigungstechniken.
24:36 Und da war genau diese induktionsgeschweißte Biene war ein Element davon. Und seit der Zeit gibt es das. Und wir finden auch, du weißt vielleicht, dass es da so einen kleinen Niedergang gegeben hat in dem Bereich jetzt durch den Zweiten Weltkrieg, vor allen Dingen forciert 1950. Da hatten die Menschen alles andere, sag ich mal so, zu tun, als irgendwas zu sammeln. Und auch die Laguils, die wurden dann so ein bisschen vernachlässigt. Und dann war Folgendes. Dann haben sie diese geklebten Bienen, wie du sie, meint geschweißt, so geschweißte Bienen.
25:14 Die haben sie dann genommen und da haben sie dann auch sehr hochwertige Messer. Da wundert man sich heute drüber, wenn man da von einem bekannten Messermacher aus den 50er, 60er oder 70er, auch 80er Jahren Messer sieht. Die haben ganz fantastische Materialien. Die haben auch auf dem Rücken gutes, echt gutes Pfeilwork. Die sind auch gut von ihren Abmessungen und haben wenig Spiel nur du schaust dann auf die Biene und fragst dich, was haben sie denn da gemacht? Die Biene ist ja so ein bisschen in der heutigen Zeit ein Verständnis dafür, die Qualität eines Laguils einzuschätzen.
25:55 Und die geschweißten Bienen, das sind zwar dann auch echte Laguils, aber die geschweißten Bienen, die werden so ein bisschen als die günstigeren, weil sie eben aus der Massenfertigung stammen. Ja, da kommen wir gleich auf die Preise auch noch zu sehen, damit wir die Differenz auch ein bisschen finanziell spüren, wie das aussieht. Dann zeige ich mal kurz den Unterschied zwischen einer geschmiedete und einer geklebten oder geschweißten Bienen. Wie das hergestellt wird, zeige ich dann gleich. Das heißt, wir haben hier eine geschmiedete Bienen und hier eine geklebte oder geschweißte Bienen.
26:35 Die Frage ist, wie kannst du als Kunde erkennen, welche Art der Biene gemacht wird? Und ein Merkmal ist zum Beispiel, dass wir hier an dem Rücken erkennen, dass es ein Teil ist. Das ist sehr, sehr deutlich zu sehen, speziell hier. Wir haben hier ein Messer von Arvalet Giedawik aus Thiers. Und hier haben wir einen Schnitt.
27:02 deutlich sehen. Also ich finde, dass die geklebten Bienen sich durch zwei Merkmale kennzeichnen. Einmal durch die Biene selber, die ist entstanden durch Stanzen. Das sehen wir gleich. Während die geschmiedete Bienen auch durchaus viel mehr dreidimensional gemacht wird, hier mit dreidimensionalen Flügel oder anderen Elementen. und die sich auch alle von der Form und von der Verarbeitung unterscheiden. Während die geklebten, die geschweißten Bienen alle gleich aussehen. Teilweise auch durchweg, unabhängig von den Schmieden, werden gleich den Unterschied zwischen Arvalet Giedawik und Le Fidele sehen.
27:48 Und das zweite Merkmal ist auch, dass hier der Rücken meistens auch nur gestanzt ist und sehr, sehr einfach gestaltet ist. Wir haben hier eine double Platines, also man kann es hier oben erkennen. Ich vergrößere das mal schön. Also hier haben wir zwei Platinen, also zwei Metallscheiben, die dann auch nochmal hier schön dreidimensional verarbeitet sind. Während entsprechend der Rücken oder die Feder von der klassischen oder von dem günstigen Laguiole entsprechend nur gestanzt sind. nochmal ein Beispiel an. Also hier kann man es auch deutlich sehen, auch von Arvalet Giedawik, eine sehr flache Bienen und hier kann man den Riss auch sehr gut erkennen.
