MesserTalk 🔪 | Mr. Laguiole und Wolfgang Kaminski alias Max Heide
07.09.2025 2:03:48 Minuten 4.451 Aufrufe
Worum es geht
💜Was für ein wundervolles Gespräch über Gott und die Welt! Einer der phantastischen Gespräche der letzten Jahre - ein Messertalk bei dem es nicht nur um Messer geht, sondern sogar weniger als man vielleicht denkt! Mitreißende Anekdoten über Schlagerstars und andere Prominente, kleine Geschichten aus dem „Nähkästchen“ und dazu spannende Themen wie Wohnmobile, Modelleisenbahnen, die Kunst, ein Laguiole-Messer richtig einzuschleifen, Max Heide als Maler, die schönsten Schmieden in Frankreich, Rasiermesser – und immer wieder auch ein Stück Philosophie über das Leben selbst.
Das Messertalk mit Max Heide ist nicht nur unterhaltsam, sondern eine echte Bereicherung. Es ist wie ein guter Abend mit Freunden: voller Herzlichkeit, Überraschungen und Gedanken, die noch lange nachklingen.
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Was wann im Video passiert
- 00:00 Begrüßung
- 02:50 Kaminski - Künstlermanager
- 15:23 Wohnmobile - Erlebnisse
- 21:30 ein wenig philosophieren
- 26:66 Weinflasche öffnen und das DU
- 29:23 praktischer Einsatz der Laguiole-Messer
- 31:57 Laguiole schenken
- 33:18 Geschichten über Schlagersänger
- 47:61 Welten der Modelleisenbahn
- 01:07:39 Erinnerungen an Opa
- 01:10:07 Enkelkinder und Lebenserfahrung
- 01:14:39 Neue Erfahrungen sammeln
- 01:15:35 Wie schärft man ein Messer am besten?
- 01:17:48 Laguiole & die Schärfe
- 01:19:21 Kollektion Rasiermesser
- 01:26:23 Max Heide als Maler
- 01:32:49 Wie entstand der Name Mr. Laguiole?
- 01:36:37 Welche Schmiede kann man in Frankreich besuchen?
- 01:38:41 Max Heide moderner Maler
- 01:47:44 Vorstellung Laguiole-Sammlung
- 01:53:19 Geschichten über Promis
- 02:02:62 Verabschiedung
Was Mr. Laguiole im Video sagt
1:04 Hi, hier ist Mr. Laguiole. Willkommen zu der Laguiole-Erlebniswelt von original Laguiole.de. In dem Mester-Talk habe ich als Gast Wolfgang Kaminski. Danke für die Einladung. Alias Max Heide. Kommen wir gleich dazu. Wolfgang Kaminski war ein Künstler und Musikmanager vieler großer Schlagerstars. Und da werden wir ein bisschen mal reinhören. Vielleicht hat er die eine oder andere Geschichte über den ein oder anderen Star, wenn wir das erfahren dürfen. Wir werden dann über Modelleisenbahn sprechen. Dabei geht es aber nicht so unbedingt um die Modelleisenbahn an sich, sondern eher um diese ganze Welt, die man drumherum aufbauen kann.
1:47 Wir werden dann über Wohnmobil reden. Herr Kaminski ist ein Wohnmobil-Nutzer aus Leidenschaft. Er reist auch sehr viel. Und dann anschließend über Luftpistolen. Hoffen wir jetzt hier keine Vorführer aus Sicherheitsgründen. Herr Kaminski schießt sehr gerne mit der Luftpistole. Da werden wir auch ein bisschen einiges erfahren. Und dann auch noch Rasiermesser. Ich habe es auch mal probiert. Werden wir mal gleich dazu was sagen. Er hat eine ganze Sammlung an Rasiermesser. Natürlich werden wir auch über Laguiole-Messer sprechen. Er hat zwei seine Lieblingsmesser mit dabei und auch ein Sommelier. Wir werden auch gleich eine Flasche Wein öffnen und auch hier diese ganzen schönen Leckereien entsprechen mit unserem Laguiole-Messer schneiden.
2:34 Und nicht zuletzt ist der Herr Kaminski unter dem Namen Max Heide auch ein Künstler. Er malt viel, auch mit Otto Walkes und hat seinen eigenen Stil. Wir werden auch ein paar Bilder und Fotos zeigen, noch ein bisschen was zur Zusammenarbeit mit Otto Walkes sagen. So, das sind so die Themen. Fangen wir direkt an mit dem ersten Thema, mit dem Künstlermanagement oder Künstlermanager. Sie haben über viele Jahre viele Künstler gemanagt. Welche waren das? Das hing 1977 an mit Roy Black. Kurze Zeit danach kam sofort Helmut Zaharias. Vielleicht ist er einigen Menschen noch bekannt.
3:14 Ein großer Geiger, der wirklich auf der ganzen Welt Erfolge hatte. Und er ging es weiter mit der Gruppe Genghis Khan. Die Gruppe Wind, die zweimal am deutschen Vorentscheid teilgenommen hat, auch gewonnen. Genghis Khan war das Besondere damals als deutsche Gruppe, die mit wilden Texten dann nach Israel ging und dort in Jerusalem Platz 7 machten. Später kamen Künstler wie Tommy Steiner, Engelbert Hamperding, Karel Gott, Wenke Mühre, Dalia Lavi und einige mehr dazu. Es waren also 45 bewegte Jahre in der Musikbranche, für die ich sehr dankbar bin und in der ich natürlich wahnsinnig viel erlebt habe und es eine wirklich gute, außergewöhnliche Zeit war.
3:54 Zu Genghis Khan habe ich gleich eine Frage. Boni M. hat ja nicht unbedingt so die Lieder und die Texte selbst gemacht, manchmal auch gar nicht selber gesungen, hat man so gehört. Was ist mit Genghis Khan? Bei Genghis Khan haben alle gesungen, aber die Texte hat immer Bernd Meinunger gemacht.
4:11 Die haben selbst gesungen, aber die Komposition war immer von Ralf Siegel, der auch der Produzent der Gruppe war. Ralf Siegel war damals auf dem Höhepunkt seiner Karriere, hat an jedem Grand Prix teilgenommen, hat ja mit Nicole dann auch in Harrogate den Grand Prix mit ein bisschen Frieden gewonnen. Und Genghis Khan wird oft gesagt, war eine Retortengruppe. Ja, die wurden zusammengestellt, die kannten sich vorher nicht. Ralf Siegel hat die Musik komponiert und produziert. Wenn man ehrlich ist, er ist der Kopf und der Erfinder der Gruppe gewesen.
4:41 Der in der Branche wahnsinnig viele Hits geschrieben hat, hat alle Texte geschrieben. Und ich durfte der Musikmanager sein, der viele Dinge organisierte, die Tourneen vorbereitete, die gesamte Organisation hatte. Und auch sonst versuchte, die Karriere auf den Weg zu bringen, dass es möglichst langer und erfolgreich war. Leider gibt es die Gruppe heute nicht mehr. Ich glaube, sie hätten heute auch noch Bestand. Die Songs von denen, die haben überlebt. Und wenn ich von einer Person sprechen kann, Leslie Mandoki, der gerade in Ungarn ein großes, großes Konzert mit seinen Soulmates feierte, ist nach wie vor voll in der Musikbranche tätig und hat eine beeindruckende Karriere hingelegt.
5:22 Ein anderes Genre zwar in der Musik, aber immer noch großartig. Ja, also ich kann leider hier keine Lieder vorspielen von den verschiedenen Künstlern aus Datenschutzgründen. Ich habe nicht die Rechte, das zu tun. Aber sagen wir mal, jeder kann natürlich in den ganzen, gibt es ja viele Möglichkeiten, auch in YouTube, kann natürlich die Musik hören. Ich denke mal, dass dies ja überall kann man das hören. Die Genius-Kann-Songs hat jeder noch im Kopf. Ob er ein Fan davon ist oder nicht, bleibt, das ist was anderes.
5:53 Aber die hat jeder im Kopf. Naja, zumindest zwei, drei, das ist richtig. Ja, uhra, wissen wir alles, was damit gemeint ist. Aber haben Sie vielleicht ein paar schöne Geschichten über den einen oder anderen, die vielleicht gar nicht so öffentlich waren? Ach, da gibt es... Was Sie auch erzählen dürfen? So eine Frage zu stellen und die richtig zu beantworten, ist immer sehr, sehr schwierig, weil das natürlich unwahrscheinlich viele Erlebnisse sind. Das Glück zu haben, abends ein Konzert mit Künstlern zu veranstalten.
6:20 Menschen kommen extra zu einer Veranstaltung. Die haben sich vielleicht ein bisschen schöner zurecht gemacht als in ihrem Alltagsleben. Die haben die Eintrittskarten gekauft, die haben einen Parkplatz sich suchen müssen. Die gehen in die Halle und wenn dann um 20 Uhr ein Konzert beginnt, dieser Moment. Das Menschen fasziniert dem Künstler zuschauen. Ich habe auch Zeiten erlebt, wo 56 Leute im Saal saßen. Trotzdem waren das Konzerte, die ich in meiner Erinnerung behalten habe. Oder es waren auch Konzerte vor 100.000, teilweise 300.000 Menschen.
6:49 Das hat ja alles irgendwann unwahrscheinliche Formen angenommen, dass diese Konzerte immer größer, immer größer wurden. Die großen Festivals. Aber auch die kleinen Veranstaltungen hatten ihren Reiz. Und manchmal, wenn eine Tournee wirklich schlecht gelaufen ist, also wir haben ja nicht nur die großen Erfolge gefeiert, Misserfolge gehabt, dann waren diese Konzerte aber etwas Besonderes, weil man sich viel mehr angestrengt hat. Diesen 56 Leuten, das waren wir bei einer Tournee mit Helmut Zacharias in Saarbrücken, da saßen 56 Menschen im Konzert.
7:18 Sollte man die jetzt enttäuschen, sogar absagen? Nein, wir haben es durchgezogen und haben gesagt, heute soll das etwas Besonderes werden. Das ist also am stärksten bei mir in Erinnerung geblieben. Diese Gefühle, die auch Menschen mit sich bringen, wenn eine Dahlia Lavi zum Beispiel gesungen hat und keine großen Zugaben gemacht hat. Aber in ihren Schlussworten ein Zitat von Martin Luther King dann sagte, wo es um den Frieden letztendlich geht und dass alle Menschen gleich sind und gleich bleiben.
7:46 Und das Licht bleibt dann bewusst etwas länger aus, damit die Leute mit ihrer vielleicht Rührung auch noch für sich alleine sein können. Ein Moment, diese Menschen nach Hause zu entlassen und das Gefühl dann zu haben, hier ist etwas Positives, eine positive Stimmung passiert. Die German Tenors, drei Tönöre, die fantastische Konzerte gemacht haben. Wenn die dann, obwohl in dem Lied keine hohen Cs oder tenoralen Töne sind, ein Lied wie Guten Abend, Gute Nacht, Morgen früh, wenn Gott will, wirst du wieder geweckt, dass du die Kernpunktzeile ist.
8:19 Diese Gefühle, diese Emotionen, die zwischen den Künstlern, aber auch dem Publikum entstehen, das sind also die absolut positiven Erinnerungen. Und diese Momente vermisse ich manchmal auch, weil das wirklich die Höhepunkte waren. Also das ist richtig finanziell, macht ja mit 56 Leuten wahrscheinlich nicht so viel Sinn für die Künstler. Das Minus war größer. Aber ich persönlich als Zuschauer finde gerade 56 oder 80 oder 100 maximal viel besser, weil da kommt ja diese Vibration der Musik ganz anders rüber.
8:48 Ich bin relativ weit vorne. Heute geht es bei diesen großen Festivals gar nicht darum, die Musik zu hören, sondern mehr um die Atmosphäre, um das Drumherum. Aber wenn man wirklich die Musik selbst hört, finde ich, kommt bei sowas, so eine kleinere Atmosphäre viel besser rüber. Grundsätzlich gebe ich Ihnen recht. Ich widerspreche nur an einem Punkt. 56 Leute in einer Viertausender Halle in Verbrücken. Achso, nein, das meine ich natürlich nicht. Nein, das hört sich auch nicht an. Aber es gibt auch kleinere Selle von kleineren, unbekannten Künstlern, wo vielleicht vielleicht 40, 50 nur Platz haben tatsächlich.
9:21 Und wenn man da ist, dann kommt eine ganz andere Vibration. Ja, 100%. Man sieht die Mimik des Künstlers, man sieht, was er fühlt. Das kommt ganz anders rüber, als wenn ich da, keine Ahnung, bei 60.000 Stadionen dann ganz weit hinten sehe. Das sehe ich nur als Punkt oder auf dem Bildschirm. Da kommt nicht so viel rüber. Ich habe ja 1977 das erste Konzert mit Uli Jürgens veranstaltet. Und Uli Jürgens trat nicht in Hallen auf, die größer als 15, nur als 2.000 Leute waren.
9:48 Das erste Konzert hatte ich... Das war sein Wunsch? Ja, er wollte nicht. Als es dann losging mit den größeren Hallen, wollte er das auf keinen Fall. In Lüdenscheid, da gab es noch eine Schützenhalle, die gibt es, glaube ich, heute gar nicht mehr. Da gingen 1200 Leute rein. Weil er wollte diesen Kontakt eigentlich zum Publikum haben. Irgendwann ging es los mit LED-Leinwänden. Und es wurde immer größer. Und die Menschen sagten dann, ja, ich kann ja auf der LED-Leinwand den sehen.
10:10 Leute, bleib zu Hause, den könnt ihr jetzt auch im Fernsehen sehen. Eben, ich sehe da keinen Unterschied. Das ist interessant. Und ich sehe da dieses kleine Männlein.
10:19 Herbert Grönemeyer, ein fantastischer Künstler, gar keine Frage. Aber ich sehe, wenn ich irgendwo in der Mitte des Stadions bin, dieses kleine Männlein, der sich ja kaum bewegt beim Fußballspiel im großen Stadion, ist das was anderes. Das Spiel ist die gesamte Zeit in Bewegung. Aber Herbert Grönemeyer steht da. Und ich gucke, ich erlebe das, wenn ich selbst zu den Konzerten gehe, dass ich auf die Leinwand gucke und ärgere mich und sage, das kann ich ja im Fernsehen fast besser.
10:44 Und der Satz kommt immer öfter, ich kann das im Fernsehen besser sehen. Aber in einen Saal reingehen, die schönsten Atmosphären gibt es in den Sälen. German Tenors haben immer Publikum gehabt zwischen 400 und 1000 Leuten. 1500, 2000, da kommt es drauf an, wie der Saal gestaltet ist. Das sind eigentlich die schönsten Hallen und Theater. Und auch die Theater haben meist diese Größe. Das ist das, was mir am besten gefällt. Und ich glaube auch dem Großteil der Menschen, die das sehen.
11:12 Das große muss nicht immer das Beste sein. Aber die großen Kürzler, für die rechnen es sich ja nicht so. Das ist natürlich auch eine Geldmaschinerie. Ich kann Ihnen, oder ich verrate Ihnen nichts Wildes, wenn ich sage, dass bei dem Konzert in Saarbrücken mit Helmut Sarriers, bei 46 Personen in einer 4000er Halle, das Minus groß gewesen ist.
11:37 Meine Frau und ich, wir waren damals jung. Die großen Rücklagen hatten wir noch nicht. Wir konnten trotzdem alles bezahlen. Aber das war schon Anstrengung. Und manchmal war auch eine kleine Träne im Auge. Und man musste auf viele private Dinge verzichten. Dies Ganze, was es heute heißt, wie wollen wir unsere Freizeit, unsere Arbeit gestalten. Wir wollen weniger arbeiten.
11:59 Kopfmäßig waren wir 24 Stunden täglich im Einsatz. Und das waren nicht immer nur leichte Zeiten. Toller Beruf, aber es war auch richtig hart. Und alles, was wir heute in dem hohen Alter von 73 Jahren genießen können, ist wirklich hart erarbeitet. Zu dem Thema Geld. Sie sagten ein dickes Minus. Wer bezahlt eigentlich diese Verluste zum Beispiel? Muss der Künstler selber zahlen oder Sie als Manager? Der Verlust, der den Verlust trägt, sitzt vor ihm. Das haben wir damals selber getragen.
12:30 Aber den Gewinn hätten wir auch alleine getragen. Sie zahlen den Künstler. Das heißt, die Band hat einen festen Betrag. Völlig egal, wie viele Leute da sind. Es gibt verschiedene Systeme. Man kann von vornherein sagen, wir gehen alle ins Risiko. Der Künstler ist genauso mit an dem Risiko beteiligt. Bei Helmut Zaharias war es so, dass die Band mussten wir fest bezahlen. Die hatten ihre feste Gage. Die Technik, das alles musste fest bezahlt werden. Und Helmut Zaharias damals, um bei dem konkreten Beispiel zu bleiben, hatte, das ist eins der Modelle, die man fahren kann, eine feste Gage, eine Garantie.
13:01 Und war dann noch an den Einnahmen beteiligt. Aber bei 46 Leuten kamen sie gar nicht in den Bereich rein. Wir hatten natürlich andere Konzerte, die ausverkauft waren, auf Sylt, in Bad Kissingen. Unter dem Strich hat konkret diese Tournee 1978 keinen Gewinn abgeworfen. Das ist so. Man beschwert sich ja auch nicht, wenn sie dann mal einen großen Gewinn abwirft. Das muss man ja genauso sehen. Gut, aber der muss so groß sein, dass es die Verluste natürlich auch irgendwie abdeckt.
13:28 Sie werden auch nicht jedes Messer verkaufen. Da bleibt auch mal eins übrig. Und das liegt und liegt und liegt. Das ist aber in jeder Branche. Beim Bekleidungsgeschäft, der Herrenausstatter, der wird nicht jede Hose komplett, jede Kollektion komplett verkaufen. Da bleibt die Größe 58 dann über. Und ja, das ist so. Da darf man, wichtig ist nur, man darf dann nicht jammern, wenn es schief gegangen ist und klagen.
13:55 Sondern auch zugeben, dass es auch wirklich sehr, sehr gute Geschäfte gibt, wo gerade in dieser Branche auch sehr viel Geld verdient werden kann. Unterm Strich muss es immer passend sein. Ich wollte nur wissen, was heißt, dass die Künstler in der Regel eher weniger Risiko haben, als die Verhandlung? Nicht unbedingt. Weil wenn die oft eine feste Summe haben, dann haben die ihre... Ja, das gibt es natürlich auch, dass der Tarnet-Veranstalt dem Künstler komplett die Gage erstmal garantiert. Die Amerikaner, die nach Deutschland kommen, gehe ich jedenfalls von aus zu 99 Prozent, werden die eine feste Gage verlangen, die schon von vornherein so hoch ist.
