
Wie bewahre ich eine Laguiole-Sammlung richtig auf?
Im Grunde gibt es keine richtige Art, eine Laguiole-Sammlung aufzubewahren. Was richtig ist, entscheidet sich an Ihrer Wohnung, an Ihrem Platz und vor allem daran, ob Sie Ihre Messer ansehen oder benutzen wollen. Deshalb stehen hier keine Vorschriften, sondern Impulse - vier Wege, die sich bei unseren Kunden bewährt haben.
Eine einzige Regel gilt überall, und sie ist schnell gesagt: Messer sollen sich nicht berühren, und sie sollen trocken liegen. Alles andere ist Geschmack.
1. Offen zeigen: Aufsteller und Ständer
Viele möchten ihre Messer sehen. Das sind Kunstwerke, und ein Kunstwerk in der Schublade ist ein verschenktes Kunstwerk. Für die Vitrine, das Regal oder das Sideboard gibt es deshalb Ausstellungsträger in verschiedenen Größen und Materialien.
Die kleinste Form trägt ein einziges Messer und stellt es auf wie ein Schmuckstück. Dann gibt es Träger für drei, für vier und für sechs Messer, meist aus Eichenholz, dazu Pyramiden, die von allen Seiten etwas hergeben, und Wandträger für bis zu zehn Messer. Wer Küchen- oder Steakmesser zeigt, findet außerdem magnetische Ständer.
Der Vorteil liegt auf der Hand: Die Messer sind im Blick, sie berühren sich nicht, und Sie greifen im Vorbeigehen danach. Der Nachteil ebenso: Staub setzt sich ab, und direkte Sonne bleicht Horn und Holz über die Jahre aus. Stellen Sie den Träger also nicht ins Südfenster.
Alle Formen und Größen finden Sie unter Ausstellungsträger.
2. Das Stecketui für die Schublade
Wenn der Platz fehlt und nur eine Schublade zur Verfügung steht, ist das Stecketui die eleganteste Lösung. Jedes Messer steckt in seinem eigenen Fach, geschützt gegen Stoß und Staub, und bleibt trotzdem griffbereit.
Die Steck-Etuis unserer Justine de Mérges Collection sind aus italienischem, pflanzlich gegerbtem Leder und werden in Solingen gefertigt. Das Leder trägt die feine Zeichnung eines Damastmusters - kein Aufdruck, sondern eine Struktur, die man auch mit geschlossenen Augen erkennt. Es gibt sie in mehreren Farben und als XXL-Fassung für größere Messer.
Zur Auswahl: Laguiole Leder-Etuis.
3. Unsere eigenen Aufbewahrungsetuis für zwei und vier Messer
Weil uns das, was es gab, nicht genügte, haben wir eigene Etuis entwickelt - eines für bis zu zwei Messer, eines für bis zu vier. Gefertigt werden sie in Solingen, aus feinstem italienischem Leder, pflanzlich gegerbt.
Der Unterschied zum Stecketui steckt im Inneren: Diese Etuis lassen sich aufklappen, und die Messer liegen dann auf einer samtigen Fläche. Das macht sie unabhängig von der Unterlage - ob Restauranttisch, Picknickdecke oder Werkbank, das Messer liegt immer auf Samt und nie auf Holz oder Stein.
Damit sind sie nicht nur zum Aufbewahren gedacht, sondern auch zum Mitnehmen. Genau dafür haben wir sie gebaut: für den Sammler, der sein Messer zum Essen mitbringt und es dort nicht neben den Teller legen möchte.
Die ganze Reihe steht unter Aufbewahren und Verschenken.
4. Die Vitrine von Laguiole en Aubrac
Für größere Sammlungen gibt es zwei Lösungen aus dem Aubrac, und beide lösen dasselbe Problem: Die Messer liegen in einer Schublade, jedes in seinem Etui, und man sieht sie nie.
Die Wandvitrine aus Eichenholz fasst zehn Taschenmesser, offen präsentiert, geschützt und jederzeit im Blick. Sie hängt an der Wand wie ein Bild - und mit den richtigen Messern darin ist sie eines. Eiche ist hart, dauerhaft und feuchtigkeitsbeständig, und zu den Griffhölzern der Messer bildet sie einen ruhigen Rahmen, der ihnen nichts wegnimmt.
Die große Schatulle GARTANY geht den anderen Weg und arbeitet auf zwei Ebenen. Oben liegen sechs Messer unter einem Glasfenster, unten nimmt eine Schublade mit vier Fächern den Rest auf - zusammen mindestens vierzehn Messer, je nach Bestückung auch mehr. Entscheidend ist dabei weniger die Zahl als der Platz: Die Messer haben so viel Raum, dass sie einander nicht berühren müssen. Bei polierten Metallflächen ist das kein Luxus, sondern der Unterschied zwischen makellos und zerkratzt.