28:38 Nicht den Riss, sondern diese Schnittstelle zwischen dem Rücken und der Biene, die darauf geschweißt ist. Während hier wirklich deutlich zu erkennen ist, dass es ein Teil ist, ein Bauteil ist. Gleich zeige ich auch nochmal ein paar echte Messer und nicht nur Bilder. Und als Beispiel, damit man ein Gefühl hat für die Preise, diese hier sind beide aus Rosenholz, gleicher Metall, gleiche Klinge, 12C27. Die unterscheiden sich wirklich nur durch die Verarbeitung der Biene und die Verarbeitung des Rückens.
29:14 Dieses Messer hier kostet 120 Euro und das Messer rechts 65 Euro. Also nicht ganz das Doppelte. Einfach nochmal kurz ein Beispiel. Das ist zum Beispiel von Le Fidele. Man erkennt hier oben ebenfalls, dass die Biene ähnlich war wie die von Arbaletke David. Und auch hier sieht man noch deutlicher dieser Riss, dieser Spalt zwischen dem Rücken und der Biene. Und auch hier erkennt man, dass dieser Rücken, würde ich sagen, gestanzt ist, während hier der Rücken entsprechend wunderschön ziseliert ist.
29:53 Und das letzte Bild, einfach nochmal zu vergleichen der Schmiede Le Fidele und Arbaletke David, stellvertretend für andere, beide sind mit geschweißter Biene. Da kann man auch hier erkennen, dass die Biene sehr, würde ich sagen, flach ist und auch der Rücken entsprechend auch sehr einfach. Also meistens sind solche Muster, wie wir es hier sehen, die variieren nicht so stark. Es gibt nicht so viele Variationen. Und ich denke, ziemlich gut erkennen, dass es wirklich nur ein Tribut an der massiven Konkurrenz aus China ist.
30:36 Also ich würde sagen, dass ungefähr 80 Prozent der Laguiole-Taschenmesse heute aus China kommen. Ja, das kann ich bestätigen. Ich habe auch nochmal ein historisches Beispiel von Jen David mitgebracht, von dem ich hoffe, dass du auch das ein bisschen hier wahrnehmen kannst. Ja, man kann die Trennlinie sehr gut erkennen zwischen der Biene und dem Ressort. Das ist aus den 60er Jahren ist das ein Beispiel jetzt. Das ist ein ganz einfaches Muster sozusagen. Das kann Jen David macht dasselbe Muster halt auch von Hand gefeilt.
31:23 Und oben die Biene sieht man ganz deutlich, ganz einfach gemacht. Und da hat man ja eine Produktion, jetzt für einen anderen Messermacher aus Esballon, wo heute die Firma Laguiole-Ennombrac sitzt, die Firma Salet, wo jetzt praktisch die Markenrechte bei Ennombrac von der Firma Salet liegen. Salet ist selber auch sehr alt und ist so im Kontext zu sehen, die Schmiede Kalmel halt auch, zu der man diese Erfindung dieses Laguioles zuschreibt. Aber ich finde es ja gut, dass du das ein bisschen gezeigt hast.
32:08 Man kann sehen, dass wirklich in den letzten Jahrzehnten sich kaum etwas getan hat an diese Art der Biene. Das ist praktisch fast das Gleiche wie die Bilder, die ich vorhin gezeigt habe. Das ist sehr, sehr gut zu erkennen daran.
32:25 das sieht man sozusagen auch immer wieder.
32:28 Da kann ich jetzt noch mal ein anderes Modell sicherlich nehmen, das ich auch noch mal ganz kurz zeigen werde. Die Handwerkskünste sind in dieser Zeit insgesamt nicht schlechter geworden. dieses hier ist jetzt Eile de Pigeon. Das ist jetzt von dem Pierre Kalmel hergestellt, ungefähr. Und das ist wirklich Handfeilwerk. Das erinnert so ein bisschen an das, was man da auch hatte. Das heißt, es gab Spezialisten, die haben diese Tradition ein bisschen fortgesetzt und haben so ein bisschen halt auch das Künstlerische, wer das bezahlen wollte in dieser Zeit, haben sie natürlich auch weiterhin konserviert an andere Messermacher gerne auch weitervermittelt.