14:30 Aber da weiß man auch. Oder wenn Robbie Williams kommt oder Sting oder sonst irgendetwas, da kann man relativ sicher davon ausgehen, dass das ausverkauft sein wird. Das Risiko ist da also gering. Und wenn eine Taylor Swift nach Europa kam, dann war das von vornherein klar. Da sind dann aber auch die Bedingungen, die lassen kaum einen Spielraum zu. Da ist dann der Veranstalter, der eigentlich nur noch kein Risiko... Ein Organisator im Prinzip. Ja, der nur noch ein Dienstleister ist für den Künstler.
14:58 Der bekommt dann eigentlich vom Künstler das Geld. Nicht andersrum. Der wird dann eine kleine Beteiligung kriegen, dass er das Ganze überhaupt veranstalten darf. Also da gibt es ganz, ganz viele verschiedene Modelle, die man macht. Nach 45, fast 55 Jahren Showbranche unterm Strich hat es bei uns gepasst. Sonst hätte ich mir ihre Messer nicht leisten können. Ja, das ist richtig. Wir haben die ganz vielen Hobbys, worüber wir gleich sprechen können. Ja, wenn wir schon mal dabei sind, dann kommt der Nächste mit dem Wohnmobil.
15:27 Das ist auch einer ihrer Hobbys, ganz viel zu reisen mit dieser Frau gemeinsam. Ich habe ja gesehen, die Wohnmobile haben sich in den letzten, ja seit 2020, sollen ja bis 2030 sich verdoppeln, die Anzahl der Wohnmobile. Wie ist das so auf der Straße? Gerade nach Corona wurden sehr, sehr viele Wohnmobile verkauft. Mehr als Wohnwagen. Aber wie ist das so auf der Straße? Merken Sie, weil Sie sind ja fast jedes Jahr mehrmals unterwegs, merken Sie was davon, dass es viel mehr ist?
15:55 Auf den Campingplätzen ist mehr Andrang, macht auch noch Spaß? Ja, auf jeden Fall ist es mehr geworden. Die Zahlen nehmen nach wie vor zu, aber wenn man in der Presse es manchmal liest, dann sind die zurückgegangen, die Zulassungszahlen, aber immer noch auf das Vorjahr gerechnet. Und wenn Sie das sehen, in den letzten Jahren, da waren es 30 Prozent Zuwachs, 40 Prozent, 20 Prozent Zuwachs. Und wenn dann auf einmal nur, glaube ich im letzten Jahr, ich weiß es gar nicht genau, aber um die 15 Prozent nur waren, dann ist das ja nach wie vor ein Zuwachs.
16:28 Und dann spricht man davon, ja es ist ein Viertel weniger Zuwachs als im letzten Jahr. Es wird immer mehr. Wir haben eine alternde Gesellschaft. Die Menschen können während ihres Arbeitslebens nicht mit dem Wohnmobil so rumreisen, dass es sich lohnt. Also das ist schon eine ältere Klientel. Die Campingplätze sind dabei gar nicht so wesentlich, sondern es sind in erster Linie die Stellplätze, die da sind. In der Hauptsaison sind die oft wirklich besetzt. Wir reisen in der Hauptsaison nie.
16:54 Wir haben das ganz, ganz große Glück, dass wir eigentlich zwei Wohnsätze haben. Einen hier in Nordrhein-Westfalen und einen oben an der Ostsee. Und da halten wir uns dann auf. Wir fahren im Frühjahr und im Herbst in erster Linie und teilweise auch im Winter. Und dann in Regionen besuchen wir nicht unbedingt die ganz großen Hotspots.
17:11 Ich höre sehr oft den Satz, hier ist es aber schön. Es gibt so wenig Plätze in Deutschland, in Europa, auf der Welt, die hässlich sind. So wahnsinnig wenig. Es ist generell, die ganze Welt ist schön empfindlich, wenn man von der Natur jetzt mal ausgeht, von dem sich Dinge ansehen. Man ist ja gesehen, dass man in Europa bleibt. Man kann, es ist zu teuer und mit dem eigenen Wohnmobil zumindest nach Amerika zu fahren. Machen viele. Das tatsächlich? Mit dem Schiff dann rüber?
17:40 In Bremerhaven rein in den Container und dann gehen die rüber. Machen einige.
17:47 Und das käme jetzt für meine Frauen, für mich jetzt nicht so in Frage. Wir fühlen uns also hier wohl und Europa und dann der europäische Bereich, wo wir auch die Sprachen mehr oder weniger sprechen, wo wir uns wohlfühlen. Das ist natürlich dann alles, was um Deutschland drumherum ist.
18:03 Da gibt es noch so viel zu sehen. Und dieses Glück, wirklich mehr oder weniger zwei Wohnsitz zu haben und das Wohnbild als dritten Wohnsitz quasi zu sehen, das ist ein ganz, ganz großes Geschenk. Und da sind wir sehr, sehr dankbar für. Und wenn man das, meine Frau, ich bin über 50 Jahre verheiratet, das mit einem Menschen, nicht nur einem Ehepartner, sondern auch einem Menschen, der die gleichen Interessen hat, das zu teilen. Mit allen Menschen, mit denen ich gerne zusammen bin.
18:29 Mit meiner Frau bin ich am liebsten zusammen und die Dinge, die wir da zusammen machen, das ist ein Geschenk. Und ich sage immer, es kann ruhig noch Jahrzehnte dauern. Da wäre ich noch dankbarer für, wenn das wirklich so ist. Ja, da haben Sie vollkommen recht. Es ist nicht immer einfach mit dem Ehepartner, dass die gleichen Interessen auch noch teilt. Das ist nicht immer gegeben. Aber ich hatte auch tatsächlich meiner Frau überlegt, vor fünf Jahren wollten wir auch ein Wohnmobil kaufen.
18:57 Und da haben wir auch, war mal auf der Düsseldorfer Caravanmesse. Da gibt es ja wahnsinnig viele unterschiedliche Modelle. Aber da war es schon ziemlich eng. Man muss schon ein bisschen was zurückstecken, auch an Komfort teilweise auch. Und dann haben wir es doch lieber für eine Wohnung in Spanien entschieden. Sie haben ja beide, Sie haben ja einen alternativen Sitz und Wohnmobil. Das war für uns derzeit also nicht möglich. Aber beim Wohnmobil, wir haben auch mal ein großes gehabt.
19:31 Aber wir haben festgestellt, so ein bisschen Entbehrung zu haben im Wohnmobil, dass das eine sehr, sehr schöne Sache sein kann.
19:39 Wir nehmen nicht von zu Hause das Bier mit und den Wein und alles, was wir zu Hause haben. Wir kaufen das wirklich dann direkt vor Ort. Und wir wissen doch alle, wir haben irgendeinen Wein im Ausland getrunken, der schmeckt. Wir nehmen den mit nach Hause und der schmeckt nicht mehr so, wie er da geschmeckt hat. Und nicht nur Wein, sondern auch Essen. Wir nehmen auch teilweise Obst oder Schinken oder was auch immer aus Spanien. Das schmeckt ganz anders.
20:00 Lass das da genießen, wo es ist. Dieses ganze Riechen und Spüren und Empfinden. Ich habe mal einen sehr, sehr großen Künstler, mal die Gegend von ihm aufgesucht. Er wohnt in Köln und hat diese Person mich sehr interessiert. Ich wollte ihn gar nicht sehen, gar nichts. Ich bin nur in seiner Umgebung mal spazieren gegangen, weil ich wissen wollte, wo lebt er? Wo ist eventuell der Bäcker und das alles? Wie lebt er, dass er diese Inspiration, mit denen er Menschen begeistert?
20:26 Dieses Umfeld wollte ich einfach mal kennenlernen. Man kann Dinge nicht irgendwo hin, der Meinung bin ich jedenfalls. Ich glaube nicht, dass man Dinge irgendwo hin transportieren kann. Keine Geschmäcker, keine Gerüche. Das ist doch anders, wenn wir oben von der Ostsee kommen. Und wir kommen hierher nach Nordrhein-Westfalen. Die Luft ist schwerer. Und ich habe manchmal das Gefühl, als wenn die Lunge so ein bisschen gedrückt wird. Man braucht auch wieder eine gewisse Zeit. Und da oben essen wir tatsächlich andere Dinge als hier.
20:52 Das mag eigenartig klingen. Ich finde es aber richtig. Nein, das habe ich auch mit Spanien gemerkt. Wir haben auch eine Wohnung an der Küste. Und viele Sachen sind ganz anders. Wir nehmen schon mal zum Beispiel Schinken von dort aus mit hierhin. Das sind ja sehr berühmt dort. Hier schmeckt es überhaupt gar nicht. Das ist ganz anders. Total interessant. Da haben Sie vollkommen... Warum? Durch die Luft, durch die salzende Luft, durch die Höhenunterschiede und so weiter. Ganz viele.
21:14 Aber auch durch die eigene Persönlichkeit befinden in dieser Atmosphäre, die da ist. Schmeckt auch das. Warum würzen Sie das da unten anders als hier? Weil das in irgendeiner Form zusammenpasst und Luft. Und solange man so etwas noch empfindet in unserer sehr digitalisierten Welt, funktionieren unsere Sinne ja noch. Auch riechen, hören, fühlen, Glücksgefühle haben bei Dingen, die wir angucken, die schön sind. Das müssen jetzt nicht nur Messer sein. Das können andere schöne Dinge sein. Auch Parfüms zu riechen, die unterschiedlichen Dinge.
21:46 Und damit meine ich jetzt nicht das, was so im Mainstream in der großen, breiten Masse da ist. Parfüms, die zu riechen, das zu empfinden. Ohren, auch Autos können dazu zählen. Nicht, wenn es diese massengefertigten Dinge, aber die Formen, die dabei entstanden sind. Dieses Ganze. Die Welt ist voll, voll schöner Dinge. Und wenn ich auf den Tisch gucke, was hier alles steht. Selbst so eine, Entschuldigung, einfache Flasche. Die hat doch irgendjemand gemacht und hat sich überlegt, warum man die Form haben soll.
22:16 Gläser sind nicht gleich. Jedes ist anders. Jedes kleine Detail, was hier liegt, hat sich ja irgendein anderer Mensch Gedanken darüber gemacht. Warum gestalte ich das so? Warum haben Sie heute diese Sachen so hier hingestellt, wie Sie stehen? Das hat ja alles irgendwo einen Sinn. Und ich finde, das sollte man wertschätzen. Und da gehört viel mehr als das, was wir vielleicht in einem Leben, was sehr gleichförmig läuft, was wir denn gar nicht so empfinden können. Und das finde ich sehr wertvoll.
22:44 In dem hektischen Alltag, dann übergeht man all die ganzen Sachen und man möchte nur irgendwelche Sachen erledigen. Und ich weiß es. Man hat keine Zeit für dieses Schöne einfach. Es klingt nach Klugkreiserei, wenn ich das sage. Entschuldigung für den Ausdruck. Aber wir leben auf der Sonnenseite des Lebens. Das Glück zu haben, diese ganzen Dinge genießen zu dürfen, das ist nicht jedem Menschen gegeben. Dafür dankbar zu sein und denen, die das nicht haben, vielleicht manchmal auch so ein bisschen großzügig entgegenzutreten.
23:14 Und dass die das auch genießen können. Es hat nicht jeder das Glück, so einen Beruf zu haben, der aus Leidenschaft gegründet wurde wie ich. Genau wie es bei Ihnen der Fall ist. Es gibt auch die Tretmühle, wo man jeden Tag ins normale Leben wieder reingeht. Und das ist für manche Menschen nicht immer lustig. Und da sollte man sich angucken und auch für sich selbst sagen, da hast du aber verdammt viel Glück in deinem Leben gehabt. Aber dennoch muss ich mal auch ein bisschen Glückscheißen und dann einen Spruch mal reinbringen.
23:42 Das finde ich total passend. Nicht die glücklichen Menschen sind dankbar, sondern die dankbaren Menschen sind glücklich. Und wenn man das erstmal begreift, dass man an sich völlig egal von dem, was man so hat oder besitzt, erstmal dankbar ist. Und dann kommt die Glückscheißen. Sag nochmal. Das kann mich nicht erinnern. Ich habe ihn gerade neulich gelesen. Ich weiß es auch nicht mehr. Aber den finde ich total krass. Nein. Viele meinen, ich muss ja das und das haben und dann bin ich glücklich und dann bin ich dankbar.
24:08 Das stimmt gar nicht. Also dankbar sein kann man für ganz einfache Sachen. Ein neues Auto kann ja toll sein. Kann für manche Menschen unwichtig sein, für andere ist es wichtig. Es kann auch toll sein und kann auch ein Erlebnis sein. Aber dass man dadurch glücklicher wurde. Glücklicher waren wir in diesem Jahr, als wir mit Freunden, sehr, sehr guten Freunden, in Dänemark waren, in Schweden waren. Diese Beziehungen zwischen diesen beiden Menschen. Und ich will jetzt nicht von dem Kitschigen reden.
24:33 Wir haben den Sonnenuntergang genossen. Ja, den haben wir auch genossen. Da sind so viele andere Erlebnisse gewesen während dieser Reise. Ich habe einen alten Freund, den ich vor 30 Jahren kennengelernt habe, in Schweden wieder getroffen. Die Begegnung mit dem, ich rief ihn an und wollte nicht sagen, dass wir ganz in der Nähe sind, weil ich mal abwarten wollte, na wie ist unser Verhältnis in der Zwischenzeit. Wenn du wieder in Schweden bist, musst du vorbeikommen. 20 Minuten bin ich entfernt.
24:58 Und er hat uns empfangen, als wenn wir uns gestern getrennt hätten. Das trieb einem wirklich teilweise Verrührung, die Tränen in die Augen. So schön waren diese Erlebnisse. Und das mit ihm dann gemeinsam zu erleben. Ich habe ihm dann wirklich aus großer Freude ein kleines Bild versprochen, was ich gemalt habe, ihm zugeschickt habe. Wie er sich dafür bedankt hat. Wir haben zusammengesessen, das ist jetzt wirklich wahr, mit einem Laguiollmesser und am Abend zusammen gegessen. Ich kann mich daran erinnern, dass wir vor 30 oder schon fast 40 Jahre her andere Mengen getrunken haben.
25:34 Wie wir jetzt dort in einem Hafen in Kungswiken in Schweden saßen, zusammen Käse gegessen haben und Wein getrunken haben. Wenig Wein. Ja, weil da geht es um Genuss und nicht mehr um sich trinken. Das ist so. Wir haben uns für nächstes Jahr verabredet. Wir werden wieder da hinfahren. Und diese Begegnungen, die sind der wahre Wert. Das Wohnmobile vom Wert von diesen ganzen Dingen oder von dem, für manche Menschen vielleicht auch protzigen, spielt dabei überhaupt keine Rolle. Das Wetter ist nicht besser, ob Sie mit einem teuren oder billigen Wohnmöbel reisen.
26:08 Die Begegnungen sind das Entscheidende. Und Sie kaufen mit dem, was Sie kaufen, nicht diesen perfekten Zustand. Viele denken, ja, das war nicht so doll, jetzt muss ich größer und mehr und mehr. Die Messer, die ich von Ihnen habe und auch bei jemand anderem schon mal gekauft habe, das erste Messer, was ich gekauft habe, das schätze ich wert nach wie vor. Das war überhaupt nicht das Teuerste. Und ich sage da jetzt ja gar nicht was Abwertendes gegen die Messer von Ihnen.
26:34 Aber das habe ich nach wie vor. Und das ist eins meiner Lieblingsmesser. Ich finde das schön, dass das so ist. Naja, vor allem, wenn man auch damit vielleicht eine Erinnerung verbindet, ein Erlebnis verbindet. Und dann hat das einen ganz anderen Wert. Völlig egal, welchen Wert das Messer selbst hat. Ich hatte etwas Schönes erlebt. Ich hatte ein gutes Geschäft gemacht und wollte mich selber so ein bisschen belohnen. Und das war nicht eins der Saison. Das hat 135 Euro gekostet.
26:58 Ich glaube, das kann man ruhig sagen. Und ich denke immer noch daran, wenn ich das Messer benutze an diesem Moment, was alles damit in Verbindung steht. Das finde ich prima. Das Interessante, genau. Das sage ich auch immer wieder in vielen Videos. Aber bevor wir zum nächsten Punkt kommen, können wir vielleicht jetzt ein bisschen mal die Weinflasche öffnen. Da warte ich schon die ganze Zeit drauf. Ich denke, da steht doch hier, das ist doch keine Dekoration. Das kann man doch essen und trinken.
27:21 Bin ja mal gespannt, wie das schmeckt und auch die ganzen Sachen, die ich hier vorbereitet habe.
27:36 Und das mache ich ganz ehrlich. Die Einladung hierher. Und hier stehen so ein paar Leckereien. Diese ganze Vorbereitung, die dazu notwendig ist.
27:45 Auch das weiß ich sehr zu schätzen. Das ist ja nicht nur einfach. So, jetzt stelle ich mal schnell ein paar Sachen hin. Das Team, was sie haben. Diese wahnsinnig vielen Leute, die hier sind. Drei Kameramänner. Zwei Tonleute. Ein Produzent. Ein Redakteur. Diese ganzen Menschen, die hier drum herum stehen. Nein. Alles Quatsch, was ich rede. Das macht dieser Mann alles alleine. Und das ist schon eine Verantwortung. Habe ich schon alle Kameras eingestellt. Funktioniert der Ton. Und, und, und.
28:13 Also das ist schon ein großes Kompliment. Dankeschön. Das ist tatsächlich nicht ganz einfach. Wir wollen das jetzt trinken. Wir kennen uns ja schon ein paar Jahre. Drei Jahre. Und ich habe festgestellt, dass wir ein paar Dinge, die uns interessieren, gleich geschaltet sind. Ich bin der Meinung, Sie können ruhig du zu mir sagen. Oh, das ist ja nett. Dankeschön. Zum Wohl. Auf zukünftige weitere schöne Gespräche. Dankeschön. Sehr gerne. Danke. Ich werde mir das wahrscheinlich mal versprechen. Und trotzdem, Sie ist es.
28:46 Das kriegen wir hin. Dankeschön. Zum Wohl.
28:58 Auf jeden Fall sieht die Flasche schon mal schön aus. Also von mir aus können wir aufhören. Wir können hiermit weitermachen. Ja, der schmeckt tatsächlich sehr gut. Aber wir können auch unsere Laguiole-Messer einsetzen.
29:12 Und entsprechend hier das eine oder andere schneiden. Deswegen noch Messertalk mit Essen.
29:20 Da hat er aber ein schönes.
29:25 Ja, das ist ja mein Lieblingsmesser. Soll ich das nehmen? Von David Auvelier. Und das ist dann mit dem Herz da drin. Das ist ja ein Partner-Messer.