Beide finden Sie unter Aufbewahren und Verschenken.
Was jeder Lösung zusetzt
Welchen Weg Sie auch wählen - gegen diese drei Dinge hilft kein Etui und keine Vitrine, sondern nur Ihre Aufmerksamkeit.
Feuchtigkeit, besonders in Leder
Leder ist kein Feind des Messers, aber es ist ein Speicher. Was feucht hineingeht, bleibt feucht, und zwar länger, als man denkt. Ein Messer, das nach einem Picknick im Regen in die Scheide wandert und dort eine Woche liegt, kommt mit Flecken wieder heraus.
Die Regel ist einfach: trocken einräumen. Nach dem Gebrauch abtrocknen, kurz offen liegen lassen, dann erst ins Etui. Und ein Messer, das lange ruhen soll, lagert besser offen oder in einer Schatulle als dauerhaft eingeschlossen im Leder.
Trockene Heizungsluft im Winter
Das ist der unterschätzte Punkt, und er betrifft gerade die schönsten Griffe. Horn, Knochen und Holz sind gewachsene Materialien; sie nehmen Feuchtigkeit auf und geben sie wieder ab. Steht die Vitrine im Winter über der Heizung, sinkt die Luftfeuchte dort auf Werte, bei denen Holz schwindet und Horn spröde wird. Risse, die so entstehen, bekommt niemand mehr zu.
Zimmertemperatur und normale Luftfeuchte sind ideal. Meiden Sie Heizungsnähe, pralle Sonne und feuchte Keller - und geben Sie Holz- und Horngriffen ein- bis zweimal im Jahr etwas Balsam. Wie das geht, steht auf Laguiole-Messer richtig pflegen.
Messer, die sich berühren
Die häufigste Schublade sieht so aus: acht Messer nebeneinander, lose. Bei jedem Öffnen rutschen sie gegeneinander, und nach einem Jahr hat jede polierte Backe ihre feinen Striche. Das ist kein Drama, aber es ist vermeidbar - mit einem Stecketui, einer Schatulle oder schlicht mit Abstand.
Die Schublade selbst ist dabei nicht das Problem. Das Nebeneinander ist es.
Und wenn die Sammlung wächst
Irgendwann kommt der Punkt, an dem man nicht mehr weiß, was man eigentlich hat. Dafür gibt es in Ihrem Kundenbereich Meine Messer und Meine Sammlungen: Dort stehen alle Messer, die Sie bei uns gekauft haben, samt A.I.P.C.L.-Nummer - und Sie können eigene Sammlungen daraus bilden und sie, wenn Sie möchten, anderen zeigen.
Das ersetzt keine Vitrine. Aber es beantwortet die Frage, die sich jeder Sammler irgendwann stellt: Welches habe ich noch einmal, und wann kam es dazu?
Häufige Fragen
Darf ein Laguiole dauerhaft im Lederetui liegen?
Kurzfristig ja, dauerhaft besser nicht - vor allem nicht, wenn es feucht hineingekommen ist. Leder speichert Feuchtigkeit. Für lange Ruhezeiten sind eine Schatulle, eine Vitrine oder ein offener Ständer die sicherere Wahl.
Wo soll die Vitrine stehen?
Nicht über der Heizung und nicht im direkten Sonnenlicht. Zimmertemperatur, normale Luftfeuchte, kein feuchter Keller. Eine Innenwand ist fast immer die beste Wand.
Wie verhindere ich Kratzer in der Schublade?
Indem die Messer sich nicht berühren. Ein Stecketui mit einzelnen Fächern genügt, eine Schatulle mit Unterteilung erst recht.
Muss ich Messer in der Vitrine pflegen?
Weniger als benutzte, aber nicht gar nicht. Sehen Sie alle paar Monate hin: Griff prüfen, Klinge abwischen, bei Holz und Horn etwas Balsam. Das ist die ganze Arbeit.
Was ist besser - zeigen oder wegräumen?
Das ist die einzige Frage in diesem Beitrag, auf die es wirklich keine Antwort gibt. Ein Messer in der Vitrine macht jeden Tag Freude und setzt Staub an. Ein Messer in der Schatulle bleibt makellos und wird selten gesehen. Die meisten Sammler, die wir kennen, machen beides: die Lieblinge offen, den Rest geschützt.
Das könnte Sie auch interessieren
Aus unseren anderen Seiten
0 Kommentare
Noch kein Kommentar. Schreiben Sie den ersten.
Mitreden können angemeldete Kunden.