33:24 Aber da gibt es nur ganz, ganz wenige von in der Zeit. Kommen wir ganz kurz zu der Biene an sich. Ich habe hier ein Beispiel von der Schmiede Honoré Durand. Das heißt, wir haben hier erstmal den ungelogierten Rücken und haben hier praktisch diese Stelle, wo die Biene später kommt. Das ist entweder ein Stück Metall, das durch Pressen glatt gemacht wurde ich zeige gleich kurz in dem Ofen, wo das entsprechend geschmiedet wird. Anschließend wird es gestanzt und dann kommt die Handarbeit, um daraus wirklich Biene zu machen.
34:03 Ich zeige es nochmal ganz kurz. Da haben wir einen Ofen und hier in diesem Mini-Ofen wird praktisch dieses Stück Metall an dem Ressort angebracht oder wird entsprechend gehitzt, damit man mittels Pressen, wie in dem Bild vorher, das heißt, hier so pressen kann. Anschließend, also beziehungsweise vorher, gibt es diese Pressen, die man entsprechend erarbeitet. Das funktioniert auch nur, wenn man Bienen zu mehreren macht, weil diese Formen sehr, sehr teuer sind diesem Druckwerkzeug erzeugt man dieses Zwischenbild.
34:49 Und dann anschließend Handarbeit, ich kann das kurz zeigen, ich habe ein Video vorbereitet, hier kann man hoffentlich sehen, das wird hier erstmal grob maschinell ein bisschen entfernt dann entsprechend dann entsprechend wo haben Bild noch da wird entsprechend diese Form hergestellt. Also es ist ein ziemlich aufwendiger Arbeitsschritt, wenn man sich dagegen Gestanzen anguckt. wir haben hier ein Band, ein Blechband, da wird einfach Biene gestanzt, beziehungsweise vorher wird gepresst, deswegen haben alle die gleiche Form, dann wird gestanzt entsprechend auf dem Messer angebracht.
35:56 Das heißt, ich möchte hier mit diesen Bildern einfach nur ein Gefühl dafür geben, wie wirklich aufwendig es ist, selbst eine einfache Biene anzubringen oder schmieden und deswegen kostet eine Messe Euro. Man kann allgemein sagen, dass die geklebten oder die geschweißten Bienen unter Euro kosten und bei Messern über Euro in der Regel geschmiedet sind.
36:31 Möchtest du was sagen?
36:35 es gibt natürlich auch so exotische Sachen, die findet man so Messermacher Künstlern dann auch, die mieten sowas schon mal. Das heißt, du wirst da auch durchaus, wenn du möchtest, mehrteilige Bienen durchaus finden. Du musst aber schon danach fragen in der Regel. Dann bauen auch zwei Teilen zusammen machen ganz wunderbare dreidimensionale gravierte Meisterwerke auch draus.
37:08 durfte ich schon auch einmal sehen. Das ist natürlich eine sehr große Ausnahme.
37:16 ich habe bis jetzt noch keine sehen dürfen. Ich glaube, in einem Buch habe ich das mal nachgeschlagen. Aber das ist eher dann wahrscheinlich selten. Aber gut, zum Stichwort schöne Bienen. habe ich ein paar schöne Bienen vorbereitet. Aber bevor dahin kommen, wollte noch echter Messer zeigen, geklebte geschmiedete Biene aussieht. haben hier zwei Messer, auch Arbaletke David. da kann sehen, haben hier rechts geklebte Biene links geschmiedete. da kann eben gesagt haben, diese Trennung Ressort sehr sehen.
38:04 auch wenn bisschen Querschnitt halte, kann auch hier sehen, dass hier Teil haben.
38:13 hier kann bisschen sehen, natürlich ausgefeilt, aber man kann schon sehen, dass obere Teil heller Nachhinein darauf geschweißt wurde.
38:29 Also ich hoffe, dass jetzt jeder Zuschauer gut erkennen kann in Zukunft, wann eine Biene geklebt und wann eine Biene geloschiert wird.