29:37 Und meine Frau hat ein ähnliches auch mit einem Herzen hier drin. Da haben wir beide zusammen gleichzeitig. Da sieht man, kann man nicht nur mit einem Ring eine Verbindung herstellen, sondern auch damit. Darf ich das benutzen oder soll ich mal ein eigenes nehmen? Ach, ihr eigenes. Weil ich esse damit auch.
29:54 Ah, sie hat halt diese schöne Edition. Das war das erste, was ich von Ihnen gekauft habe.
30:06 Habe ich mich damals wahnsinnig drüber geholfen. Ja, auch sehr bedeutungsvoll. Und ich tue das heute auch immer noch.
30:13 Auch mit der Mast.
30:18 Man wird manchmal komisch angesehen in Restaurants. Viele haben ja diese Restaurantmesser. Und die sind aus einem Stück Stahl. Und unten weiß man gar nicht, warum man das Messer halten soll. Wo schärfer ist. Und dann holt man das raus. Sieht ja manchmal ein bisschen spinnerig aus. Aber ich liebe und genieße das eigentlich. Weil es ist für mich nochmal, ich mache es nicht überall. Weil in manchen Restaurants ist es einfach unpassend. Aber manchmal mache ich das. Und das finde ich ist dann schon ein Genuss.
30:45 Viele meinen, das wäre spinnerig. Ich finde das schön. Ich mache es überall. Und das kümmert man mich nicht so sehr, was der Restaurantmesser denkt. Also meistens merken, dass die gar nicht die Bedienung bei sich selbst nicht dafür interessiert. Man darf es nur nicht liegen lassen. Das ist ein Problem. Tatsächlich.
31:10 Wann wird Fernsehen eingeführt, dass Menschen am Bildschirm oder Computer das miterleben können, was man macht. Das ist doch schon wieder heute Morgen ein Genuss.
31:25 Das macht ja schon wieder Freude.
31:31 Das neue Video von Mr. Laguiole. Wie schaue ich zwei Menschen drei Stunden, länger dauert es nicht, drei Stunden beim Essen zu.
31:47 So viel haben wir hier nicht, aber war auch nur als Herz gemeint. Schön mit dem Messer zu schneiden, immer wieder eine Gelegenheit zu haben, die Messer hinzusetzen. Kommen wir vielleicht zum nächsten Thema.
32:01 Wir gucken auch laufen auf die Uhr. Die benutzen wir auch oft am Tag. Und genauso kann es mit dem Messer sein. Ich finde, das könnten ruhig mehr Menschen machen. Wie oft höre ich den Satz, ich weiß nicht, was ich meinem Freund, meinem Partner, meiner Freundin oder sonst irgendjemand schenken soll. Ich glaube, als Geschenk ist da noch viel Potenzial, was man mit so einem Messer machen kann. Das ist eine tolle Sache. Geschenke. Das haben Sie tatsächlich auch gemacht, hast du Ihnen mal erzählt.
32:27 Sie haben ein Messer gekauft für Ihren Freund. Wie kam das an?
32:32 Eben den Satz ganz, ganz schnell zu Ende. Ich finde, das ist ja eine Überraschung. Ich glaube nicht, dass jemand damit rechnet, dass man ihm ein Messer schenkt. Ich habe einem wirklich guten Freund ein Messer geschenkt und habe ihm dazu erzählt, ein Messer hat man ja früher nicht seinem Feind gegeben. Weil der konnte ja was Böses damit anrichten. Also vor 200, 300, 400 Jahren. Ein Messer gibt man ja nur jemandem, dem man Vertrauen hat. Und mit diesen Worten habe ich ihm das gegeben.
32:55 Ich habe ihm auch die Geschichte erzählt, was natürlich alles Legendenstatus hat, dass man keine Messer verschenkt, dass man die bezahlen muss. Ich bekam dann auch noch einen Cent von ihm, weil er es abgekauft hat. Und weil ich zu dieser Person hundertprozentiges Vertrauen habe und er wie ein enges Familienmitglied für mich dazu gehört. Das war mein Wunsch, deswegen habe ich ihm das Messer gegeben. Das hat ihn schon wahnsinnig berührt und gefreut. Er hat natürlich dann ein witziges Foto gemacht.
33:25 Er hat selber fotografiert mit dem Messer, welches ich ihm geschenkt habe.
33:29 Und wenn ich den Namen der Person sage, ich glaube, ich kann nicht auch ruhig sagen, wer es gewesen ist, hat er dazu noch eine Gabel in die Hand genommen, weil er immer einen Humor hat. Ach, da haben Sie mir das Wort. Er hat einen kleinen Witz dabei. Wie könnte es anders bei Otto Warke sein, wenn er nicht sofort irgendwo einen kleinen Gag dazu macht. Aber diese Herzlichkeit, die da drin steckt, dass man jemandem was gibt und sagt, ich habe Vertrauen zu dir.
33:51 Er würde mir nicht die Kehle durchschneiden. Das glaube ich machen. Aber das mit dieser Symbolik. Ich habe Vertrauen zu dir und ich möchte dir gerne etwas schenken.
34:01 Und es gibt ja vielleicht von der finanziellen Seite viel, viel wertvollere Dinge. Aber ich glaube, dass das Messer auch für ihn eine Bedeutung hat. Zumal es sicherlich nicht noch jemand anderes geschenkt hat. Zu einem runden Geburtstag habe ich ihm auch mal eine Flasche Wein geschenkt aus seinem Geburtsjahrgang. Ob der es nicht gut war oder schlecht ist, weiß man nicht. Das habe ich schon mehrmals gemacht. Und Karl Gott, ich weiß nicht, ob es den Rahmen sprengt, der hat am 14. Juli immer Geburtstag gehabt.
34:30 Ist ja vor ein paar Jahren verstorben. Dem habe ich dann zusammen runden Geburtstag eine Flasche aus seinem Geburtsjahrgang 1939 geschenkt.
34:39 Und den hat er aufbewahrt. Und den hat er dann erst am ersten Weihnachtstag mit seinen Töchtern in Prag geöffnet. Und er rief vorher an und sagte, Frau Jan Dober, seine Haushälterin, hat den Gänsebraten fertig und wir essen jetzt, aber ich will die Flasche öffnen, dass du telefonisch dabei bist. Das war alleine schon ein tolles Gefühl. Und er öffnete den dann, und das konnte man hören, und er goss den ein und er trank den ersten Schluck und sagte dann zu mir, ach Max, es ist nur furchtbar.
35:10 Der war also total gar nichts. Der war wirklich nichts. Aber diese Herzlichkeit. Aber zumindest war er ehrlich, man hat es gesagt. Ja, allein, dass er anrief, das war nicht irgendwo Pflicht erfüllend, hallo, alles Gute zum Weihnachtsfest, wünsch dir alles Gute. Nein, er hat die Flasche wirklich aufbewahrt bis zu diesem Anlass, in der Hoffnung, dass es ein guter Wein war. Und wer war es dann nicht? Und er hat die Flasche aufgehoben. Und das sind alles so, das sind so, du fragtest zum ersten Mal, du fragtest vorhin, was die schönen Erlebnisse in der Showbranche für mich waren.
35:50 Diese Frage kann man nicht beantworten, weil diese Frage, ja, was war das denn jetzt alles, 45, 50 Jahre mal eben drunter rasseln lassen, das kann ich gar nicht erfassen. Aber im Gespräch kommt so etwas dann raus, und wo man sagen kann, das ist so ein Moment gewesen, das war in diesem Moment von beiden Seiten eine unglaublich intensive Umarmung im Grunde genommen. Und das ist das Entscheidende. Wäre nicht interessant, vielleicht eines Tages so die Memoiren zusammenzufassen, vielleicht zu veröffentlichen?
36:22 Ich bin nicht unbedingt jemand, der sich weit hinten anstellt. Aber da jetzt ein Buch drüber zu schreiben... Weil das ist mal die Künstler in einem ganz anderen Licht. Zum Beispiel auch der Otto Walkes, der macht einen sehr sympathischen Eindruck. Aber diese Geschichte, wo er die Messe so zeigt, nochmal extra mit der Gabel auch nochmal ein Foto schickt, das ist nicht immer selbstverständlich. Selbst gute Freunde machen das ja nicht. Nein, der gibt es nicht. Manche Menschen sind wirklich so echt und so freundlich, so nett, wie auch wirklich da draußen wirken, andere Schauspieler nur.
36:51 Und vielleicht, wenn man so die Memoiren macht, dann... Ich halte nichts von diesen Geschenken, von diesen... Bitte, bitte, dass wir es nicht falsch verstehen, aber diesen Frühstückskörben oder wo irgendwas drin ist oder diesen Höflichkeitsgeschenken. Einfach irgendeine Flasche Wein mitbringen. Man muss sich in der heutigen Zeit... Früher waren ja Geschenke auch dazu da, um einen sozialen Ausgleich zu schaffen. Die Menschen hatten ganz anders Hunger als wir und, und, und. Da kam die Schwiegermutter und brachte einen Pfund Butter oder Kaffee mit.
37:19 An diese Zeiten kann ich mich erinnern, aber der Großteil der Menschen lebt heute in einer anderen Position. Aber sich ein bisschen Gedanken machen. Das hat nicht immer irgendwas mit teuren Dingen oder so zu tun. Ich habe mal bei, auch wieder bei Karl Gott im Hause, zwei kleine Figuren gesehen, die er da stehen hatte. Und die bewunderte ich. Die sind so schön und so toll. Und dann kam er irgendwann im Juli zu uns ins Haus nach Herdecke, um geschäftliche Dinge zu besprechen.
37:48 Und er hatte ein wild eingepacktes Paket, gar nicht liebevoll, doch liebevoll schon. Er war sehr wild, sehr ungekonnt eingepackt. Ich habe im Februar Geburtstag und er kam im Juli. Max, ich habe dir noch was mitgebracht zu deinem Geburtstag. Na toll. Und ich packte das aus. Und das war eine der beiden Figuren. Und er sagte, Hat sich erinnert, dass du sie schön gefunden hast. Diese beiden Figuren, die eine bleibt in Prag stehen, die andere kommt nach Herdecke. Und die sollen unsere Häuser miteinander mit guten Wünschen und im Gut miteinander verbinden.
38:18 Das ist finanziell noch nicht mal etwas sehr Wertvolles gewesen. Aber die Geschichte, das ist mehr wert als... Dalia Lager hat uns zum Einzug vom Haus, sie ist Jüdin, eine kleine Silberplatte geschenkt, wo Symbole drin sind, die Unheil von dem Haus abhalten sollen. Ich glaube nicht, dass diese Silberplatte Unheil von einem Haus abhält. Das glaube ich nicht. Aber der Gedanke von ihr, ich glaube, der kann schon Unheil abwenden. Das hängt bei uns im Haus. Sie hat, als wir uns etwas kauften, dafür eine Decke geschenkt, die wir dann mit dahin genommen haben, zum Zudecken, zum Behütetsein.
39:00 Manchmal sind es auch die Worte, die dazu gehören. Ich habe ihr mal für eine Tournee eine Muschel geschenkt, an einer Halskette, zum Tourneestart. Premiere, wo alle aufgeregt waren. Und diese Muschel sollte sie auf der Tournee beschützen. Eine Muschel schützt ja die Frucht, die da drin ist. Und das sollte sie beschützen. Das sind so viele Dinge. Und ich habe das Glück gehabt, Menschen kennenzulernen aus unterschiedlichen Glaubensrichtungen, aus unterschiedlichen Ländern, aus unterschiedlichen Kulturen. Und ich habe dadurch so viel gelernt, was aus dem kleinen Wolfgang Kamins hier, glaube ich, nicht geblieben wäre, wenn ich immer in meinem normalen Beruf, den ich gelernt habe, geblieben wäre.
39:47 Diese Chance, Industriekaufmann war am Stahlwerk in Hagen, was sehr theoretisch war. Ich fühlte mich immer wohl, wenn ich ins Stahlwerk reinging, wo der Stahl in den Hochofen produziert wurde, den nachher theoretisch am Schreibtisch zu verkaufen und über Preise zu gehen, das war nie meine Welt. Später dann in der Fotografie, das war Emotion. Und das ist etwas ganz anderes gewesen. Aber dieses Glück, was ich hatte durch diese Menschen, die ich da kennengelernt habe, das waren ja für mich nicht die Stars oder irgendetwas.
40:15 Ein Karagott war bei der Hochzeit unseres Sohnes und unserer Schwiegertochter als Freund, nicht als der große, berühmte Star, und hat ein Lied gesungen, aber auch freundschaftlich. Schau, was Liebe ändern kann für die beiden. Das hat er wirklich für die beiden gesungen. Und sich nicht in Szene zu setzen oder irgendetwas. Aber ich stelle euch mal eine gemeine Frage. Lassen Sie sich für sowas bezahlen? Nein. Wenn Sie als Freund kommen? Tatsächlich nicht. Also wenn wir irgendwo, egal von welcher Seite, das klingt auch alles manchmal so hart.
40:48 Es gibt ganz viele Dinge, die ich gemacht habe für den Künstler, die überhaupt nicht lohnenswert sind. Finanziell. Aber die für die Karriere, die für ihn wichtig sind. Und umgekehrt genauso. Wir haben mit keinem der Künstler, mit denen ich so lange zusammengearbeitet, alle Künstler sind zu mir gekommen. Ich habe nie um jemanden geworben. Alle waren bei uns und die waren ja alle exklusiv in meinem Management. Haben wir nie, wir haben am Anfang mal gesagt, wie wir das Ganze finanziell machen.
41:14 Aber wir haben nie, auch nur ein einziges Mal, einen Streit über irgendwelche Provisionen. Das ist ganz klar. Der Künstler macht seine Arbeit, der bekommt sein Geld. Wir haben etwas verabredet, wie der Provisionssatz ist. Der wurde dann in der Zwischenzeit manchmal ein wenig wieder angepasst, weil sich die Verhältnisse zwischen beiden etwas verändert hatten. Also in der Leistung, die man bringt. Das passen wir jetzt ein bisschen an. Das wird bei Ihnen in der Branche auch sein. Sie kaufen die Messe ein, verkaufen die logischerweise mit einem Gewinn.
41:43 Und dann sagt man irgendwo, das passt jetzt oder das passt nicht. Das kann man dann anpassen. Aber das waren immer faire, gute Gespräche, die auch nur Sekunden dauerten, weil das dem Partner dann auch, ob es von ihm oder von mir kam, von vornherein klar war, dass man das so anpassen sollte. Da verschieben sich im Laufe der Zeit ja auch schon mal irgendwelche Dinge. Und das hat es nie gegeben über finanzielle Dinge.
42:10 Es ist immer ein gutes Verhältnis gewesen. Und wenn ich heute so zurückblicke, Wenke Mühre, für die ich aktiv nicht mehr viel tue, weil ich mich komplett aus der Schuhbranche vor drei Jahren zurückgezogen habe, uns verbindet eine enge, innige Freundschaft. Ich feiere nach wie vor die Geburtstage von den Künstlern, die verstorben sind. Roy Bleck ist 1991 verstorben, Karagott vor sechs Jahren, Dalia Lawy ebenso. Die sind in meinem Alltagsleben nach wie vor da. Wir telefonieren mit den Angehörigen, mit den Hinterbliebenen oder wir schreiben uns.
42:47 Es kommt immer noch eine Reaktion von Karagott, Ehefrau Ivana, kommt immer noch eine Reaktion am 14. Juli. Dann telefonieren wir mal länger, mal kürzer. Sie erzählt mir von neuen Dingen, die sie macht. Sie macht jetzt gerade ein Museum in Prag, ein Karagott-Museum, was sehr, sehr ehrbar ist, was Karagott sich gewünscht hätte, wenn sie sich die Grabstelle angucken und die ehrbar erhalten wird, weil das ja wirklich Pilgerstätten teilweise sowohl für Roy Bleck als auch für Karagott geworden sind.
43:17 Das ist alles, der Kontakt ist nach wie vor geblieben und über finanzielle Dinge, das lief so nebenbei, weil das nicht der Kernpunkt dessen war, was man gemacht hat. Das ist sehr, sehr schön. Aber übrigens zu dem Thema Schützt, so Symbole schützen, ich bin schon der Meinung, dass die schützen, zwar nicht der Gegenstand selbst, sondern dieses Drumherum, diese Gedanken, diese Atmosphäre, diese Psyche, diese ganze Drumherum, dieser Wunsch, dann fühlt man sich beschützt und ich denke schon, dass das dann insgesamt tatsächlich die Wahrnehmung anders ist, man benehmt sich anders und dann ist man schon auf eine gewisse Art und Weise noch schon beschützt.
43:55 Böse Menschen. Man muss nur daran denken und daran glauben und fest davon überzeugt ist, dass man auch in einem guten Absicht das bekommen hat. Richtig. Und ich denke, das hilft dann schon. Böse Menschen verfluchen ja manchmal etwas. Auch das ist tatsächlich wirklich so. Aufpassen, Freunde. Ja, aber auch das hilft, nicht hilft, sondern auch das passiert tatsächlich so, weil man, weil der andere, der verflucht wurde, ständig daran denkt, eine Wahrnehmung daran hat, eine Erinnerung daran hat und dann passiert das tatsächlich im Unfall.
44:22 Nicht, weil es verflucht ist, sondern weil es ständig daran denkt. Ich habe mal eine Situation erlebt, wo zwei Menschen sich gestritten haben und sagte der eine zu dem anderen, wann immer dir etwas Negatives passiert. Denkt dran, es könnte durch meine, durch mich entstanden sein. So einen Gedanken zu haben, ist doch furchtbar. Natürlich. Da fällt einem der Dachziegel auf den Kopf. Weil er so wie den Nachtdruck sagt und man glaubt auch, was er sagt, denn... Der Dachziegel fällt einem auf den Kopf und man hat immer den Gedanken, das könnte von dem bösen Buben kommen.
44:52 Diese Verantwortung würde ich doch niemals für jemand anders haben wollen. Doch lieber, dass wir uns alles Gute wünschen, als ich sage, das ist aber jetzt kein sympathischer Mensch, schicke jetzt mal alles Schlechte. Zwei Minuten später passiert dem irgendetwas. Dann hat man die Verantwortung, dass man... Nicht gut. Keine guten Gedanken. Gedanken werden zu Worten, Worte werden zu Taten. Ein Händedruck hat eine Bedeutung. Es ist nicht immer nur dieses Abklatschen. Es ist auch mal wirklich der Händedruck. Es ist das Wort zu einem Menschen zu sagen, auf Wiedersehen.