38:39 Und da können wir hier auch anhand von anderen wunderschönen Taschenmesser mal zeigen, was eine schöne Biene haben wir hier Messer Schmiede Laguiole Nobrac und da kann wirklich sehen, wahnsinnig aufwendig diese gemacht wurde. wird hier gearbeitet matten Bereiche dreidimensionalen Bereichen, die ein bisschen tiefer gelegt sind. Man kann sehen, dass die Flügel praktisch da drauf gelegt sind. wirklich außergewöhnlich schön. Und da kann man sich auch vorstellen, dass solche Messer nicht mehr Euro kosten. wie ich meinen Videos immer sage, mehr Zeit Künstler Messer verbringt, desto teurer ist es auch, weil entsprechend Zeit ist.
39:30 vielfach werden solche kleine hier kann meinen Finger im Vergleich sehen, das wird sehr oft unter Mikroskop gemacht. Und ich habe gesehen, eine Schmiede würde wirklich eine stundelange Arbeit solche Arbeiten unter Mikroskop machen.
39:48 kommen auch Preisunterschiede, entsprechend nach oben alles offen Ich habe hier auch noch ein paar sehr schöne Bienen, zum Beispiel Laugiole Nobrac. Hier eine Honoré Durand. Und hier kann man sogar sehen, er hat hier die Beinchen ausgearbeitet. Wahnsinn Erkenne letztlich, dass Handarbeit Immer wenn perfekt gleichmäßige Flügel zum Beispiel sind, dann muss man sich immer fragen, wirklich Hand verarbeitet? hier kann wirklich diese dicker links.
41:01 mich Zeichen, dass wirklich Hand gearbeitet wurde.
41:06 Auch hier experimentieren natürlich neuen Formen, moderne Kombinationen aus Dreiecken alles mögliche. Finde ich total schön, dass auch sich bemühen. haben gesehen echt.
41:27 auch.
41:30 hier sogar Doppelflügel. Also wirklich toben sich Künstler wirklich Oder? sind echt keine Grenzen gesetzt. also da gibt's nach oben gibt's keine Grenzen. Also gibt wirklich dann auch voll plastische Bienen, sag ich mal so, beweglichen Flügeln. Auch habe schon gesehen, Flügel dann auch, würden sagen, ausgesägt sozusagen aussehen.
42:07 einzelne Flächen haben, auf den Bildern und auch auf den Filmeinschnitten Justine, die sind dann da sozusagen auch nochmal freigelegt. Was er gerade bei Beinchen bei der Fliege Honore Durand erklärt das gibt's da auch für die Flügel auch manchmal beweglichen Flügeln. Aber dann natürlich, sind Spielereien, sag ich mal so, die man wirklich dann auch sicher bestellen kann. braucht dann einige Zeit, Wartezeiten, denke ich muss man unter Umständen ein bis zwei Jahre rechnen, das mal fertig etwas.
42:48 also insgesamt halt auch immer abgestimmt mit dem Messer insgesamt. Aber einfach so, dass das Fangwerk Frankreich auch Probleme Nachwuchs finden. weiß, dass dort größeren Schmieden Honoré Durand Laguino Brac wirklich große Probleme haben, Messermacher Künstler bekommen oder auszubilden. Denn muss schon mehrere Jahre Messermacher sein, bevor Messermacher Künstler wird. auch Waisir Beispiel, Lieferzeitung teilweise sechs Monate mittlerweile.
43:25 kann ich auch bestätigen. Das sind auch meine Beobachtungen.
43:30 haben dort Laguiole und in Thiers gibt es eine Handvoll diesen Messermacher Künstlern. wenn dann einer Pension geht, Rente geht, wie das jetzt zum Beispiel bei dem Virgilio Munoz der Fall der hat bei der Forsch Thiers ausgebildet worden. jetzt ist er aufs Land gegangen jetzt Forsch Delajoll zum Beispiel nur noch einen einzigen Messermacher Künstler. halbiert Auskommen sozusagen. bedeutet, wenn so ein Flaggschiff Schiff verlässt oder Flotte verlässt, muss ich besser sagen, dann sich eine Firma dann wieder schwerer, auch Renommee ihren Anspruch, den es eindeutig gibt, bei den Firmen, Laguils produzieren, dem wieder gerecht zu werden.