45:25 Es ist etwas anderes als Tschüss, Goodbye oder etwas. Dieser Wunsch, dass wir uns wiedersehen, da sind manchmal schon Dinge drin, die schon eine große Kraft haben. Meine Frau und ich sagen, wenn ich unterwegs war, was ja in der Zwischenzeit gar nicht mehr der Fall ist, auf der Nähe, und wir telefonierten, habe ich auf Wiedersehen gesagt und sie auch. Viele sagten, ihr seid euch aber als Ehepaar sehr fremd. Ich sage, Das ist etwas noch, das ist ein bisschen mehr.
45:52 Und Worte haben so eine große Kraft und ich zähle mit dazu. Ich will mich da gar nicht ausnehmen. Ich bin manchmal sehr, sehr lax mit meinen Ausdrücken und wenn ich mich mal aufregen kann über irgendetwas, wenn ich was im Fernsehen sehe, dann wird das so mal rumgeschmissen, weil es vielleicht auch lustig ist. Auch schlechte Worte sind mir ja so lustig, was gerade so passend ist. Ich sage so, Dieter Bohlen, Stefan Raab, die haben dann irgendetwas raus. Stefan Raab hat mal eine Schwängerin, die da aufgetreten ist, die wirklich schlecht gesungen hat.
46:21 Da verstehe ich nicht, dass die Familie sie nicht zurückgehalten hat. Du gehst da nicht hin, du kannst es nicht. Was ist das für eine Familie, die dieses arme Mädel da hat hingehen lassen und hat sie gesungen und sprach immer davon, dass sie etwas Besonderes ist. Und Dieter Bohlen sagte dann, stimmt, du bist etwas Besonderes. Du bist besonders.
46:43 Wie muss dieses Mädchen sich am nächsten Tag beim Bäcker oder sonst irgendwo in der Stadt gefühlt haben, er hatte recht. Ich habe auch darüber gelacht in dem Moment. Aber was muss das mit diesem Mädel gemacht haben? Zumal die Familie gesagt hat die ganze Zeit wahrscheinlich, dass sie super gut ist. Die haben wir wahrscheinlich noch geklatscht. Genau, und dann kommt das war lustig in dem Moment. Ich gebe zu, ich habe auch gelacht. Es werden viele Millionen in dem Moment auch gelacht haben.
47:06 Aber was macht das mit diesem Mädel, die auch von ihrer im Moment gültigen Attraktivität nicht die attraktivste Frau der Welt gerade war und dann sinkt die noch schief und krumm und kann es definitiv nicht und wird es nie lernen, der dann zu sagen, geh zu deiner Familie nach Hause und sag ihnen, sie sollen dich das nächste Mal von so einem Fehleinsatz fernhalten. Wäre besser gewesen. Wir beide werden bei 100 Meter Lauf garantiert kein Olympiasieger mehr. Und es ist gut, dass wir Menschen um uns zurückhalten, die uns vor der Qualifikation zurückhalten.
47:43 Richtig, Das ist aber schön, diese Aufmerksamkeit im Leben auf die kleinen Dinge, das ist schon... Ich kann nicht sehr klug reden, habe ich im Alltagsleben auch nicht immer. Wer hat das schon immer? Aber wenn man jetzt in dieser Ruhe hier sitzt... Aber wenn man ein bisschen reflektiert, auch später ist es auch gut, besser als gar nicht. Ja, schön. Kommen wir ganz kurz jetzt mal zu den Modelleisenbahnen, zu den Modelleisenbahnen an sich, sondern zu dieser ganzen Welt, die man drumherum aufbauen kann.
48:12 Da habe ich mal ein bisschen was recherchiert. Es gibt verschiedene Typen und da will ich dich gleich fragen, welcher Typ du bist, wenn man solche Welten aufbaut. Und zwar habe ich hier einmal Typ 1 ist Nostalgie und biografische Verankerung. Viele beginnen das Hobby bereits in der Kindheit. Studien zur Nostalgie zeigen, dass das Wiederaufgreifen früherer Tätigkeiten im Erwachsenenalter emotionale Stabilität fördert positive Erinnerungen aktiviert. Modelleisenbahnen sind oft ein Symbol für Kindheitsträume, die im Erwachsenenalter mit mehr Zeit, Geld und Präzision verwirklicht werden können.
48:47 Typ 2 Flow erleben und Stressabbau Nach der Flow-Theorie bieten Tätigkeiten wie Landschaftsbau, Feinmechanik und Steuerung der Eisenbahn ideale Voraussetzungen für den Zustand völliger Vertiefung. Das Hobby wirkt damit wie eine Meditation in Bewegung. Viele berichten von starkem Stressabbau und erhöhter Lebenszufriedenheit. Typ 3 Technikaffinität und Ingenieursidentität Modelleisenbahnen vereinen Mechanik, Elektrotechnik, Digitalisierung und Handwerk. Psychologisch befriedigt das den Wunsch nach Problemlösungskompetenz und Ingenieursdenken. Eigenschaften, die bei Männern in technischen Berufen besonders ausgeprägt ist. Typ 4 Miniaturwelten als Kontroll- und Ordnungsprinzip. In einer komplexen Welt schaffen Modelleisenbahnen eine überschaubare, kontrollierbare Realität.
49:39 Die Möglichkeit eines gesamten Kosmos im Maßstab 1 zu 87 zu gestalten, befriedigt den TÜVEN Wunsch nach Ordnung, Vorhersagbarkeit und Meisterschaft. Und letzter Punkt Nummer 5 Kollektive Dimension und soziale Identität. Vereine, Messen und Ausstellungen sondern auch Orte der sozialen Bestätigung und Anerkennung. Sozialpsychologisch erfüllen Modelleisenbahnen Communities das Bedürfnis nach Gruppenzugehörigkeit und geteilte kulturelle Symbole. Welcher Typ bist du oder warum beschäftigst du dich mit Modelleisenbahnen? Die Bilder, die ich gerade eingeblendet habe, die sind deine Bilder, die du wirklich tatsächlich auch gebaut hast.
50:23 Das sind keine KI-Bilder, sondern wirklich echte, was du wirklich zu Hause wahrscheinlich hast. Warum machst du das? Also der letzte Punkt, Messen und Austausch gar nicht. Alle anderen Punkte treffen zu. Bei mir ist nicht alles hoch digitalisiert, also es ist nicht so, dass ein Zug fährt im Bahnhof rein, der nächste fährt los. Das ist von der Steuerung von dem relativ einfach gehalten.
50:47 Mich fasziniert die detailgetreue von Gebirgen, von Anpflanzungen von Bäumen, generell von der gesamten Vegetation. treu wie möglich zu machen und das nicht mit Fertigmaterialien zu machen. Natürlich kauft man Dinge in irgendeiner Form zu, also Häuschen und sowas baue ich nicht selber, aber davon habe ich auch nur ganz, ganz wenige, sondern es ist die Natur, durch die so ein Zug fährt. Diese Welt, die machst du schon selber, die gestaltest du selbst? Ja, komplett. Also bei mir gibt es kein fertig gebaut, sondern es ist mit einfachsten Materialien, ein bisschen Draht, ein bisschen Papier, Zeitungspapier, ein bisschen Gips, wird das fertig gestaltet und wird das gemalt.
51:32 Das machst du auch alles? Ja, ja, und das ist für mich gerade, da gibt es ein paar Tricks, wie man das machen kann, wenn man zum Beispiel von der einen Seite, das Gebirge ist ja grob und wild, man sprüht mit einer Farbe von der, einer Farbe von der, allein da kommt schon die Bindigkeit rein, wenn man die Spitzen mit ganz wenig Farbe ganz leicht anpinselt, dazu ist aber eins notwendig, um das, das Können ist die eine Sache, aber das zu sehen, man muss sich die Natur angucken und nur mal gucken, wie sind Brücken gebaut.
52:01 Viele Menschen würden sagen, die Brücken sind alle irgendwie gleich gebaut. Nein, die eine ist aus Sandstein, okay, das ist das Material, aber wie ist die eingebaut? Es gibt alles, alles ist möglich und es gibt nichts, was es nicht gibt und das alleine in der Natur zu sehen, finde ich faszinierend. Ich gucke jetzt hier gerade aus dem Fenster, da ist eine Blutbuche und daneben steht ein Ahorn. Der rote und der grün, in der Zwischenzeit ein bisschen auch gelbe Baum, die stehen direkt nebeneinander.
52:30 Oft sehe ich bei Modelleisenbahnen, dass alles so eine große Ordnung hat. Die Natur fragt nicht nach Ordnung, die macht einfach irgendetwas, was sie will. Und das ist das, was mich fasziniert. Ich habe für so viele kleine Szenen diese Figuren kauft man dann, weil da sind die Augen und der Tatterkreis nicht gut genug, um das alles selbst zu machen. Da wird hinter einem Bahnbetriebswerk gegrillt. Da stehen ein paar Leute rum, ein Dicker, der am Grill steht, der gerade grillt, sind natürlich und Vorurteile damit eingebaut werden.
53:02 Da geht eine Familie spazieren, da fotografiert ein Vater, sein Kind vor einem uralten Traktor, so wie es in der Natur tatsächlich sein könnte. Das alles zu sehen und zu empfinden, wir haben in Bochum-Dahlhausen ein wunderbares Eisenbahnmuseum, wo eine P38 bis nach Hagen fährt, mit der mal zu fahren, diesen Dampf, diesen Wasserdampf zu riechen, die verbrannte Kohle zu riechen. Das Ganze, die fahren nach eine P38, traumhaft schöne Maschine. Es war dann mal ein großes Treffen dort, wo viele Züge präsentiert wurden.
53:43 Da gibt es auch diese Lokomotive, einen V200 und was weiß ich alles. Und dann hieß es auf einmal da eine Lokomotive die größte und stärkste. Die Fachleute werden sagen, die 03, die 05 ist noch größer. Aber die 01 ist eine riesengroße Maschine. Das ist die Fernzüge Lokomotive so 50er Jahre. Die war auf irgendeiner Reise und brauchte Kohle und Wasser. Und dann haben die sich unterhalten, ganz kurzfristig, dass die jetzt nach Bochum-Dahlhausen kommt. Wir wollten eigentlich nach Hause fahren, aber da warten wir.
54:12 Und jetzt setzt der um 22 Uhr im Sommer die Dämmerung ein und man hörte diese Maschine kommen, diese tiefe, dunkle, heftige Geräusche. Und dann blieb sie irgendwo stehen an einem Haltesignal und fuhr dann wieder an. Und diese Schnauben und Staufen und dann kamen sie in den Bahnhof Bochum-Dahlhausen reingefahren.
54:31 Das dröhnte im Körper. Das war so unfassbar. Das war ein Erlebnis. Feuchte Augen.
54:41 Das ist die alte Technik, dass Menschen mit ihren Händen schwitzten und arbeiten und machten, so eine Maschine zum Bremsen zu bringen, die ganzen Dinge. Das fasziniert mich und ich mache nicht 1 zu 87, das ist ja H0. Ich mache 1 zu 160, damit ich auf dem gleichen Raum mehr unterbringen kann. Und ich habe eigentlich so ein bisschen so Bahnbetriebswerk deswegen nachgebaut, weil man da viele Lokomotiven unterbringen kann. Der Mann ist ja Sammler und Jäger, also kaufen auch.
55:10 Und dann so eine 0,1, eine 0,3, eine 0,5, diese ganzen Lokomotiven da stehen zu haben. Eine 89er, auch eine 0,38. Und die stehen dann da und in der Fantasie ist das, das Wort spielen passt nicht. So ein Nachempfinden von irgendwelchen Dingen. Das macht man auch mal richtig in diese Welt ein. Dann ist ja direkt mit drin. Und das Bauen ist eigentlich das schönste und befriedigendste, das ist etwas schaffen, eine eigene Welt schaffen. Und ich mag es dann einfach nicht alles so glatt zu machen, sondern Felsvorsprünge, die ganz knapp über die Lok drüber gehen, wie es auch in der Natur ist, wo man dann unter einem Felsen, der in der Natur weggesprengt wäre, dass da Gleisarbeiter sind, dass da viel Leben einfach drin sind.
55:52 Wenn man sich das anguckt, das ist keine große Anlage, aber dass man viele, viele, viele, viele Dinge sieht. Und ich bin, glaube ich, einer mit der ersten gewesen, die in der großen Ausstellung in Hamburg gewesen ist, die, glaube ich, die größte Anlage der Welt ist.
56:07 Ich glaube, von der Gestaltung, von der Größe, von dem allen nicht, aber sind meine Berge geschaltet. Nicht unbedingt schlechter. Du bist ja auch Künstler, da kommen wir nachher noch zu sprechen. Also das ist ja natürlich schon Vortrag gegenüber den anderen Hobie-Modellen. Ist mir schon gelungen, die Dimensionen da natürlich. Und wie die sich da oben von der Miniatur Wunderweg, glaube ich, heißt die, in Hamburg gemausert haben, am Anfang waren die nicht so perfekt wie heute. Heute ist das unfassbar.
56:36 In der Anfangszeit war alles, aber welche Anfänge, waren deine Anfänge mit Messern perfekt? Wo ist das schon so gewesen? Das, was die heute machen, ist unglaublich. Die kaufen kein Modellbausatz mehr. Die machen alles selber. Das ist toll. Und da einfach so ein bisschen ja so was anderes machen. Und in der Winterzeit, wo die Reisen bei uns ein bisschen weniger sind, wo Fahrrad fahren und all die Dinge, wo man alles weniger macht, da ist dann so ein bisschen Mehr Zeit für dieses...
57:06 Bastelzeit. Und das ist eigentlich ganz schön. Oft wird ja der Modellbahner so ein bisschen als der verknöcherte, bisschen eigentümliche Mensch irgendwo dargestellt. Die gibt es. Die gibt es tatsächlich.
57:21 Das ist mir egal. Das macht mir Spaß und ich mache das. Alles, was man erlebt, mache es. Mach es, wenn du Spaß dran hast. Und weißt du, was das Schöne ist? Wenn ich Strecken zusammengestellt habe und das ist also nichts Fertiges gekauft, das ist der gesamte Gleisplan, ist selbst entwickelt. Meine Frau weiß ganz genau, was eine Schiene 0,3, 0,4, 0,5, 0,6 ist und die war... Nee, sie sagt, da kannst du... Der Radiuspass... Die kennt die Zahlen davon auswendig und die guckt dann zwar, was willst du denn jetzt schon wieder?
57:49 Und dann ist sie auf einmal mit drin. Und wenn ich so ein kleines Stückchen wieder Natur nach meiner Fantasie geschaffen habe, die aber an der Realität angelehnt ist, guckt und sagt, ja, das ist gut. Einen Bahnübergang gestalten. Wie ist eigentlich so ein Bahnübergang gestaltet? So ein Fertigteil zu kaufen und klack, klack, die Schranken gehen runter. Langweilig. Wie ist der eigentlich? Wie kommen Leute eigentlich übers Gleis im Bahnbetriebsgelände? Das ist ja gefährlich, da rüber zu hüpfen. Dann sind kleine Platten da hingelegt, dass man rüberkommen kann.
58:21 Diese ganzen... Das hat mit Sehen und Aufmerksamkeit zu tun und ich müsste noch viel genauer hingucken und es ist so vieles, was man da entdecken kann. In Hagen-Vorhalle kann man auf der... Ich weiß gar nicht, wie der richtig heißt. Da gibt es so einen Bahnhof, da werden die Waggons hochgeschoben, die sind dann abgekuppelt und dann rollen die runter und werden neu sortiert. Da nur mal ganz kurz, wie diese Waggons, die auf einem Zug, die, weiß ich nicht, 150 Waggons, schätze ich jetzt mal, wenn die hingeschoben werden und dann werden die...
58:50 Der geht dahin, der geht dahin. Sieht das alleine, kann man von einer Brücke wunderbar aussehen. in Hagen-Vorhalle, Funkenhausen ist das. Das ist doch faszinierend, da sitzen Menschen, die arbeiten, die machen etwas, ich glaube, dass sie abends eine große Zufriedenheit haben. Ich mache das mit viel Spaß und offenen Augen. Aber das ist ja wieder, was du gesagt hast, mit deiner Frau, dass sie auch ein bisschen mit involviert ist. Das ist natürlich umso schöner, wenn der eigene Partner so zumindest ein bisschen mitmacht, versteht, Verständnis hat für das, was du tust und auch mithilft, finde ich immer sehr viel wert.
59:23 Als wenn ich sage, oh Gott, der geht da schon wieder im Keller, der macht das schon wieder. Ich habe manchmal die Sorge, dass durch diese Intensität, die ich bei vielen Sachen, wenn ich was mache, will ich ja immer richtig dran, dass sie so ein bisschen in ihrem Leben vielleicht zu kurz gekommen ist. Habe ich manchmal ein schlechtes Gewissen. Sie behauptet zwar immer nein, dass das alles in Ordnung wäre.
59:44 Aber ich bin immer der, meine Frau ist mit ganz, bescheiden, als wir noch Hunde hatten, reichte ihr die Hundeleine und draußen die Natur zu genießen. Die braucht keine Düsseldorfer Kö, die braucht keine Hohe Straße in Köln oder Mönkebergstraße in Hamburg. Das braucht ihr alles nicht. Alles, was Commerz ist, muss ich eigentlich eher aufzwingen. Aber ich erinnere mich an den ersten Besuch bei dir in deinem Haus, also hier in dem Hause, wo du die Messer hast und wir uns das anguckten.
1:00:12 Ich war da ja viel sparsamer und dann war ein Messer, was ein bisschen teurer war. Erinnerst du dich daran, dass du sagte, wenn dir das besser gefällt, nimm das doch. Nimm nicht das, aber das gefällt dir, nimm das. Sie ist für sich selbst bescheiden und für andere Sachen, aber extrem großzügig. und allein das, ich habe immer das Gefühl, dass ich sie nicht genug wertschätze und ihr das gebe, was sie eigentlich verdient hat. Ist so. Sie guckt nachher das Video, dann wird sie das überreden.
1:00:48 Beschwer dich, dann beschwer dich doch, wenn es so ist, ja. Schön. Wie lange bist du verheiratet, wenn ich fragen darf?
1:00:59 1972 geheiratet, also jetzt 53 Jahre. Glückwunsch. Ist selten. Ich kann mir nicht vorstellen, falls dieses Video mal irgendwann später jemand sieht, dass sich da Wesentliches ändert. Beide gesund, nicht nur einer, beide gesund. und ich habe immer gesagt, so zu meinem 70. Ein Drittel, zwei Drittel meines Lebens habe ich hinter mir, ein Drittel noch vor mir, das heißt 105 und daraufhin planen wir und wenn es anders kommt, man wird sehen. Neulich sagte ein Freund oben an der Ostseite, mir jahre, sprachen wir über das Alter und da sagt die Dame, nie so alt will ich nicht werden.
1:01:38 Und das hat mich richtig traurig gemacht. Warum will ein Mensch das nicht werden? Wir wollen nicht krank werden, wir wollen nicht leiden. Das kann man sagen. Genau das, den Unterschied meine ich auch. Vielleicht haben die aber im Kopf, wenn die sagen, ich will nicht so alt werden, weil die damit Krankheit verbinden. Aber ich finde, das sollte man auch sagen. Ich möchte nicht alt und krank sein. Nein. Aber theoretisch kann man auch 120 werden. Warum soll man das nicht werden wollen?
1:01:58 Ich habe einen Ersatz gehört, den habe ich noch nie gehört. Ich will stehend sterben. Habe ich auch darüber nachgedacht. Ach so, damit man nicht bettlägerig ist. Also man möchte nicht... Stehend sterben. wenn man nachts im Schlaf stirbt, wird morgens wach und ist tot, dass man liegen gestorben, aber trotzdem stehen sterben. Ja, ja, ja. Stehend sterben. Ein tolles Wort. Liegen sterben, sechs Wochen leiden und, und, und sich verabschieden müssen und dieses Ganze. Nein, das nicht. Stehend sterben, aktiv sein, von mir aus abends ins Bett gehen, morgens nicht wach werden und man ist überrascht, dass man von oben sich sieht und sagt, hu, komm Junge, steh auf, geht aber nicht.
1:02:35 Das ist wirklich jetzt ein guter Proof. Das finde ich so, das will ich. Ich will nach Möglichkeit, an dem Tag, an dem ich Rente bekam, wurde ich nicht älter. ich bekomme jetzt Rente, wunderbar, toll. Aber weiter aktiv sein, irgendetwas machen. Es ist egal, ob das Briefmarken sammeln ist, Laguiollmesser sammeln, Eisenbahn, Wohnmobil, es ist egal, irgendetwas machen. Nichts von diesen Dingen. Du machst ja so viel schon. Und dann kommen wir gleich zu dem nächsten. Aber nichts ist wichtig.
1:03:05 Ja, ja. Laguiollmesser sind nicht wichtig. Nein, an sich für sich ist ja keiner wichtig, aber die Menge, die du machst, ist schon beeindruckend. Das nächste ist zum Beispiel Luftpistolen schießen. Das ist auch so eine Sache. Das ist ja, guckt man hier ganz komisch. Du durftest oder konntest oder solltest keine mitnehmen, wir wollten hier eine präsentieren, aber naja, das ist ja so eine Sache immer. Man wird ja sehr leicht in die Ecke gedrängt, dass man Waffen nahe, oder irgendetwas ist.
1:03:31 Komisch nur, dass die Biathleten, die eine Höchstleistung im Sport bringen, auf Skiern rumrasen, das Herz rattert und pumpt und dann stellen die sich hin und schießen und das wird bejubelt. Sobald einer eine Waffe anhält, nein, das ist kein Mordinstrument, dann wäre das hier und jedes Küchenmesser für einen Euro auf dem Markt gekauft, wäre dann auch ein Mordinstrument. Das ist, finde ich, Quatsch. Aber es wird so ein bisschen kritisch gesehen. Mich reizt daran die Konzentration präzisen Waffe, sich hinzustellen, sich komplett zu konzentrieren, auf den Schießstand im Club zu gehen, sich zu konzentrieren, anzulegen, der erste Schuss und wenn der nicht hinhaut, vergiss es, geh nach Hause.
1:04:13 Ach, der erste Schuss entscheidet tatsächlich?
1:04:18 man merkt direkt, ob man ausgewogen ist oder nicht. Und diese Schießen dann und sehr konzentriert zu sein und die Meisterschützen, wovon ich ja Meilen, Kilometer weit entfernt bin, wenn die schießen und die versemmeln den ersten Schuss, man muss das vergleichen, glaube ich, mit einem Sprinter. Ein Sprinter beim 100 Meter Lauf, wenn der nach 5 Metern stolpert und sich erst die Schuhe zubinden muss, der braucht nicht weiterlaufen. Der 10.000 Meter Läufer, der kann nach 400 Metern nochmal sich ganz kurz auf den Gartenstuhl setzen und Kaffee trinken und weiterlaufen, wird vielleicht trotzdem erster.
1:04:48 Das kann man kompensieren in der Zeit. Beim Schießen ist das ja auch, die Schießen ja die Profis, schießen ja so hohe Ringzahlen, wenn man den ersten Schuss, 5 Ringer, also 10 ist die Höchstzahl, bei 5 ansetzt und der erste Schuss landet in der 5. Auf Wiedersehen. Da braucht man nicht mehr. Der Golfer, der ein paar 3 zu spielen hat, ich spiele keinen Golf, das ist nur Theorie, vielleicht sage ich auch Gertes, der ein paar 3, also der soll er mit 3 Schlägen machen.
1:05:13 Wenn der dazu 18 Schläge braucht, dann braucht er im Wettbewerb nicht mehr weitermachen, dann ist das Ding durch. Und so ist das beim Schießen, dieses sich konzentrieren darauf, ganz kurz zur Ruhe kommen, diese einatmen und dann irgendwo sagen und wirklich, alles muss weg sein und manchmal merke ich auch, da rattert noch alles irgendwo und dann schießt man und man schießt irgendwie und sagt, das ist auch ein bisschen wie Meditation oder wie gesagt, der Leisembahn, die du machst, wo du richtig eintauchst, auch hier, wenn du nicht 100% da bei dieser Pistole bist, wie du sagst, das kann man es im Prinzip vergessen, weil jeder Gedanke lenkt davon ab es ist so fitzelig und so kleinteilig und den Wind zu beobachten, ob Wind ist, das ist ja eine Luftpistole, die eigentlich keinem Menschen Schaden zufügen kann.
1:05:58 Das sind alles Waffen, die frei verkäuflich sind. In Deutschland sind ja bis 7,5 Joule ja erlaubt. 7,5 Joule, die möchte ich auch nicht im Popo kriegen, tut weh, aber sie kann nichts anrichten. Wie gesagt, das Messer, da kann ich auch jemanden ins Auge stechen, das ist dann sicherlich auch eine ganz schlimme Sache und mehr ist das auch nicht. Es geht wirklich um diese Konzentration, diesen Fokus zu haben, einen Ausgleich zu haben und es gibt einfach Tage, das ist beim Rasiermesser genauso, es gibt Tage, wo ich sage, heute machen wir das noch nicht.
1:06:33 Das muss man schon können und sehr konzentriert sein. Die Schnitte, die ich im Gesicht schon hatte, zeugen davon. Also mit dem elektrischen Rasierberat, ja den kann ich mir aufs Gesicht drücken, da passiert gar nichts. Diese 3, 4, 5 Klingendinger, wie will ich mich denn damit schneiden? Diesen Rasurergebnis ist ja auch nicht schlecht. Dann ein Rasierhobel, den ich meistens benutze, wo eine Klinge drin ist, mit offenem Kamm oder geschlossenen Kamm. Mit geschlossenen Kamm ist vorher noch eine Stahlschiene, die die Klinge schürzt.
1:07:01 Wir kommen gleich dazu, da ist auch eine schöne Sammlung. Da kann man es machen. Und dann den Rasierhobel mit offenem Kamm, wo also die Rasierklinge direkt auf die Haut geht, aufpassen. Oder mit dem Rasiermesser, wenn ich nicht nur runterziehe, sondern ein bisschen schräg ziehe, dann habe ich den Schnitt. In der Anfangszeit, als ich damit angefangen habe und meine Frau traute sich, auch nur in die Nähe zu kommen und Geräusche zu machen, da brauchte ich, inzwischen kann ich das wirklich fast blind.
1:07:33 Das wollte ich unbedingt können. Und das war der Reiz. Braucht kein Mensch. Kein Mensch auf der Welt muss sich mit... Wir haben vier Enkelkinder, die beiden ältersten Jungs, 22 und 20 Jahre alt. Die fangen auch an, so einen Spaß daran zu haben. Das finde ich klasse. Und ich erinnere mich dann immer an meinen Großvater, der in Würden bei Heide oben an der Nordsee lebte und ich habe viel Zeit mit denen verbracht. Mein Opa hat sich auch mit einem Rasiermesser rasiert.
1:08:01 Und wenn der dann zum Friseur ging, der da oben Putzer hieß, zu Putzer Schwarz, zu Herrn Schwarz ging, dann hat mein Opa 20 Pfennig damals bezahlt und fürs Rasieren 10 Pfennig extra. Und manchmal, wenn er es sich leisten konnte, hat er sich vom Putzer den Bart rasieren lassen. Und das habe ich immer noch so im Kopf und ich habe das Gefühl, dass der Rasierschaum, den ich selber verwende, nicht aus einer Spraydose oder so richtig im Seifendüpfchen angeschlagen, das riecht nach Opa.
1:08:35 Und ich habe von dem so viele Dinge mit auf den Weg gebracht, der hat sich nie hingesagt. Ich erzähle dir jetzt was. Der hat einfach gemacht und ich habe zugeguckt und habe das gelernt. angefangen Hähnchenschlachten, wie Eier rausgeholt werden bei den Kaninchenschlachten, all diese Dinge, die so grausam, so furchtbar klingen. Viele Menschen essen Fleisch, nehmen, mal miterleben, wie so ein Tier geschlachtet wird, das ordentlich und vernünftig machen, dass es da bei den großen Hamburger Ketten zu kaufen gibt.
1:09:09 Leute, das ist Fleisch. Das ist nicht irgendetwas. Und das Brot und alles, das sind alles Dinge, die ein Mensch gesät und geerntet hat. Da müssen wir sorgfältig mit umgehen. Und diese Dinge, bei meinen Großeltern wurde an Lebensmitteln nichts weggeschmissen.
1:09:28 Mindesthaltsbarkeitsverkaufung, gab es nicht. Und man hat daran gerochen, ob es noch gut oder schlecht war. Und dann war diese Sache. Ja, viele vergessen, dass MHD mindestens heißt und die nehmen es als höchstes. Man interpretiert oft, dass MHD als höchst, also HHD. Manches will ich auch nicht mehr essen, es dann ungenießbar aussieht. Also Spinat, drei Tage auf der offenen Herdplatte stehen und den Rest davon essen, würde ich sagen, sollte man vielleicht nicht machen. Aber diese ganzen Sachen, dass mein Großvater, meine Großmutter, meine Eltern, meine Frau, mein Sohn, unsere Enkelkinder, die machen mich ja aus.
1:10:06 Die prägen mich ja. Und ein Stück unsere beiden ältesten Enkelkinder, Jan und Jakob, besuchen uns jedes Jahr oben an der Ostsee. das sind schon erwachsene Jungs. Richtig gut, das sagen alle Großeltern. Und die haben sich jetzt schon wieder für nächstes Jahr angemeldet. Und ich habe denen dieses Jahr auch wieder gesagt, als sie wegfuhren, das ist die beste Zeit des Lebens. Und ich habe vielleicht, einmal habe ich zu Jakob gesagt, sage ich, das, was ich jetzt gerade dir sage, vielleicht in 50 Jahren sagst du es deinen Enkeln.
1:10:35 Das hat mein Opa gesagt. Und das wird so sein. Das ist doch ein schönes Gefühl, so etwas auch weitergeben zu können. Und ich hoffe nicht, dass ich mit dem Finger da stehe und belehrend etwas mache. Sondern wir leben da. Und ich habe auch diesen Sommer wieder so viel von den beiden Jungs gelernt. Ein Flüchtling bekannter hat mal zu mir gesagt, die heutige Jugend, die sind alle doof. Was für Leute kennst du? Die beiden Jungs sind super. Und die Freunde, wir kennen das Umfeld von denen.
1:11:02 Ich bin 73, die sind alle um die 20. Ich kenne so viele Freunde von denen. Die sind alle klasse. Ich habe nicht mit allen 100% die gleiche Meinung. Dann kamen die vor einem Jahr an und sagten, wir wollen zum Bushido-Konzert. Jetzt wissen die, dass ich da einen gewissen Zugang zu habe. Opa, kannst du mitgehen? Weil sie dann wussten, dann können sie mit Backstage und das Ganze. Und ich hatte kein Interesse daran. Habe mich dann breitschlagen, dass meine Frau und ich sind mitgefahren, allein die Jungs zu erleben, das ganze Konzert zu erleben.
1:11:31 Ich lerne jeden Tag von denen und will von denen lernen. Und nicht irgendwie, dass ich sage, das kriege ich alleine hin. Ich lerne vom Leben andere Sachen von denen. Die müssen mir nicht das iPad einrichten oder irgendetwas. Das kriege ich Gott sei Dank alleine hin. Aber Dinge des Lebens lerne ich von denen. Und das ist so wahnsinnig wertvoll und so wahnsinnig gut. Ich muss denen dankbar sein. Die sollten auch den Alten ein bisschen dankbar sein. Diese Mischung aus den beiden Welten, die ist wirklich wertvoll und unersetzbar für nichts.
1:12:05 Die kriegen diese ganzen Verrücktheiten, diese ganzen Hobbys, nee, es sind Verrücktheiten. Das kriegen die alles ganz genau mit. Ich habe die auch mal gefragt, habt ihr Interesse an so einem Messer? Weil ich möchte denen doch gerne so was schenken. Da haben die noch keine Antenne für. Die haben die gesehen und haben keine. Ich könnte jetzt ja hier sagen, weil ja nun hier jemand sitzt, der auch mit den Dingen handelt. Ja, die wollten sofort zehn Schüsse. Nein, die wollten keine haben.
1:12:30 Das ist doch in Ordnung. Irgendwann kommen die vielleicht drauf. Aber die Erfahrung habe ich auch gemacht. Also das ist ja so, dass dieser Interesse für solche schönen Dinge, sage ich mal, die etwas mehr kosten, kommt erst mit dem Alter. Wenn man vielleicht in jungen Jahren möchte man sich einrichten, möchte man das Notwendige erstmal kaufen. Ja, das, was man braucht. Aber es kommt irgendwann im Alter, vielleicht 35, 40. Da hat man schon das meiste. Und dann überlegt man sich, hey, ich will vielleicht nochmal was Schönes mir anschaffen.
1:12:57 Und dann guckt man zum Beispiel nach La Joule. Das heißt tatsächlich, unsere Kunden sind meistens ab 40 Jahre aufwärts. Das ist so. Finde ich auch gar nicht schlimm. Aber denen das anbieten und die müssen sich annehmen. Die bieten uns laufend Dinge an.
1:13:12 Der Zweitälteste sagt jetzt, fahrt ihr auf die Karavanmesse nach Düsseldorf?
1:13:18 wir müssen da nicht hin, weil wir brauchen nichts. Das will ich nur ein paar Leute, die wir ganz gut kennen, da wieder zu treffen. Und da will er mitfahren. Jetzt waren Oma, Opa und der junge Kerl gemeinsam auf die Messe nach Düsseldorf. Das ist für mich eine ganz, ganz, ganz große Freude, allein um ihn auch zu erleben. Er hat Interesse an den ganzen Dingen, will sich jetzt für so einen kleinen Grill, so einen Zusammenstick bahnen. Scotty, soll keine Werbung sein, aber ist auch wurscht, will er sich kaufen.
1:13:45 Dann guckt er sich das an, dann wird er sich noch die Alternativen dazu angucken. Das ist doch alles super, das zu erleben, mit denen gemeinsam zu leben. Und dann sind die auch wieder in ihrer eigenen Welt, die ganz anders ist als unsere. Und wir sind auch oft in unserer Welt, an denen die nicht Teilhabe haben. Und das ist mit dem Sohn genau das Gleiche. Der hat natürlich seine eigene Familie. Die Kontakte zu den Enkelkindern sind viel, viel häufiger als mit dem Sohn, weil wir das mit dem Sohn ja schon alles erlebt haben.
1:14:13 Der hat das ja schon alles mitgemacht. Der ist ja schon fertiger.
1:14:17 Interessant, fertiger. Das ist ein schöner Ausdruck. Sind wir beide schon fertig? Ich habe schon das Gefühl. Der Ausdruck ist einfach interessant zu dem eigenen Sohn. Ich glaube, wenn wir fertig sind, dann ist das Ende nah. Solange wir nicht fertig sind, vielleicht ist das das verkehrte Wort, aber ich glaube, du weißt, ich weiß schon, aber dieses Wort fertiger, das bezogen auf die Kinder und die Ängste. Ich will noch, du hast mich gefragt, ob ich bereit bin, das hier heute mitzumachen.
1:14:44 Kurzes Überlegen, warum, weshalb, von dem Leben, dem Stück, was da eventuell noch ist, geschnitten, für eine andere Sache. Ist das interessant, ist das uninteressant? Ein Gewinn in irgendeiner Form kann man gar nicht, also in dem, wie die meisten sagen, hast du davon irgendetwas, hast du dadurch mehr auf dem Konto, passiert irgendetwas? Nein. Aber es ist wieder eine Begegnung, die wieder anders ist, als die anderen Begegnungen. Es ist wieder ein Dazulernen. Es ist sogar, erlebe ich immer wieder, beim eigenen Erzählen.
1:15:18 Und ich rede ja die ganze Zeit da nicht nur. Beim eigenen Erzählen lerne ich ja. Weil manche Sachen, die reflektierst du, während du jetzt sprichst, und die vielleicht tagsüber nochmal anfangen, gar nicht so. Ich würde dich eigentlich viel mehr fragen, weil ich habe eine Menge Fragen, die mich wirklich brennend interessieren. Soll ich mal? Zum Beispiel, Messer schärfen, damit habe ich immer ein Problem. Wie schärft man richtig ein Messer, ohne diese schöne, das Damast nicht kaputt zu machen?
1:15:49 Mir ist klar, dass ich nicht flach darauf rumreiben kann. Aber wie geht das alles? Was für Schleifesteine nimmt man? Ich weiß, die Feinkörling und, und, und. Aber mir fehlt dann der Mut, das auch selber zu machen. Ja gut, da gibt es ja natürlich, gerade wenn man so ein bisschen Angst hat, wie du gerade sagst, Hilfssysteme. Jetzt mache ich die Werbung für eine Konkurrenz, die wir nicht im Programm haben. Das mit der Rolle. Horl heißt das. Da kann man nicht viel falsch machen, auch nicht viel kratzen, weil der Winkel schon vorgegeben ist.
1:16:16 Wie man was richtig machen? Ja, man muss ja nur ein bisschen rollen. Also ich habe auch gehört von anderen Kunden, die das haben. Ich habe das selber nicht, aber ich habe gehört, funktioniert. Man zerkratzt die Oberfläche nicht, weil du hast ja gerade gesagt, wenn du das Messer natürlich, wie ich schon in einem Video mal gezeigt habe, wirklich so auf einem Stein bewegst, ist natürlich die Gefahr sehr groß, dass du die Oberfläche gerade hast und das Mastmesser zerkratzt.