44:27 die fallen dann auch etwas zurück. Das muss man leider auch sagen. sehr gut, dass sagst. heißt also, auch Laguils Nubrac einen Messermacherkünstler jetzt wird zweite ausgebildet. Vorstell, Laguils einen solche Firmen haben zwischen Mitarbeiter, sodass sich vorstellen kann, dass wirklich Laguils Messer eher normalen, normale, einfache Bienen hergestellt werden und nur ganz, ganz wenige diese außergewöhnlichen Bienen sind, die ich gerade gezeigt habe. Soweit ich weiß, können diese Künstler auch nur ganz wenige Messer Monat machen deswegen Wartezeit entsprechend sehr groß.
45:12 Interessant ist der Trend, dass Frankreich, so wie ich gesehen habe, diese Messermacherkünstler auszubilden sehr schwer Die gehen eher, wie du gesagt hast, in Rente, während hier in Deutschland Nachfrage absolut kunstvollen Messer kunstvollen Bienen immer größer wird. Und das ist ein bisschen widersprüchlich dann natürlich. Irgendwann wird man den Bedarf nicht mehr decken können wahrscheinlich.
45:42 das denke ich auf jeden Fall auch.
45:46 Weil wir müssen immer halt sehen, das ist wirklich dass ein solcher Messermacher wirklich halt auch, wenn er mit großartig Und wenn ich so einen Messermacher Philipp Wauiser anschaue, dann hat er auch eine besonders feine, ausgearbeitete Arbeitstechnik sich zugelegt, wo er die Messer nochmal auseinander legt, um sie ganz exakt auch anzupassen. Das heißt also, wenn du jetzt dir vorstellst, einfaches Laguiole, das wird vielleicht von einem Messermacher in einem Arbeitsdurchgang komplett innerhalb von sagen wir mal ein bis maximal zwei Stunden hergestellt und jetzt mache ich den Schwenk zu dem Philipp Wauiser und der hat jetzt eine Auftragsarbeit vorliegen, dann ist dort die Arbeit, die er dort hat, mit Material aussuchen, mit dem Justieren, sich genau zu überlegen, wie setze ich jetzt den Pin hier und wo muss ich jetzt genau feilen, dann baut er das wieder auseinander, dann fertigt er wieder was an, dann baut er es wieder komplett zusammen und immer den Gesamteindruck auch dabei hat und das habe ich immer auch vor Augen, wenn ich mir das vorstelle, was wir erwarten können von einem Pierre Martin
47:06 oder auch von einem Jérôme Lamique bei Honore Durand, die diese Arbeiten sozusagen auch dann ausführen für die ganz Bienen und das sind wirklich dann diese Bienen, die sind dann wirklich wie das Sahnehäubchen obendrauf, wie ich immer sage, für eine gelungene Messerkreation auch. Und ich kann hier auch noch einen zeigen von dem Jérôme Lamique, der ist ja dann nach Bentonbrac gegangen ich glaube jetzt ist er wieder zurück Honore Durand, ist auch Nachwuchskünstler, selber im Hause und er hat hier sozusagen Messer hergestellt bei dem eine ganz fantastische Pfeilarbeit auch gemacht Das hier ist ein Dreiteiler, das heißt der hat einen Dornen und er hat auch noch einen Korkenzieher mit an Bord und er hat hier sozusagen eine Biene oben wunderbar auch graviert und hat hier sozusagen auch die Bewegung der Biene mit auf die Feder weiter fortgesetzt und da siehst du ein Beispiel dafür, ich hoffe du kannst das ungefähr erkennen, hier Gesamtkunstwerk sozusagen draus macht und das tritt dann Pfeilwork jetzt auf Feder, auf dem Ressort tritt dann in den Hintergrund und dann wird praktisch die Biene