1:16:39 Und das ist völlig klar. Und man müsste theoretisch mit einem ganz billigen Messer erstmal wirklich viele, viele Male üben mit dem Schleifstein. Schleifstein. Und auch dann kann es immer noch passieren. Man ist im Moment unabgelegt, man hat einen Fehler und zack, den Kratzer kriegst du nie wieder weg. Deswegen solche fertigen Systeme, wo dieser Winkel schon fest eingestellt ist, wie zum Beispiel Horn. Das ist relativ gut, finde ich. Und risikoarm. Es kostet ein bisschen mehr. Ich glaube, das ist um die 150 bis 200 Euro, wenn man sowas hat.
1:17:09 Aber die Höhe des Messers ist jetzt ja hier relativ gering. Ja, aber auch dafür geht es. Geht, ja? Doch, das geht. Ich dachte, dass man es nur bei längeren Messern machen könnte. Nein, nein, aber da geht es. Da kann man ja feststellen, wo Position ist, man magnetisch direkt festgehalten. Also ist schon, muss ich sagen, wirklich ein super tolles System. Noch ein Punkt, der ich dir nur empfehle. Noch ein Punkt, der ich auszeichne, du verdienst es nicht. Du verdienst kein Geld damit, dass du diese Empfehlung jetzt gegeben hast.
1:17:34 Ist von einer anderen Firma. So einen Ratschlag, wenn wir noch hören, dann fährt die Firma jetzt wahrscheinlich, weil sie zwei Stück mehr davon verkaufen, ein bisschen mehr. Egal. Doch, also das kann ich wirklich jedem, übrigens jeder, der ein bisschen, vielleicht Sorge hat, ein bisschen unsicher ist, doch schon empfehlen. Die Schärfsten Messer sind es ja nicht. Nein, da haben wir in der letzten Messertalk festgestellt, gerade die Anfangsschärfe, weil die werden mit dem Band geschärft und nicht richtig ordentlich mit dem Stein die sind nicht so scharf.
1:18:06 Also wir haben so eine besondere Maschine, Bess heißt die und bei der Auslieferung ist, bei den Laguiole Messer ist ungefähr 300, so als Wert. Es geht nach unten, wird immer besser. Die richtig tollen Scharfe sind 75 bis 100 und der hat einen Standardwert, sagen wir mal von 300, also nicht gerade hoch. Das heißt, wenn man wirklich rasierscharfe Messer haben möchte, wie du jetzt dann gleich zeigst, dann muss man schon selber schärfen. Und da reicht auch der Haul-System aber auch nicht diese Runde, da muss man auch schon, wenn das geht, ein Leder dazu geben.
1:18:36 Und mit dem Leder kriegst du dann tatsächlich anschließend so scharf wie deine Rasiermesser klingeln. Das geht schon. Also ein Messer auf dem Wochenmarkt gekauft für einen Euro aus Japan ist schärfer als ein hochwertiges... Das ist tatsächlich so, weil die Chinesen und auch die Japaner legen mehr Wert darauf als die Franzosen, dass die Anfangsschärfe da ist. Also das ist mehr ein Kunstwerk. Klar, sollte auch natürlich sein, aber das ist nochmal leider so. Das heißt, es ist schmiedenübergreifend, dass die Messer nicht so die aller, aller Schärfste sind.
1:19:09 Für die Radiesienschaft. Das, was man macht gerade eben, das wird meistens für Lebensmittel benutzt und dafür reicht das allemal. Gar keine Frage, reicht das allemal. Aber wenn man wirklich Schärfe haben möchte, dann muss man es schon selbst machen. Soll ich mal sagen? kommen wir zu den Rasiermesser und da muss ich sagen, als wir das erste Mal gesehen haben, hast du es mir auch gezeigt, du hast sie gerade weggebracht zu einem Schärfer. Du willst ja immer schärfen und interessant ist, danach fand ich es so schön, dieser Rasiermesser, dass ich es selber mir eins gekauft habe.
1:19:46 Nicht so hochwertiges wie du, sondern ich glaube 70 Euro besucht, aber ich habe es nicht geschafft. Also ich habe es echt nicht geschafft, mich da ordentlich damit zu rasieren. Wahrscheinlich, so wie du gerade gesagt hast, man muss sich wirklich damit beschäftigen, man muss probieren, testen. Was ist das in der Mitte? Da ist etwas Goldenes. Das sieht sehr, sehr schön aus. Signet von dem Messermacher. Ich glaube, es gibt in Solingen nur noch zwei. Einmal den Herrn Wacker, ein sehr, sehr alter Herr und das glaube ich ist eines der letzten Messer, die ich von ihm gekauft habe.
1:20:17 Auch eins meiner, gar nicht so wahnsinnig. Wie viele Rasiermesser hast du? Ich habe hier sieben. Sieben habe ich mitgebracht, für jeden Tag ein. Das sind doch alle, achso, echt, du benutzt jeden Tag ein anderes? ich muss ja ein Argument für meine Frau haben. für ein Messer. Man sollte das Messer von der Klingel zwei Tage ruhen lassen, weil sich das schon bewegt und in irgendeiner Form nach wie vor eine so Nachschwingung hat. Sagt man, wie viel davon Mythos und Wahrheit, das weiß ich nicht.
1:20:44 Und da die Woche sieben Tage hat, ich habe mich nicht getraut, ihr zu sagen, man muss im Monat für jeden Monatstag eins haben, bei 28, 30, 29, 31, aber auf sieben Tage hat es nicht. Wenn wir schon bei Trauen sind, wie viel kostet so ein Messer? Das war, das ist, den Namen kann ich sagen, das ist von Herrn Wacker, der macht das in Soling, ich glaube, der Sohn macht das noch weiter, ein wirklich sehr, sehr älterer Herr und ich war bei dem in der Werkstatt und das ist fantastisch gewesen, das zu sehen, Wacker, muss ich ganz ehrlich sagen, hätte ich gerne noch eins mehr gehabt, aber man bekam nichts mehr und richtig halten, du weißt, wie man es richtig hält?
1:21:22 Nein, ich sehe gerade, der hat keine Sperre, du musst es ja komplett halten, nein, ich weiß nicht, was hält, meine hatte eine Sperre, das heißt, ich hatte das Problem ja nicht.
1:21:36 das klappt. das nur kurz auch halten, das heißt, bist du rechts oder links? Rechts, wie war das nochmal? Ich weiß es jetzt. zwischen den, okay. Entweder, je nachdem, wie man es malt, das geht nicht. Beide Zerge, Mittelfinger und dann der Ringfinger unten in die Perbe rein. Okay, das heißt, Kann man.
1:22:00 Echt?
1:22:02 das ist aber jetzt irgendwie... ich glaube, da sollte man auch keinen Tipp geben, irgendwo, wie man es macht. Ich kann meine rechte Seite bis hierhin zumal besser rasieren als die linke Seite, weil ich dann umdrehen muss ich kann dir mal Fotos zuschicken, wie ich es nicht rasiere. Sind's? Also, Wacker ist prima. Und da hast du auch verschiedene Griffmaterielle. Horn. und dann ist, das mag ich sehr, das ist von Aust, Ralf Aust, kann man ruhig sagen, der sitzt auch in Solingen, relativ einfach, aber der Rücken und das alles ist ganz glatt, also das hat wenig Verzierung, trotzdem mag ich das sehr, weil auch das...
1:22:42 Aber wir haben einen Preis, hast du eben einen Preis gesagt?
1:22:45 das Wackermesser hat gekostet, ich sage jetzt mal, 150 Euro. das geht aber. Also nichts Dramatisches.
1:22:54 Nein, ich mag das Horn sehr, das ist ein sehr großes, die werden dann ja auch bezeichnet nach 4,5, 3,5 verschiedene Größen, wie lang das Blatt ist, mit denen, ich sage das mal hier hin, da kann man es gerade besser sehen, das hat jetzt, ich weiß nicht, wie das fachlich richtig heißt, ein sehr hohes Blatt, da ist das Rasieren leichter, als mit einem Blatt, was gut ist. Das heißt, du merkst das schon beim Rasieren, dass diese Breite, die irgendwie angenehmer ist.
1:23:24 gut in der Hand, und dann habe ich hier, da sind ja beinische Zeichen drauf. Nein. Oben auf der, hier oben auf der, das ist auch so aus, als wenn, okay.
1:23:39 das wollte ich gerne so haben, Überraschung, da ist mein Signet drin, hat er für mich gemacht. Und dann habe ich noch, auch ein Damastmesser, auch von Ralf aus, und das ist Damast. Ach, das würde ich immer gerne sehen, Damast, ich liebe Damast.
1:24:07 das ist ein sehr schönes Damast. Habe ich auch noch nie gesehen. Das kannst du besser beantworten, als ich. Der sieht fantastisch aus, richtig, richtig schön. Auch hier oben, überall. Am liebsten. Richtig schön. Willst du den Preis davon wissen? Der wird da schon bei Aber die lässt du natürlich professionell schärfen. aber das kriegt man nicht scharf. Ach so. Da merkt man, ich bin bei Herrn Aus gewesen, und habe ihn dann auch fotografiert, wie er arbeitet, und das ist wirklich, und das meine ich im Positivsten, ein arbeitender Mann, wie der das macht, wie der arbeitet, wie der damit umgeht.
1:24:44 Das ist eine Leidenschaft von ihm. Das war also ein Erlebnis. Ich bin ein paar Mal bei ihm gewesen, habe die Messer zum Nachschärfen gebracht, habe Fotos von ihm gemacht, die, glaube ich, ganz gut gelungen sind, und vielleicht habe ich ihm damit sogar eine Freude gemacht.
1:24:59 Man muss nicht viel Geld, also Damastmesser muss nicht sein, weil Damast ist ja nicht zwangsläufig schärfer oder irgendetwas. Das ist ja nur schöner. Schöner, ja, aber wenn man 130, 140, 150 Euro ausgibt, kann man ein sehr, sehr gutes Messer kriegen, an dem man Freude hat. Und wie gesagt, diese beiden Messer hier, das sind also so meine Lieblingsmesser. Erstens mag ich Herrn am meisten.
1:25:21 Ich versuche die mal hier so hinzuhalten.
1:25:25 Oh, da haben wir uns tatsächlich geschnitten. Oh, jetzt nehmen wir mehr auseinander. Mach du mal.
1:25:33 Ja, hätte gerne jetzt die Schärfe mal gemessen, mit diesem BESS-Messgerät. Einfach mal zu sehen, wie viel schärfer das ist.
1:25:45 Ach, da kommt ja schon Blut. Achtung.
1:25:49 Das, wenn wir sagen, wir sehen, dass sie richtig scharf sind, Das sind die. Ich hatte ja auch das Problem, dass ich ja ein Bart habe und diese Form hier hinzubekommen. Nicht einfacher. Mit dem nicht einfach, oder? Es ist wahrscheinlich, wenn man komplett rasiert ist wie du, ist es wahrscheinlich einfacher, als diese Ecken da mitzunehmen. Da brauchen wir die Übung. So, wir haben ein bisschen die Zeit genutzt, um die Wunden von dir ein bisschen zu behandeln. Hast dich ein bisschen geschnitten mit dem rasierscharfen Messer.
1:26:20 Nicht mit deinem. Und ja, das wäre noch ein schlechtes Um gewesen. Und dann haben wir auch ein bisschen was gegessen. Jetzt können wir weitermachen. Wir kommen zu dem vorletzten Teil. Bevor wir zu den Laguillen, zu den Laguillen-Messern kommen, kommen wir zu deiner Tätigkeit als Künstler. Ja, du hast vieles in deinem Leben gemacht. Du sagtest, die Ausbildung hat mit deinem späteren Beruf ja gar nichts mehr zu tun. Und Maler hat eigentlich auch nichts mit deinem Hauptberuf zu tun.
1:26:45 Wie kamst du denn dazu, Maler zu sein? Wir werden gleich jetzt, während wir sprechen, noch ein paar Bilder von ihm einblenden. Und ja, wie kommt das? Ich habe eigentlich mein Leben lang fotografiert. Habe damit auch das erste Geld verdient. Gute Jürgens auf Tournee fotografiert. Die Bilder sind im Stern gedruckt worden, wichtige Zeitung war leider. Dazwischen hat alles ein bisschen anders geworden. Immer auch gemalt. Mein Vater hat gemalt. Ich habe gemalt. Also die ganzen Dinge, die mit Mose zu tun hat, habe ich eigentlich immer erlebt.
1:27:17 Er hat auch schon immer gemalt. Mein Vater zum Beispiel, wenn er die Geschichten erzählt hat, dass er in Kriegsgefangenschaften in Russland war und hat dann eine Zigarrenkiste genommen, ein Stück Holz rangebastelt, Seiten aus dem Schweinedamen aufgezogen hat, vom Rosshaar der Pferde, die da waren, einen Geigenbogen gebaut hat und hat er Musik gemacht für die Russen.
1:27:42 Vielleicht hat er dadurch besser überleben können als andere, die umgekommen sind während der Gefangenschaft. Er war vier Jahre von 1945, 1945 bis 1949, in Kriegsgewangenschaft. Das beeindruckt einen als Kind natürlich, wenn man weiß, der Vater hat keine fertige Geige gekauft. Die russischen Bewacher, die haben natürlich jemanden bevorzugt in der Gefangenschaft, der ihnen auch was lieferte. Und Musik, Musikboxen, Radios gab es da nicht. Also hat man dem vielleicht ein Stück Brot mehr gegeben. Was wäre gewesen, wenn mein Vater es nicht gemacht hätte?
1:28:12 Würde es mich dann überhaupt geben? Wäre er vielleicht auch umgekommen, wie viele seiner Leute, von denen er mir erzählt hat und was er miterlebt hat? Das sind so Sachen, die natürlich dann prägen. Und wenn er gemalt hat, es wurden also keine fertigen Postkarten gekauft, Aquarelle als Geburtstagskarten, als Weihnachtsgarten und innen. Und dadurch bin ich natürlich früher an die ganze Sache rangekommen. Und ich habe dann auch Leute in meiner Tätigkeit als Musikkünstlermanager kennengelernt wie Karel Gott, der wirklich sehr anspruchsvoll, sehr gut malt hat, für ihn Ausstellungen organisiert, habe sehr, sehr viel von ihm gelernt, habe anderen Malern, Doro Baumann in der Schweiz, über die Schultern geguckt und vielen anderen.
1:28:53 Und das war immer eine Leidenschaft. Und ich habe gemalt, gemalt, gemalt und habe diese Bilder immer genommen. Ich war immer froh, wenn jemand so ein Bild haben wollte und ich das verschenkt habe. Und ein Managerkollege, Uwe Kantak, Manager unter anderem von Helene Fischer, früher auch von Michel, der meinte immer, Max, du musst viel mehr malen, mach mehr, mach mehr, mach mehr. Und dann wollte ich es aber unter meinem Namen Wolfgang Kaminski nicht machen. Und dann sagte er, ja, aber dein Spitzname ist ja schon seit ewigen Zeiten Max.
1:29:22 Von Roy Bleck hatten wir drei Wolfgangs. Ich war der vierte und man konnte es nicht unterscheiden. Und Roy Bleck sagte dann, der sieht auch nicht aus wie Wolfgang, der sieht eher aus wie Max. Nennen wir den Max. Und das hat sich in der Branche einfach durchgesetzt. Da bin ich Max Kaminski auf dem Briefbogen, Wolfgang Kaminski. Aber die Branche sagt einfach Max zu mir. Und der Name Max war da. Und Uwe Kantak meinte dann, ja, wir machen dann einen Künstlernamen.
1:29:44 Und dann nimmte ich Maximilian von Brodersen. Brodersbü ist das Dorf an der Schlei, in dem wir zeitweise leben. Ach ja, Maximilian kann ich schon gar nicht schreiben. Das klingt ja schon adelig. Und von, noch adeliger, von Brodersen. Das hat er bezogen auf Brodersen. Ich sage, das ist ein Name, der nicht geht. Ich bin in Dithmarschen geboren. Ich bin in Heide geboren. Das sind Jungs, die sind bodenständig und so ein bisschen robuster. Das geht nicht, kann ich nicht.
1:30:13 Ich meine, da war Max Heide da. Und dann habe ich es einmal geschrieben und sage, ja, das kann ich schreiben. Und das uferte dann darin aus, dass zu einer Ausstellung, die ich in Köln mit meinen Gemälden hatte, die Meißenab, die staatliche Porzellanmanufaktur Meißen, das ist ja staatliche Porzellanmanufaktur, also alles, was die machen geht, dann über die, wird regierungsmäßig in irgendeiner Form auch noch abgesegnet. Die machten dann anlässlich meiner Ausstellung eine Tasse mit der Unterschrift, und dann sagt, zunächst war ich eigentlich enttäuscht, wollte ich nicht mein Bild da drauf bringen, eins meiner Bilder.
1:30:48 Nein, das ist dann aus Meter mal Meter so klein werden, das geht nicht. Und die wollten die Unterschrift haben und ich war fast empört darüber, bis meine Frau sagt, bist du verrückt? Eine Tasse in einer limitierten Auflage von 50 Stück, das ist doch was. Na gut, der Stolz kam bei mir erst später und dann zum 30. Jahrestag des Mauerfalls, 1989 Mauerfall, habe ich dann ein Bild, eine Deutschlandflagge gemalt, wie ich sie interpretieren würde, heute, mit den Veränderungen, die es auch politisch gibt.
1:31:19 Und das Bild, das Originalgemälde, habe ich dann im Axel-Springer-Haus, in dem Büro von Axel Springer, an den Bundestagsvizepräsidenten, damals Wolfgang Kubicki, übergeben. Und da gab es dann nochmal, zeitgleich hatte ich eine Ausstellung in Berlin, eine Meissner-Tasse mit 30, mit einer 30er Auflage, 30 Jahre Mauerfall, 30 Tassen. Und so hat sich auch der Name Max Heider immer weiterentwickelt. Ich habe sämtliche Bilder für einen Kalender für die Deutsche Krebshilfe gemacht und auch da ist natürlich das Max Heider-Signi drauf.
1:31:52 Und so hat sich das alles immer entwickelt, immer mehr, immer mehr. Zuerst hatte ich Hemmungen, mich und meine Bilder oder meine Kunst zu zeigen. In der Zwischenzeit ich hoffe, gesunden Selbstbewusstsein etwas gewichen. Ich habe immer noch Zweifel, ist das gut genug. Aber die Käufer haben natürlich stark zugenommen. Im Moment bin ich wirklich bis, ich habe nicht ein einziges Bild, was ich im Moment verkaufe.
1:32:20 das ist so ganz grob umrissen, die Geschichte, die Ausstellung, die ich gemacht habe, von Wien, Köln, Düsseldorf, Hamburg, Berlin, Paris, New York. manchmal höre ich das und denke, man spricht von einer anderen Person, weil ich ja immer hinter den Künstlern stand und auf einmal bist du selbst. Bin ich selbst. Und die Bilder, die ich dann sehe, da habe ich das Gefühl, das kannst du gar nicht. Es ist irgendetwas drin, was das Ganze schafft. Jetzt haben wir so viel über mich gesprochen.
1:32:50 Wie kommt man, wenn ich das fragen darf? Ich habe, wenn wir jedes Mal bei uns getroffen haben, habe ich immer die Frage vergessen, wie bist du auf den Namen Mr. Laguiole gekommen? Wie ist das entstanden? Das ist doch mindestens genauso interessant, wenn meine Geschichte überhaupt interessant ist, das ist doch mindestens genauso interessant. Bitteschön. Ja, das waren andere, die mir den Namen gegeben haben. Ich hatte einmal einen Laguiole-Fühltag hier in den Räumlichkeiten veranstaltet, weil viele sehen die Messer, aber die wissen nicht, wie fühlt sich Mammutbackenzahn an, wie fühlt sich eben Holz an und so weiter.
1:33:23 Und da kam ja die Idee, den Fühltag zu veranstalten. Dann haben wir da über 1000 Messer ausgestellt. Da kamen Leute von überall her, aus der Umgebung und dann auch unter anderem zwei Händler, die neu mit dem Laguiole-Messer beginnen wollten, das im Programm aufzunehmen. Und dann konnten die meinen Nachnamen Gernoyo nicht aussprechen. Und dann hatte ich ja so viel oder ich habe sie so beeindruckt mit meinem Wissen über Laguiole-Messer. Da haben die gesagt, hey, also ich, den Nachnamen können wir nicht aussprechen, aber warum nennst du dich denn nicht Mr. Laguiole?
1:33:56 Ja, klar, kann man ja machen, aber damals hat er keine Bedeutung für mich gehabt. Und Jahre später, wo ich dann mit dem YouTube-Videos angefangen habe, da habe ich gedacht, ich muss mich irgendwie nennen, weil Justin Gernoyo ist ja nichts, so einfach aufzusprechen. Und dann fiel mir diese Geschichte ein, die damals passiert ist mit diesen zwei Händlern. Wann war das? Drei Jahre bevor ich begonnen habe mit dem Video. Das sind bestimmt jetzt zehn Jahre her. Okay. Und ja, dann habe ich mich erinnert und dachte, hey, das ist gar nicht schlecht.
1:34:26 Das ist vielleicht ein bisschen anmaßend. Ich habe mich auch nicht so unbedingt am Anfang wohl gefühlt, wie du auch gerade gesagt hast mit Max Heide. Mr. Laguiole ist natürlich schon, na ja, finde ich ja schon ein bisschen überheblich vielleicht, zu sagen, ich bin Mr. Laguiole. Und damals hatte ich ja gerade mal, ich glaube, 10, 20 Abonnenten. Und dann bin ich ja direkt Mr. Laguiole. Damals war ich auch nur ein Händler von vielen Händlern.
1:34:50 Mittlerweile sieht es anders aus. Mittlerweile denke ich schon, dass ich den Namen verdiene. Aber damals am Anfang war es schon ein bisschen komisch. Aber ich habe gesagt, so ist das aber trotzdem. Ich mache das. Da musst du durch. Aufmerksamkeit macht man damit. Ich habe auch am Anfang gedacht, hm, ist das ein bisschen anmaßend. Aber ich hatte auch immer Schwierigkeiten, wenn wir telefonierten. Guten Tag, Herr. Und dann versucht man das zu umgehen. Ich glaube, da gibt es tausend verschiedene Varianten mit angesprochen.
1:35:15 Das ist richtig. Aber ich glaube, was mich fasziniert hat, wir haben telefoniert. Du hast mir Dinge erklärt. Und dann war ich, war Ralf Aust in Solingen, ließ meine Messerschärfen, rief dich an und sagst, du bist da, ob ich vorbeikommen dürfte. Und dann haben wir dieses mit dem Mammutbackenzahn, das habe ich dann bei dir gekauft. Das wollte ich ja gar nicht. Du hast ja ganz andere im Blick gehabt. Und dann kam, wie du sagst, seine Frau und sagte, mach das, ja.
1:35:42 Und was mich da eigentlich am meisten fasziniert, das war so nicht der Name, aber das war dieses Engagement, diese wirkliche Leidenschaft. Und ich hatte nicht das Gefühl, wenn ich jetzt sage, ich kaufe gar nichts, dann wäre das genauso in Ordnung gewesen. Und dass da keiner ist, der jetzt unbedingt das Zeit geopfert für mich und jetzt musst du auch was verkaufen. Und das Gefühl hatte ich nicht. Und diese Leidenschaft, die auch bei deinen Videos immer wieder rüberkommt.
1:36:07 Vielleicht mag das auch immer sein, dass das sehr viel, sehr massiv ist. Was du machst, das ist viel. Aber da können wir Konsumenten ja das selber steuern. und sagen, das gucken wir uns an, das gucken wir uns nicht an. Manche Themen interessieren mich sehr, manche interessieren an weniger. Das liegt aber in der Natur der Sache. Das ist ja ganz normal. Es kann ja nicht alles immer zu 100 Prozent. Ich erlebe bei mir auch, dass die Phasen sind, wo ich mich mehr dafür interessiere.
1:36:30 Und dann kommt wieder so eine Phase, wo ich sage, auch wenn es ein sehr interessantes Thema ist, ist das, aber das glaube ich, ist ganz normal. Und bei der Vielzahl der Dinge, die du machst, das ist schon eine Aufgabe und eine Arbeit. Wirklich großen, großen Respekt. Und die Frage, die mir immer noch auf der See liegt, wir fahren im Herbst nach Frankreich. Kann man diese Messerfabriken, diese Schmieden, kann man die besichtigen? Haben die das gerne? Oder wollen die lieber, dass man außen vor ist?
1:36:56 Ja, so manche kann man, manche kann man nicht. Zum Beispiel La Jonobra kann man nicht besichtigen. Warum nicht? Nur in Gruppen. Ja, weil die keine öffentlichen Räume haben.
1:37:05 Sind die so groß auch, dass sie schon so viele produzieren? Ja, aber das ist auch so eine Sache mit Einbruch und verschiedene andere Sachen, die auch eine Rolle spielen. Und die sind eher Händler, die verkaufen nur an Händler, die verkaufen nicht unbedingt an Einzelhandel, auch mit uns selber vor Ort. Und deswegen sind die nicht so aufgebaut. Aber die Schmiede La Guerl Honore d'Oran, die ist speziell dafür ausgerichtet, gerade wenn du da hingehst, solltest du die besuchen, denn die haben nicht nur Führungen durch deren Werk, wo du genau siehst, wie ein Messer gemacht wird, das heißt, du kannst sehen, wie sich das La Guerl entwickelt hat, wie die früher ausgesehen haben und die erzählen da auch eine ganze Menge.
1:37:43 Du kannst da ganz viele alte Stücke aussehen. Also La Guerl Honore d'Oran, das ist die Schmiede, wo du unbedingt vorbei musst. Andere, zum Beispiel La Guerl du Barri, ist auch da vor Ort, aber die haben eine ganz kleine Werkstatt, da ist ja nicht so ein Erlebnis zu sehen. Das zeigen die auch nicht so gerne unbedingt jedem. Wenn man fragt, würden die vielleicht sagen, okay, wir zeigen es dir, aber das ist nur ein Raum. Während Honore d'Oran, die haben einen Messer hergestellt, da die zeigen auf Videos, wie das früher mal war.
1:38:09 Also sehr, sehr interessant. Und das ist so einer, der eigentlich, würde ich sagen, fast der Einzige, wo du wirklich, es lohnt, da hinzugehen. Die sind direkt in dem Dorf La Guerl. Die ganze Gegend drumherum ist auch sehr interessant, aber dann eine Reise hin und das dann so als Höhepunkt mal nehmen, das wollen wir auf jeden Fall machen. Da hilft das Wohnmobil wieder sehr. Ja, das ist richtig, weil die sind abseits der Straßen, da gibt es auch gar nicht so viele Hotels, dann macht Reisemobil auf jeden Fall Sinn.
1:38:35 Hotelbetten habe ich so viel erlebt. Das eigene Kopfkissen ist so viel wert. Ja, deine eigene Matratze, so wie du es haben möchtest. Ich habe mal ganz kurz zu deiner Gemälde. Du hast ja auch mit Otto Walkes zwei schöne Bilder gemacht, Hoffnung und Frieden. Wie ergab sich diese Zusammenarbeit? Die Bilder sind sehr, ganz anders als du die selbst macht. Er hat ja seinen eigenen Stil, seinen Ortefant da mit eingebaut. Wie war das? Also bist du befreundet, eng mit Otto Walkes?
1:39:04 Und hat es dir so gegeben, oder war er rein geschäftlich? Na, wir kennen uns schon sehr, sehr lange. Das ist alleine, wenn man zu Fernsehen nach Hamburg gekommen ist. Otto Walkes war bei der Schaubude. Roy Blick oder irgendein anderer Künstler war dann da. Da kannten wir uns.
1:39:20 Wenn wir uns gesehen haben, haben wir eigentlich immer nette Gespräche gehabt, aber wir kannten uns. Wir waren gute Bekannte, so würde ich das bezeichnen. Roy Blick hat öfter bei ihm dann auch sogar übernachtet und Otto hat dann morgens die Leberwurstbrote geschmiert. Aber wir waren keine Freunde. Und dann kriegte er mit, dass ich male und hat auf einer Ausstellung in Hamburg Bilder gesehen. Und dann rief er mich an und sagte, du, ich würde gerne in einzelne Bilder was reinmalen.
1:39:42 Und ich sagte, was will der da reinmalen? Das kann ich mir nicht vorstellen. Und der Gedanke war, wenn ich ehrlich bin, ich lasse doch mein Bild nicht kaputt machen durch jetzt irgendetwas. Das hätte ja einen Sinn, warum ich das so gemalt habe. Und dann habe ich gesagt, nee, die Bilder, die ich fertig habe, nicht. Aber ich könnte mir vorstellen, ich mache mal eins halb fertig. Ich verstand dann ungefähr, was er meinte. Und dann treffen wir uns in Hamburg.
1:40:03 Und dann trafen wir uns gerade zu Beginn der Corona-Zeit in Hamburg. Ich hatte vier, fünf Bilder mitgenommen und auch eins, was ich für ihn vorgesehen hatte. Und das war dann Anfangszeit ja Corona-schlimme Nachrichten. Manche haben gesagt, es ist gar nicht schlimm. Wir wussten alle nicht, wie wir uns so richtig verhalten sollen. Und das war eigentlich ein ganz eigenartiges Treffen, so mit Hemmungen. Da waren die Bilder aus Bergamo geisterten gerade rum mit den Särgen, die auf die LKWs geladen wurden.
1:40:31 Und keiner wusste so richtig, wie man sich das einschätzen soll. Und er malte dann etwas und schickte mir immer nachts Fotos, wie weit er war. Und wir trafen uns wieder in Hamburg. Und ich weiß noch genau, das war dann bei ihm im Büro. Ich ging vorher ein Stück hinter mir und ich merkte, dass er mich also beobachtete, wie ich reagiere. Und dann sah ich das Bild. Und für mich war die Bedeutung schlagartig wirklich klar. Dieses Boot, was er gemalt hatte mit dem Ortefanten drin, der Ortefant guckt, traurig, pessimistisch, fröhlich, ein sehr vielsagender Gesichtsausdruck.
1:41:05 Das Boot hat keinen Ruder, keinen Motor, keinen Segel, keine Möglichkeit zu steuern und keiner weiß, wo es jetzt ist. Wie man sich fühlte während der Corona-Zeit. Und das war, wo geht das hin? Was ist das? Wer hat recht? Die verschiedenen Lager, die es gab. Und deswegen Hob.
1:41:20 Egal, welche Einstellung einer hatte, wollen wir hoffen, dass es gut ans Ufer ging. Das Original wurde dann sehr schnell auch verkauft und es gab dann davon eine Auflage von 199 Stück als Glissé, als hochwertiger Pigment-Druck.
1:41:38 Und wenn ich dann mit Otto die gemeinsam die Glissés unterschrieben habe, dann war von ihm immer so spaßeshalber, Max aber nicht größer als ich, ne? Und dann haben wir die unterschrieben. Und ich kenne viele Haushalte, wollte er unbedingt ein weiteres Bild malen. Und ich hatte einen Mutti, das war dann in Westerland ausgestellt, und da wollte er gerne etwas reinmalen. Da konnte ich mir gar nicht drunter vorstellen, was das wird. Und er hat das dann genommen und da ist zu sehen, auf der rechten Seite ein Schwan und auf der linken Seite der Elefant, der Orttifant.
1:42:08 Und er hatte etwas gemacht, das Bild hatte er um 90 Grad gedreht. Und das ist dadurch etwas ganz anderes geworden, wenn man sich vorstellt, dass der Elefant, Orttifant, im wahren Leben den Schwan Schaden zufügen könnte, ihn töten könnte, mit einem Fußtritt, mit einem Rüsselschlag. Aber der Orttifant geht trotzdem ins Wasser zu dem schwächeren Schwan. Denn der Schwan kann etwas, was der Elefant nicht kann. Der kann nicht schwimmen und nicht fliegen. Und wenn auf der Welt der große Starke zum Kleinen sagen würde, wir sind auf einer Ebene und beide haben voneinander etwas, dann wäre das sehr positiv.
1:42:45 Und es war genau zu dem Zeitpunkt, als in der Ukraine der Krieg anfing. Und ich wollte eigentlich, dass es Love hieß. Und er rief dann in der Nacht vor der ersten Ausstellung, die in Werl war, an, und sagte, du, Love, weil ich hatte im Kopf Liebe, Glaube, Hoffnung. Hoffnung hatten wir schon, Rob, Love. Aber ich glaube, das Bild ist ja auch ein Herz. Deswegen war ich bei Love. Und er sagte dann, wollen wir das nicht Peace nennen?
1:43:10 Das passierte in meine Gedanken, ging natürlich nicht rein. Liebe, Glaube, Hoffnung. Und da habe ich auch spontan gesagt, Peace passt viel besser. Denn der Schwan, wenn man sich das anguckt, der hat ja die Form seines natürlichen Halses. So ein halbes Herz. Könnte ein halbes Herz sein. Und der Elefant bildet die andere Hälfte. Und beides gemeinsam, aber nicht kitschig, das Herz. Und ich habe Menschen erlebt und der Käufer, der dieses Bild, ich wirklich jetzt, das ist nicht übertrieben, war das Original verkauft.
1:43:37 Und der Käufer wollte auch nicht öffentlich bekannt werden. Das ist eine bekannte Persönlichkeit.
1:43:44 Und ich wollte ihm etwas schreiben. Ich hatte ihn da gar nicht kennengelernt. Dann habe ich etwas geschrieben. Ich konnte ihn aber nicht anreden, weil der Name nicht bekannt gegeben wurde. Und dann hat man ihm das von der Galerie zugemailt oder per WhatsApp geschickt. Und er kam nochmal zurück. Und dann hat er uns versprochen, wann immer wir das Bild brauchen, soll es im Original auch irgendwo zu sehen sein. Keine Kopie. Weil er hat Freude, der Käufer hat Freude daran, wenn Kinder drum herumlaufen und nur sagen, ein Ortefant, ein Ortefant.
1:44:12 Aber wenn andere Menschen den tiefen Sinn des Bildes auch verstehen, was wirklich dahinter stecken könnte. Und das Gemälde war dann unten am Starnberger See in einer Riesenausstellung im Buchheim Museum, Buchheim, der unter anderem das Boot geschrieben hat, zu sehen. Und da war das Bild im Original ausgestellt. Und natürlich bin ich leise dran vorbeigegangen, habe immer gehört, was die Leute so sagen. Ich in der Anonymität und die Leute sprechen über das Bild. Und das waren wirklich so viele schöne Begegnungen.
1:44:44 Und jemand sprach mich dann an, ohne zu wissen, dass ich damit etwas zu tun hatte. Und wir sprachen über das Bild. Er guckte dann so ganz überrascht. Und ich fasste das Bild und sagte, dürfen das nicht anfassen. Und mir rutschte raus, doch, ich schon. Weil ich habe das schon so oft in der Hand gehabt.
1:45:01 wieder Erlebnisse, die unglaublich sind. Otto möchte gerne noch ein drittes Bild malen. Ach, ich bin ja gespannt. Ja, da weiß ich nicht, ob das, er hat noch nie mit jemand anderem etwas zusammen gemacht. Ach, du bist der Einzige, mit dem ein gemeinsames Bild gemacht? Und er sagt, die Hintergründe, das sagt er, kann er nicht. Das glaube ich nicht. Weil er ist wirklich ein ganz ernsthafter, sehr positiv denkender Künstler, der so viel kann. Der hat das gelernt, der hat das studiert.
1:45:29 Ich mache das ja nur aus, intuitiv aus mir heraus. Jemand hat mal von der Presse geschrieben, Max Heide, Komponist der Farben. Das gefällt mir unwahrscheinlich gut, Komponist der Farben. Ich habe mit Musik immer zu tun gehabt und diese Bezeichnung, Mr. Laguiole, Komponist der Farben, irgendwie finde ich, ist das treffend und passend. Aber ich halte, Otto, Otto steht hier, Max Heide. So sehe ich das und das ist so. Und er möchte gerne noch eins machen. Vielleicht entdeckt er irgendetwas, was ich noch nicht ganz erkannt habe, was es ist, aber was für ihn gut und schön ist und die Begegnungen sind so schön und herzlich.
1:46:11 Wir waren da, er hatte für eine große Versandfirma, Namen sage ich jetzt nicht, gab es ein paar Schuhe. Man kann sich schon vorstellen, wie diese Firma heißt, wenn es um Otto geht. Nicht sehr schwer zu erraten. Und er schenkte mir dann ein paar Schuhe und schrieb, machte wieder seinen typischen Ottifanten drauf und den linken hat er dann mit grün bezeichnet und einen Pfeil nach links gemacht und rot nach rechts gemacht. Entschuldigung, umgekehrt, rot natürlich links, Backbord, Steuerbord, dass ich auch diese Schuhe richtig rum anziehe.
1:46:47 Da gibt es auch so ein gemeinsames Foto, wo er dann keine Schuhe anhat Das sind alles so viele, viele, viele herzliche, schöne Momente, an die ich denke. Aber wenn ich das Bild neulich in Timlauer Strand und dann gehe ich in die Galerie rein und sehe unser gemeinsames Bild da, den Druck habe ich noch nie in der Hand gehabt. Aber ich habe es ja schon mal in der Hand gehabt, wenn ich es signiert habe. Und diesen Weg, den das machte, von Herdecke nach Hamburg zu ihm, das Original ist verkauft, ich weiß genau, wo das Original hängt.