48:52 beim Übergang so wie sie gerade abfliegt von irgendeiner Blüte wird dann gezeigt das heißt also wenn du dort etwas hast was dir auch lieb und teuer ist dann bindest du Gesamtkünstler sozusagen dann auch automatisch dann mit auch seine gesamte Wertschätzung von der ersten vom ersten Blick auf das Modell bis hinterher zur Fertigstellung und auch darüber hinaus wenn du Fragen hast oder so zu dem Modell auch das beantworten diese Leute das finde ich auch gut dass die Messer von dieser Messermarkküste nicht einfach irgendwelche Hölzer suchen irgendwelche Materialien sondern ich habe oft geobachtet dass sogar Maserung Werkstück von dem Holz oder von Horn passen zu den verschiedenen Gravuren was die machen am Rücken und zu Bienen und das ist aber jetzt ein guter Übergang zum letzten Teil dieses Video zu kommen und zwar es gibt ja nicht diese Bienen oder Fliegen gerade gesehen haben sondern wird immer mehr auch Trend dazu diese außergewöhnliche einmalige andere Tiere zu machen ich werde gleich ein paar sehr schöne Sachen zeigen da können gucken wie es vielleicht dazu gekommen haben hier zum Beispiel
50:23 lagioldubari eine blume finde sehr schön damen lady messer beispiel kostet schon euro dann haben hier ebenfalls aus der serie lady messer eine sehr schöne schleife oder aber auch sehr schön finde diese skorpione starbebine finde sehr schön auch bein oder hier eine wolf auch hier sieht man dass geloschage rücken sehr einfach gehalten wurde damit entsprechend diese schöne figur umso besser wirkt dann haben auch diese andere philippe voisiere eine relativ flache biene aber innen drin sehr schön dreidimensional verarbeitet gleiche oder sowas ähnliches macht auch pierre martin und auch hier finde ich konzept messer rücken passt wunderbar zu diesem oberen bereich biene also sehr schön umgesetzt hier haben wir nochmal ebenfalls Laguiole obrac eine ganz andere figur soll mittelalter dann blumen sind auch immer wieder gefragt hier eine sonderanfertigung einen kunden gerne edelweiß haben wollte eben schöne dass heute auch sonderanfertigung machen kann entsprechend deinem wunsch das heißt also fertigen auch gibst etwas reicht eine zeichnung foto haben möchtest dann nehmen wir kontakt schmiede prüfen umsetzbarkeit können dann wahrscheinlich ziemlich nahe dran deiner vorstellungen arbeit eine solche biene gemacht
52:37 wird hast gerade gesehen video gemacht finde sehr interessant kostet nicht viel mehr normales messer wenn man also normales messer shop oder aussuchst dann kostet eine biene nach deiner vorstellung statt biene dort eingebaut vielleicht euro mehr messer dort gesehen hast aber jetzt Frage Rüdiger weißt wie das gekommen dass auch andere Insekten oder Tiere Flora Fauna entsprechend gemacht wird oder ist das oder ist das eher so eine Modeerscheinung jetzt ich würde sagen es ist nicht unbedingt eine Modeerscheinung das wissen auch nicht ganz viele Leute diese ich hatte ja ganz Anfang gesagt dass dort halt auch diese floralen Motive diese blumenartigen auch schon ganz am Anfang hatte wo man relativ einfache geometrische Figuren auch erst verwendet und dort hatte auch schon hatte einfache Bienen in Form Lilien bisschen stilisiert auch waren diese occitanische Lilie findet dort auch sehr häufig gibt sogar noch auch nicht viele jetzt auch erst nicht allzu langer Zeit in der Forschung diese Geschichte dieser Laguiole Messer ausgegraben wenn man mit den Familien spricht Archive haben alte Messerkotellerien hatten die man heute gar nicht mehr findet