1:47:16 Und es werden Kopien davon, 49 Stück limitierte Auflage, werden angeboten und das dann in so einer Galerie zu sehen. Und unten ist mein kleiner Name drauf.
1:47:28 Auch seine Signatur ist auch drauf. Ja, ja, beide. Das ist ein unglaublich schönes, beglückendes Gefühl, mit Leuten darüber ins Gespräch zu kommen.
1:47:40 Geschenke des Lebens, die unbezahlbar sind. Schön, sehr schön. Aber wir sind hier bei Messertalk. Vielleicht zeigst du mal deine zwei schönen Messer, die du mitgebracht hast.
1:47:51 eben schon ein bisschen gezeigt. Jetzt eben vorne ein bisschen Käse. das ist eine besondere Edition von David d'Aufelier.
1:48:01 Sehr schön, mit Damast auch.
1:48:07 An dem Käse sollte man sich nicht stören.
1:48:11 Aber auch gegessen. Und das zweite Messer hat eine gemeinsame Geschichte auch mit uns. Das ist eine Edition, die wir gemeinsam gemacht haben. Dazu hast du auch ein Bild gemalt, das ich gerade einblende.
1:48:24 der Griff, der besteht zumindest bis auf die Backe da vorne, das ist Holz, hinten, vorne und in der Mitte. Das sind die Farben, die du benutzt, wirklich zu malen. Und da hat der David d'Aufelier diese Farbpalette von dir bekommen, stabilisiert und dann als Griff gemacht. Finde ich ein sehr, sehr außergewöhnliches Messer. Und dazu gab es auch ein Bild von dir, das du dafür gemalt hast. Finde ich sehr, sehr außergewöhnlich. Und hier die Biene ist sehr modern gemacht worden.
1:48:56 Vielleicht erzähle ich mal ganz kurz, wie die Biene eigentlich zustande gekommen ist. Es gibt eine Legende, wo man sagt, dass die Biene eigentlich von Napoleon Bonaparte, tapferen Krieger aus Laguiole oder als seine Kind erlaubt hat, die Biene damals von Napoleon zu benutzen für die Laguiole-Messer. Das soll 1799 sein. Allerdings ist ja so, dass das Messer Laguiole erst 1830 richtig zustande oder ins Leben gerufen wurde. Die ersten Messer, die haben gar nicht irgendwelche Sachen drauf gehabt. Erst später kamen da an der Stelle, wo es die Biene verschiedene florale Motive.
1:49:43 und dann noch viel später kam ja also also 1910, eine ganze Weile später, Kalmel hat das eingeführt, die Biene und das kam so gut dass eben 20 Jahre später sich komplett durchgesetzt hat und heute die Biene eben als Symbol der Laguiole-Messer gilt. Hier haben wir auch ein Sommelier Laguiole-Lobrac. Auch hier ist die Biene natürlich und der Griff ist hier Texalium, ein sehr interessanter Griff, der so eigentlich nur von Laguiole-Lobrac benutzt wird, hauptsächlich, aber ist auch ein sehr, sehr schönes Design, sehr schöner Griff, ganz außergewöhnliche Farben.
1:50:31 Auf jeden Fall, die Biene hat sich seit 1930 etabliert, insofern hat das nicht viel Legende, worauf eigentlich die Leute in Laguiole auch zufrieden, stolz sind. Ich liebe auch Legenden, auch wenn natürlich die meisten davon gar nicht wahr sind, aber ist immer irgendwo eine Kernwahrheit drin und Napoleon hatte tatsächlich unter seinem königlichen Siegel auch eine Biene, also das stimmt schon, nur eben halt passt zeitlich nicht so ganz. Aber hier bei dir, bei diesem Messer, haben wir eine Biene benutzt, die sehr modern ist, passend zu deinen Bildern, weil deine Bilder sind ja nicht traditionell Michelangelo, Raffaele und so weiter, sondern eben halt sehr modern und dazu passt auch eine solche Biene und das finde ich auch schön, dass man heute bei den Laguiole-Taschenmessern nicht gebunden ist an eine besondere Biene, sondern jeder Schmiede, jeder Künstler kann seine Biene gestalten, wie er möchte, da haben wir auch in unserem Shop Original Laguiole, wirklich Hunderte von unterschiedlichen Bienen, hier sieht man hier eine Standardbiene bei Laguiole-Lobrac, das ist eine gestanzte Biene, das ist so das, was die meisten Laguiole-Messer haben
1:51:42 und solche individualisierte Biene sind hier bei den hochwertigen Taschenmessern zu sehen. Weißt du, wie ich mich gefreut habe, als du erstens die Idee hattest und also jetzt ist ja von der Palette was von der Farbe übrig ist, kam auch die Palette und davon sind dann ja Ausschnitte gemacht worden, also es ist genau die Farbe, die in dem Bild drin ist und ich wollte gerne entweder das erste oder das letzte haben und das ja von zehn Stück ist das das letzte und als das wirklich ganz, ganz, ganz große Freude und die wäre eine interessante Idee, wirklich die Farbe muss man trocknen und wie man sieht, das ist jetzt schon, ich glaube zwei Jahre der Griff ist immer noch immer noch beständig, also wurde auch sehr stabilisiert, also sehr interessant.
1:52:26 letzte Käufer, von diesen Messern gekauft und auch ein Gemälde dazu gekauft in dem war das ein großer, rege Austausch, auch diesen Menschen kennenzulernen und dann erzählte auf einmal, ja im Moment schicken Sie mir das Bild nicht zu, ich fahre mit dem Wohnmobil gerade da und dahin und auf einmal haben wir wieder irgendwelche Dinge, die zusammen sind und dann sind wir oben in Skandinavien gewesen und ich sage, ja wir fahren da und dahin, ja Sie müssten dann aber in das und das Restaurant gehen, ich sage, das Bild kenne ich und dann waren wir in dem Museum und das Bild auf dem Buchcover, weil das Original hängt glaube ich in Helsingborg, dann habe ich ihm das Foto davon zugeschickt und als Beweis, dass wir gerade in dem Museum sind, also wir beide waren schon mal an derselben Stelle, aber er jetzt weit weg und ich weit das sind so viele Dinge, die da sind und du hast gesagt, ich soll was mitbringen, noch was anderes nehmen, den Messer soll ich mitbringen.
1:53:23 Genau. Deswegen habe ich habe selber viele Auszeichnungen als Manager gekriegt, Schallplatten, Doppelplatin und und und die Jürze, da sind wir wirklich mit dem Titel einen Stern sehr stark überhäuft worden, also ich soll doch einen Preis mitbringen, den ich von einem Künstler geschenkt bekommen habe und der passt die ganze Zeit auf die Messer weil die so wertvoll sind. Soll ich das noch schnell zeigen? Ja, ja, gerne, gerne, sehr gerne, da ist es mitgebracht. Das ist einer, Roy Bleck ist der Löwenkönig von RTL und das ist einer von den zwölf Lösen, die er bekommen hat, das ist der vorletzte und das ist eine lange, lange Geschichte, warum ich den hier bekommen habe, aber es war mehr oder mehr Dankbarkeit von ihm.
1:54:00 Hast du ein Geschenk bekommen, von RTL? Den habe ich von ihm bekommen, dass ich halte den mal hier so rein, ich weiß nicht, ob man es gut sehen kann und das ist also der Originallöwe, der Künstler muss immer persönlich auf der Bühne anwesend sein, sonst bekommt er den nicht. Und Roy Bleck war 1986 eine schwere Herzoperation, es ging um Leben und Tod und es war klar, als der Anruf von Hans-Fernal Funke, dem Veranstalter dieser Löwenverleihung, als der Anruf kam, kann Roy Bleck am, ich glaube es war der 14. Oktober, kann Roy Bleck hat er Zeit, war mir klar, 14. Oktober Löwenverleihung, Roy soll Löwen kriegen und ich bejahte das dann spontan, sprach später mit Roy, aber auf 14. Oktober schaffst du es, die Operationen waren im Sommer zwei Herzoperationen waren notwendig und ich sage, ja glaube ich schon und dann einen Tag vor der Löwenverleihung das ist unmöglich, ich kann nicht reisen, geht nicht.
1:54:54 Also war klar, dann kriegt er den Löwen nicht und dann bin ich nach Dortmund gefahren, die Proben liefen schon zu Jochen Pützenbacher, einem der Moderatoren und Frank Elsner, der damals der Chef von RTL war, sagte Roy, kann ich kommen, also können wir die Löwenverleihung vergessen und beide meinten dann, Roy ist Löwenkönig, hat die meisten Löwen Gold, Silber, Bronze bekommen, den sollte er schon kriegen, welchen Weg können wir denn da finden, dass er doch tatsächlich selbst anwesend ist hatte ich die Idee, wir machen damals Polaroid-Fotos von Besuchern, die werden eingeblendet und anhand von Applaus vom Publikum, 16.000 Menschen waren da, wird dann eine Person aus dem Publikum ausgewählt, die den für ihn stellfrischen, und am nächsten Tag fahren wir mit dieser Person runter nach München und bringen Roy den Löwen nach Hause.
1:55:41 Und das war dann auch so, eine Dame aus Bochum war dann die Gewinnerin, nahm den Empfang und Roy Bleck hatte einen Brief geschrieben an Jochen Pützenbacher, den er dann verlas auf der Bühne und Jochen Pützenbacher las und der Brief war mittellang und mittendrin brach Jochen Pützenbacher ab und man merkte, wie sehr er gerührt war und er sagte, mach's gut, Brüderchen, bis bald. Und dann sind wir am nächsten Tag mit dem Löwen nach München gefahren, haben in einem Hotel am Stachhaus Königshof hat Roy den gekriegt, RTL-Kamerateam war dabei und im Wiedersehen sagte, Roy, den nimmst du mit, den kriegst du.
1:56:23 Oh je, auch eine wahnsinnige Anerkennung.
1:56:30 der gehört ja nie einem alleine, der gehört ja immer mehreren Leuten, da gehört auch der Produzent zu, der Komponist, der Texter, der dieses Wahnsinn geschrieben hat. Man darf nicht glauben, auch der Künstler darf das nicht glauben und die anstehenden Künstler glauben das auch nicht. Das gehört nie einem ganz alleine. Dir gehört dein Erfolg nicht ganz alleine, ohne Messerschmiede und das weißt du, wäre das alles nicht, auch ohne die Kunden. Kannst die schönsten Messer haben, was hilft, wenn keiner die Anerkennung dir zeugt durch den Kauf eines Messers, das ist ja auch eine Anerkennung für das.
1:56:58 Und das unterscheidet das ja von vielen, vielen anderen Tätigkeiten. Und der hat schon bei mir einen heftigen Ehrenplatz im Büro. Ich habe noch den vom nächsten Jahr, den er dann bekommt, dieser ist ja für Wahnsinn, für nächstes Jahr bekam er dann geträumt und da war er dann selbst auf der Bühne und da war uns klar, jetzt ist er wieder richtig gesund und voll in der Branche drin. Den zweiten hat er mir auch geschenkt. Das war so zwei.
1:57:22 Zwei Stück und ja, ich meine ZDF-Hit-Parade zusammen und Dalia Lavi haben ein Duett gesungen, ich bin da, um dich zu lieben und wir haben überhaupt nicht damit gerechnet, dass man da was gewinnen könnte. Es waren alles junge, modernere Musik da und es war damals so, dass der erste Platz immer in der Sendung nach einer TED-Abstimmung per Telefon gekürt wird und wir standen da und es war klar, wir waren irgendwo im Mittelfeld und auf einmal sehe ich, wie die an unsere, an die Instrumente unserer Band rangehen und uns anschreien, geht zur Seite, wir müssen das auf die Bühne, weil jetzt Platz 1 ist bekannt und dann wird das schon mal auf der Bühne wieder her, die wissen ja auch vorher nicht, wer gewinnt und dann wird alles hergerichtet und ich habe gesagt, was fassen die unsere Instrumente an und dann sagt Dieter Thomas-Hek auf einmal Platz 1, Karel Gott und Dalia Lavi.
1:58:08 diese Trophäe steht auch, Karel bekam eine, Dalia Lavi, dann bei der Sendung, vier Wochen später bekamen die den Preis mit ihren Namen drauf und Dalia hat ihren mitgenommen in die USA und Karel hat mir dann am Flughafen in Hamburg den gegeben, wir hatten noch Mario Adolf getroffen, Mario Adolf und Dalia Lavi haben Filme zusammen gedreht und wir standen da so und in diesem Gespräch auch und haben gesagt, Karel, ein Stück davon gehört dir, nimm du den mit zu dir nach Hause.
1:58:35 Das sind dann wirklich diese Momente und da kann man auch sehen, es ist in der Branche, wo auch, eben wie ich am Anfang sagte, Verlusten, es wird auch Geld verdient, teilweise sehr viel Geld sind das dann die Momente, aber das war diese Herzlichkeit, die immer noch da haben, die unbezahlbar sind und davon habe ich einige bei mir im Büro, die bleiben auch unverändert so, DJ ÖZ, ein Stern, der deinen Namen trägt, eine Million, eine Million Singles verkauft, in der Zwischenzeit, das war bei der Verleihung, in der Zwischenzeit sind von einer Single über zwei Millionen gekauft, wer kauft denn heute noch eine Single, heute sowieso downloadet das alles, aber das war damals da wurden die noch tatsächlich, da war ich in einem großen Supermarkt und habe mich hingestellt und habe gesehen, ich wusste ja an meinem Schreibtisch, war das Cover alles entwickelt worden und jetzt geht man in den großen, Teil meiner Arbeit und dann geht jemand und daneben stand Grönemeyer mit dem Album 1 und daneben steht DJ ÖZ und ein Mädchen nimmt die raus und sagt,
1:59:42 Mama, die will ich haben und die wissen ja nicht, dass man damit was zu tun hatte und dann bekommt Herbert Grönemeyer zwei Echos in Berlin und DJ ÖZ bekommt auch zwei Echos und Burschide bekommt auch ein Echo und damals wollte sich dann einer von den beiden Künstlern DJ ÖZ nicht gemeinsam fotografieren lassen, was ich sehr bedenklich fand, denn wenn ich zu der Veranstaltung gehe, sehe ich alle auf der gleichen Ebene. Ich glaube, dass dieser Künstler, der sich damals nicht fotografieren lassen wollte mit ihm, das heute anders sieht.
2:00:14 Ich glaube, er ist da mehr auf den Boden gekommen und ist normaler geworden und den Namen sage ich jetzt nicht, aber mit Vornamen heißt er auf jeden Fall Herbert.
2:00:26 Also du fragst es am Anfang. dass das eigentlich schon immer als ich bedarf. Macht er so einen bodenständigen Eindruck? Manchmal ist es ja gut fürs Geschäft. Ich glaube, dass es in der Zwischenzeit für dich geworden ist. Damals sagte er auf jeden Fall, nein, er lässt dich mit jemandem wie DJ ÖZ nicht gemeinsam fotografieren. Und das, wenn ich, dann muss ich sagen, ich gehe gar nicht zu der Veranstaltung, denn wenn auch Künstler aus der Volksmusik, Kastler, Ruter Spatzen, die haben alle ein Echo bekommen und alle zurecht in ihrem Metier.
2:00:57 Dann kann ich nicht über ein anderes Genre, was mir vielleicht nicht zusagt, kann ich da nicht das so verpönend sagen. Das sind an dem Abend meine Kollegen und wir sind auf einer Höhe. Die DJ ÖZ hat für die Kastler Ruter Spatzen eine Laudatio gehalten und da hatte ich auch ein bisschen Einfluss, das habe ich ihm da sehr zu geraten und er hat zum Schluss gemacht, das macht er in der Zwischenzeit öfter, aber da war es das erste Mal, er hat vor den Kastler Ruter Spatzen seinen Hut gezogen und das tut man.
2:01:23 Ist auch eine völlig andere Genre von Musik. Ist ganz andere Musik, vielleicht einfacher, aber den Respekt davor zu haben, den muss man noch haben.
2:01:33 Da gehört auch eine gewisse Größe an. Am Anfang hast du gefragt, was so die schönsten Erlebnisse sind und was man alles gemacht hat. Im Gespräch kommt obwohl du am Anfang gar nichts erzählt hast. Nein. Kam da jetzt doch eine ganze Menge rein. Ja, weil man hat ja nicht so, das kommt erst durch, das ist nicht so abgespeichert. Die Erinnerung ist ja nicht wie ein Buch da gespeichert, sondern es ergibt sich dann. Vielleicht kommst du noch beides, sagst du, zu dem Buch.
2:01:53 Bevor die Erinnerungen ganz verloren gehen. Ein Autor, der schon drei Bestseller geschrieben hat, ist gerade dran an dem Buch und zwar lebt er, weil er in der Familie Krisen hat. Das kann man erzählen. Er hat große Krisen lebt in einem Wohnwagen und ein Künstlermanager kommt und stellt sich in seine Nähe und die beiden lernen sich kennen. Und der eine ist er und der andere bin ich. Und das sind alles autobiografische Dinge. Diese Begegnung hat es tatsächlich gegeben und ich habe die ersten Seiten gelesen.
2:02:31 Bewegend, interessant, schön und eigentlich ist es, wenn man richtig drüber nachdenkt, genau die Geschichte, die mehr oder weniger jeder Mensch erlebt. Wir sind alles keine besonderen Menschen. Alle Menschen haben auch ihre Leben und wenn ich an der Dramen und die Höhepunkte eigentlich. Alles ist in irgendeiner Form da und es sind Wiederholungen. Man muss vielleicht nur erkennen, wie sieht das eigene Drama, das sieht beim anderen anders aus. Aber die Empfindungen tief drin sind die gleichen. Die Empfindungen, genau.
2:03:04 War sehr schön. Vielen, vielen Dank für das Gespräch bis jetzt. Klang wirklich nach Schluss. Das war jetzt, glaube ich, auch eineinhalb Stunden oder so. Sehr lange Interview. Und ja, sehr, sehr aufschlussreich, sehr viele interessante Sachen. Schön, dass du dich an so viele Sachen erinnert hast. Und jetzt während des Gesprächs, die finde ich auch am schönsten, diese Erlebnisse so live hier zu erzählen. Jetzt bin ich erst mal warm. Können wir noch mal für noch drei Stunden hier bleiben.
2:03:31 Danke schön, dass du hier warst. Vielen Dank, dass ich hier sein durfte. Und falls es deinen Zuseher interessiert, würde mich das wahnsinnig freuen. Aber bleibt ihm vor allem treu, das, was er macht, ist außergewöhnlich.
2:03:45 Danke schön.
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