54:32 dort sind verschwunden Laufe Zeit sind habe also zwei Beispiele gefunden wo man einen heraldischen Adler auch abgebildet auf einem Messer das ist auch da schon wunderbar ausgearbeitet und dann einer Kotellerie Thibaut hat zwei Kotellerien gehabt in der Familie Thibaut gewesen sind auch Gründer Generation Laguiole Kotellerien Ment andere Severac Ment habe gesehen Biene Form eines Landmanns auch graviert gewesen eine Arbeit auch dann hatte vorhin Philippe Wauiser auch immer wieder sieht dieser Nicolas Crocombet Frankreich unter Messersammlern Heiliger also Messermonteur so wie Philippe Wauiser auch gestartet dann hat er sich immer weiter reingearbeitet figurale Messer geschlitzte Messer auch gemacht Bienen auch schon kann man Erfindung gemacht Biene selber auch alle möglichen Formen auch eingebracht er hat auch Selbstbildnis seinem Gesicht eine Biene hergestellt kann dann Thiers in dem Museum Kutellerie dort kann man seine eigene Vitrine die nur gewidmet wenn Lust Zeit kann auch bewundern dann auch schon bisschen er hat ja auch geschnitzte Griffe der Philipp Wouiser hat das auch dann auch schon Abwägung drin wenn mächtiges Schnitzwerk Griffe gebe dann will Auge Betrachters drauf ruht also mache
56:48 keine aufwendige Biene drin umgekehrt wenn sein soll auch schon gemacht haben sozusagen jetzt in der Zeit einfach eine natürliche Fortsetzung davon es war immer etwas künstlerisch angeklungen auch schon Jahrhundertwende herum Mitteln ihrer Zeit haben sich immer wieder Messermacher bemüht dort eine Präzisionsarbeit Mitteln ihrer Zeit auch herzustellen ganz wunderbar dass auch heutige Zeit dieser Trend überlebt also würde vielleicht oder anderen schmiede vielleicht bisschen anders sieht Laguiole jetzt sozusagen eines ihrer Messertypen übernommen bisschen widersprechen tatsächlich echt lange etabliert gibt genauso lange Messer selber diesen Messertyp aber finde ich finde es sehr schön ich habe immer Messer bei mir ich finde es sehr schön bevor ich es nutze oder schneide mache ich immer so dass ich Messer nehme und mir immer wieder angucke Bienen Recherche oder das Material für den Griff und das einfach mehr Messer finde und es macht auch Freude und Spaß auch einzusetzen und das anderen Messer wirklich Zweck Schneiders haben finde ich nicht Fall und es gibt sehr wenige Messer gibt zwar hier immer wieder auch mal ganz andere Messer außerhalb Laguiole wirklich kunstvoll gemacht
58:31 sind aber eher abhängig von dem Künstler aber nicht eine Messerart finde total schön Laguiole dass wirklich Freude macht anzugucken zu drehen sich anzuschauen dann erst öffnen damit schneiden sehe auch kann mich nochmal anschließen in dem auch zwei Gesichter drauf genau zwei Theatermasken da drauf gebaut es gibt Italien gibt es eine Theaterform Comedia dell'arte etwas Masken klassische Rollen seit Mittelalter immer wieder aufführt und das eine sehr alte Kunstform auch sieht dieser Messermacher hier diesem Jean Michel Kunstwerk sozusagen nachempfunden du siehst dass die Formensprache über die Biene eine natürliche Erweiterung dieses Messertyps ist und dass auch heute Freunde dieses Messer gerne auch bei sich haben ob sie es praktisch einsetzen oder sammeln auch da Kunstaspekt sehen sozusagen eine ungeheure Ausstrahlung auch besitzt und das ist auch wirklich etwas dauerhaft auch hoffen dass das dauerhaft auch so erhalten bleibt du meinst dass ich Schmieden auch immer wieder anpassen in deren Kunstwerke Zeit gehen damit hoffentlich lange überleben jetzt sind aber zu dem Ende dieses schönes Video ich hoffe dass Zuschauer dir das Spaß gemacht viel Neues erfahren hast freue
1:00:49 mich natürlich auch nächste Video mit dir Rüdiger du bist wandelndes Lexikon unglaubliches Wissen über die Laguiole Messe ich denke nächste Video wird schon kommen wenn diesen YouTube Kanal gefallen würde mich freuen wenn entsprechend meinen YouTube Kanal Mr. Laguiole abonnierst wir machen zweimal Woche entsprechende Videos beziehungsweise veröffentlichen diese verbleibe bis zum nächsten tschüss mach's
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